OpenSuSE oder Ubuntu....
...das ist hier die Frage.
moin moin,
ich fürchte, mit dieser Frage werde ich einen "Glaubenskrieg" lostreten.
Ich nutze seit Jahren (permanent seit der Version 8.0, aktuell 11.1/KDE 4.2.3) SuSE, mal mehr, mal weniger zufrieden. Mit den kleinen Zicken, mit denen mich die Susi bisweilen erfreute, konnte -und kann ich- leben, also eigentlich kein Grund, über einen möglichen Distributionswechsel nachzudenken.
Ich habe allerdings übers Wochenende mal probeweise (K)ubuntu 9.04 auf einem Laptop installiert, und bin sehr angenehm überrascht, zumal eine vorhergehende Install. mit OpenSuSE 11.1 mir große Probleme beim WLan bereitete....
So "angefixt" denke ich jetzt darüber nach, evtl. auch meinen Arbeitsrechner entsprechend zu konditionieren. Die Entscheidung wird natürlich auch dadurch beeinflußt, daß beide mit der KDE-Oberfläche laufen, was eine Umgewöhnung evtl. erleichtert.
Ich nutze den Rechner für Office-Anwendungen (OO), mal 'npaar Bilder bearbeiten, und TV gucken. Spiele interessieren mich nicht....
Bin gespannt, wer mir wozu rät.
Gruß aus Berlin
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Antwort 1 von Meldrian vom 08.06.2021, 10:20 Options
Hallo.
Nichts hier mit Glaubenskrieg, wir sind eine große sich gegenseitig respektierende Gemeinde. ;)
Da du beide Distributionen kennst und mit beiden deine Erfahrungen machen konntest würde ich dir vor allem raten nicht auf eventuell folgende Antworten auf deine Frage zu vertrauen. Vielleicht folgen jetzt 10 Posts in denen Ubuntu bejubelt wird, vielleicht 20 die sagen SuSe sei das Ultra-System überhaupt ...
Im Endeffekt hast du selbst nichts davon so lange du mit dem System im nach hinein nicht zufrieden bist. Daher:
Teste
Vergleiche
Entscheide
Jubelire
oder so ähnlich. :-) Du findest schon deinen Weg.
Liebe Grüße aus Hessen,
Antwort 2 von Josef_P vom 08.06.2021, 10:43 Options
1. mal verstehe ich dein Problem nicht...in den Threads der vergangenen Tage wurde dir bereits nahegelegt, zu Ubuntu zu wechseln. Dann mach es doch einfach.
2. Solange du deine persönlichen Daten auf einer eigenen Partition liegen hast (home/blablabla), wirst du sie auch bei Installation einer anderen Distro behalten, sofern du angibst, dass die Partition nicht formatiert werden soll. Natürlich ist entscheidend, dass du weißt, welche das genau ist. Also Größe und Device zuvor notieren.
3. Halte ich A1 für Quatsch, denn wir sind auch hier, um Erfahrungen auszutauschen und was ist daran falsch, wenn ich selbst in der meiner Anfangszeit die Susi in- und auswendig kennengelernt habe und mit Sachverstand sagen kann, dass sämtliche Debian-Derivate die beste Wahl sind. Man könnte stundenlang darüber debattieren, warum und wieso. Es ist halt so. Hardcore-Linuxer schwören auf gentoo und arch, aber hier geht es denke ich nicht darum, sich sein System in einer Woche zusammenzuschustern, sondern um damit effektiv und problemlos zu arbeiten.
Letztendlich ist der wohl herausragenste Faktor, dass Ubuntu am besten dokumentiert ist, am häufigsten eingesetzt wird und die größe Comunity hat.
Mein Tipp: Ubuntu mit Gnome, nicht KDE. KDE sieht schick aus, aber das wars auch schon. Untert Gnome arbeitet man effektiver und muss trotzdem nicht auf den Luxus einer gut durchdachten Desktop-Umgebung verzichten, die dir viel Arbeit abnimt und du schnell zum Ziel kommst. Das hat IMO nichts mit Geschmack zu tun. Zumindest nicht in der Form, ich wie das meine.
Antwort 3 von passiert vom 09.06.2021, 14:53 Options
Ich würde openSuSE vorschlagen, einfach aus folgendem Grund:
Ubuntu versucht die Installation/Konfiguration einfach zu machen, was auch gelingt.
Sobald du das System aber so einrichten willst, wie es die Ubuntu-Entwickler nicht vorgesehen haben, bekommst du sehr schnell Probleme, zumal sich die grafischen Konfigurationstools auf wenige Aufgaben beschränken.
Ubuntu richtet sich an Anfänger mit geringen technischen Ansprüchen, die einfach nur ein laufendes System suchen und ist meiner Meinung nach nur dafür da, Windows Benutzer zu "bekehren".
Mit OpenSuSE und Yast hingegen hast du ein Konfigurationswerkzeug, welches weit über die Ubuntu-Fähigkeiten hinausgeht.
Du wirst also seltener zum Editor greifen müssen.
SuSE kommt mir in sich schlüssiger vor, da die Konfiguration eigentlich immer einheitlich ist.
Wenn du das gesagte nachvollziehen kannst und eventuell damit übereinstimmst, kann ich dir auch die freien BSD-Unixe ans Herz legen.
Beste Grüße
Antwort 4 von jhdlh vom 09.06.2021, 17:26 Options
Nimm Ubuntu. Bei Ubuntu brauchst du genau so wenig zum Editor greifen wie bei Suse und hast den Vorteil eine ausgereifte, in sich geschlossen wirkende Benutzeroberfläche vorzufinden. Bei Suse hast du den Nachteil, dass da multimediamäßig nach der Installation so gut wie nichts geht. Kann man zwar nachinstallieren aber eine wichtige lib (ich nenne das böse Wort jetzt nicht) liegt nur im Quellcode vor und muß kompiliert werden um einen gekauften DVD-Film sehen zu können. Es kommt vor, das Paketabhängigkeiten unter Suse manchmal nicht immer automatisch aufgelöst werden und dann hat man unter Suse zudem noch den Nachteil einer halbfertigen schwerfälligen Benutzeroberfläche. Da Suse schon immer KDE-lastig war brauchst du Gnome unter Suse erst gar nicht ausprobieren.
Wenn du Wert auf einen zentrales Konfigurationsprogramm legst, würde ich dir PCLinuxOS empfehlen. Der Vorteil von PCLinuxOS ist das umfangreichere Paketangebot und ein ausgereiftes KDE3.5 mit hervorragenden Multimediafähigkeiten.
Antwort 5 von passiert vom 10.06.2021, 16:37 Options
Dass man Gnome unter openSuSE garnicht erst installieren braucht ist natürlich übertrieben.
Du solltest deine Entscheidung an deinen Linux-Erfahrungen festmachen, so in der Art:
kein Erfahrungen/Windows Umsteiger -> Ubuntu
Schon länger mit Linux gearbeitet -> SuSE
Wobei du auch mal {open|free|net}BSD ausprobieren solltest.
Antwort 6 von jhdlh vom 10.06.2021, 17:45 Options
seit über 10Jahren Linux, zuerst Caldera, dann SuSE mit zeitlichen Unterbrechungen in denen ich andere Distributionen genutzt habe. Die letzte SuSE die ich genutzt habe war die 9.3. Danach nur noch zum Ausprobieren installiert.
Gnome unter SuSE hat gegenüber Gnome unter Ubutu einige Änderungen die mir nicht gefallen. Zum einen diesen schreckliche Slidermenu (unter KDE auch Kicker genannt) welches sich nicht umstellen lässt. Um den Eindruck eines zentralen Menus für die div. Einstellungen der Benutzeroberfläche und der div. Konfigurationen enstehen zu lassen, öffnet sich für diese Einstellungen ein Fenster in dem alle Icons dieser Tools versammelt sind. Magerere Paketauswahl, unzureichende Multimediafähigkeit hatte ich ja schon genannt. Aber es sind mir noch weitere Kleinigkeiten aufgefallen an die ich mich im Moment nicht leider mehr entsinnen kann.
Antwort 7 von JosefP vom 10.06.2021, 20:52 Options
Zitat:
Schon länger mit Linux gearbeitet -> SuSE
Ein absoluter Widerspruch! Das kann nicht ernst gemeint sein.
Antwort 8 von schwedeii vom 11.06.2021, 15:36 Options
Eigentlich hast Du mit beiden Systemen die gleichen Probleme. Sie sind sehr benutzerfreundlich und wenn Du was eigenes machen willst, bocken sie. Da musst Du Dich schon mehr in die Materie einlesen.
Die Ubuntu-Gemeinde ist stark gewachsen, womit Du da sicher den besseren Support bekommen kannst. SuSE dagegen kann auf viele Jahre Erfahrung zurückgreifen, auch wenn der Distributor ab und zu mal wechselt.
Die Entscheidung wirst Du alleine treffen müssen, das ist am Ende Geschmackssache.
Antwort 9 von basteltante vom 11.06.2021, 18:47 Options
Hallo.
Warum nicht Beides? Wenn Du eigentlich noch mit Suse zufrieden bist.......(ich war es vor 3 Jahren nicht mehr).
Habe aber damals erst Ubuntu parallel installiert und eine Weile getestet, bevor ich Suse von der Platte gefegt habe.
Falls deine Festplatte nicht ganz klein ist, sollte das doch möglich sein.
LG
basteltante
Antwort 10 von Wolfgang.S vom 11.06.2021, 19:15 Options
nimm Debian ^^ ist viel besser ^^
Antwort 11 von addi vom 11.06.2021, 21:46 Options
Hallo,
Also jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Gewonnen hat Antwort 10. Davor ganz knapp und damit auf Platz zwei hat es Antwort 7 geschafft.
Glückwunsch
Antwort 12 von schwedeii vom 12.06.2021, 12:52 Options
Zitat:
nimm Debian ^^ ist viel besser ^^
Obwohl auch ich Debianer bin, lautet die Fragestellung nun mal anders, oder? Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Antwort 13 von Groover vom 13.06.2021, 10:44 Options
:-)
Nein, da Ubuntu ein Debian-Derivat ist, sind die Äußerungen in Bezug auf Debian völlig korrekt und somit ist wohl die Entscheidung zugunsten Ubuntu gefallen.
Ich persönlich kenne Linux-Guru, der auf seinem System SuSE einsetzt. Bei Ubuntu ist dies der Fall.
Antwort 14 von Meldrian vom 13.06.2021, 16:52 Options
Was hab ich dir geschrieben, Maler 281? Jeder hat sein eigenes kleines Favoritensystem und wird dieses bei solch einem Thema auch lautstark in den Vordergrund bringen wollen. Das erkennst du am besten daran, dass du die Auswahl zwischen 2 Systemen gegeben hast, sich in der Diskussion aber weitere Systeme hinzugesellt haben.
Ich glaube wir können das Thema an dieser Stelle gepflegt einstampfen, denke nicht das wir auf einen gemeinsammen Nenner kommen werden.
LG,
Meldrian
Antwort 15 von Josef_P vom 14.06.2021, 11:54 Options
@Meldrian
Ja, können wir, allerdings sollte man Erfahrungswerte langjähriger Linux-Anwender nicht ungehört verpuffen lassen. Wem die Meinung dieser Gruppe nicht interessiert, soll halt glücklich mit der Susi werden.
Antwort 16 von maler281 vom 16.06.2021, 17:01 Options
moin moin.....
klasse, und danke erstmal für die vielen Wortmeldungen.
Ich fang' dann mal einfach an....
@Meldrian:
Ich denke nicht, daß man das Thema einstampfen sollte. Ein gemeinsamer Nenner wurde auch nicht von mir erwartet, im Gegenteil.
Auch ich muß gestehen, daß ich bis dato SuSE favorisiere. Aber nicht, weil ich es für das bessere System halte, sondern schlicht und ergreifend, weil ich seit einigen Jahren damit arbeite. Das ist ein wenig wie mit der eigenen Wohnung: man weiß, wo sich was befindet.
Ich denke mal, ich werde Basteltante's Tipp folgen, und beide systeme installieren, SuSE für den "Hausgebrauch", und Kubuntu mal zum Gucken. Zum Glück ist Plattenspeicher heutzutage kein monetär unlösbares Problem mehr.
Nichtsdestotrotz begrüße ich es natürlich, wenn weiterhin Meinungen abgegeben werden.
In diesem Sinne
Gruß aus Berlin
Antwort 17 von Zemmel vom 16.06.2021, 17:24 Options
Moin!
Mir geht es mit Ubuntu wie maler281 mit SUSE: Ich habe mein System 2007 auf Ubuntu umgestellt und fühle mich da irgendwie "zu Hause".
Im Moment habe ich die aktuelle 9.04 drauf.
Ist so weit o.k., leidet aber noch ein bißchen unter Kinderkrankheiten.
Beispiele:
- VPN lässt sich über den Network-Manager nicht konfigurieren.
- Zugriff aufs Netzwerk hakt zuweilen
- PulseAudio finde ich unausgereift
- beim Einlegen einer SVCD friert das System ein
Mag an meiner Hardware liegen und sind auch eigentlich Kleinigkeiten (ich hoffe auf Updates). Jedenfalls habe ich den Rechner täglich für alles was so anfällt in Gebrauch und bin soweit zufrieden.
Tante Susi (11.1) habe ich ausprobiert, und zwar auf mehreren Systemen.
Optisch finde ich es sehr gelungen. Allerdings hat Susi bei mir während der Installation und auch beim Erkennen mancher Hardware ziemlich rumgezickt.
Yast finde ich ganz praktisch, aber ziemlich aufgebläht.
Subjektiv läuft Ubuntu irgendwie "runder", aber vermutlich ist das - wie alles im Leben - letztendlich Geschmacksache.
Gruß
Klaus
Offtopic:
Wer wissen möchte, wie schnell sein Rechner sein kann, sollte mal SliTaz ausprobieren. Recht minimalistisch (das Image ist nur 30 MB groß), ist aber rasend schnell.
Antwort 18 von nick.schon.weg vom 16.06.2021, 18:39 Options
was spricht dagegen, virtualbox zu installieren und darin nach herzenslust verschiedene linuxe auszuprobieren? so solltest du auch deinen liebling finden.
aber um deine frage zu beantworten, zwischen ubuntu und opensuse würde ich opensuse wählen. warum? "echter" root mit eigenem passwort, beste isdn-unterstützung, ... - fühle mich da einfach wohler.
wenn du noch mehr probieren willst, kannst du dir ja mal sidux anschauen.
oder wenn es an der oberfläche liegt, kannst du statt kde/gnome ja auch mal enlightenment oder lxde anschauen.
... ist ja das schöne an linux, du hast ziemlich viele möglichkeiten.
http://de.wikipedia.org/wiki/LXDE
http://de.wikipedia.org/wiki/Sidux
Antwort 19 von Josef_P vom 17.06.2021, 10:46 Options
@Zemmel
Leute, ihr müsste auch mal ins WIKI schauen!
http://wiki.ubuntuusers.de/NetworkManager#VPNPulse ist unausgereift, läuft aber auch bei SuSE.
Man kann ihn aber auch einfach nicht benutzen und statt dessen ALSA auswählen. What's the Problem?
Einfrieren SVCD: Welcher Player wird standardmäßig genutzt?
Unter SuSE klaut Dir andauend SuSEConfig Zeit. Ja ja, SuSEConfig kann man abstellen. Dann läuft aber irgendwann gar nichts mehr. Zudem ist das Paketsystem langsam und schwerfällig, sehr oft werden Abhängigkeiten nicht einwandfrei aufgelöst. Hoch lebe apt-get.