Bilderrausch mit Sicherheitslücke Options
von
tonja vom
24.06.2020 - 119 Hits -
Fotoalben im Internet sind eigentlich sehr praktisch: Mit wenigen Klicks lassen sich zum Beispiel Urlaubsfotos und Bilder von Gartenfesten und Ausflügen in ein privates Album speichern. Familienmitglieder und Freunde können nach einer E-Mail-Einladung die Bilder anschauen – überall auf der Welt. Viele Internet-Fotoalben bieten dafür unbegrenzten Speicherplatz, verschiedene Ansichtsarten und Bearbeitungsfunktionen. Doch einige der Fotodienste haben Sicherheitslücken. Das berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer aktuellen Ausgabe (Heft 14/2008).
Die Experten der Redaktion haben acht kostenlose Fotoalbum-Dienste im Internet getestet. Gleich fünfmal musste die Note „mangelhaft“ vergeben werden, weil Benutzernamen und Passwort bei der Anmeldung zu den persönlichen Alben unverschlüsselt übertragen wurden. So können die Zugangsdaten von Nutzern mit wenig Aufwand ausgespäht werden. Die Datendiebe hätten Zugang zu den privaten Bildern.
Test-Sieger wurde der Google-Ableger Picasa-Webalben. Der beliebte Dienst Flickr schaffte es auf den zweiten Platz.
Bei allen Anbietern können Nutzer Fotos nicht nur in privaten Alben speichern sondern auch für alle Internetnutzer veröffentlichen. Wer aber Bilder ins Netz stellt, muss die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen beachten. Außerdem ist es verboten, Personen in lächerlichen Situationen zu präsentieren. Fotoalbumdienste sollten deshalb zur Sicherheit beispielsweise eine Registrierung mit persönlichen Daten fordern. Außerdem sollte es für alle Nutzer die Möglichkeit geben, unerlaubte, anstößige oder verbotene Fotos per Mausklick zu melden und sperren zu lassen. Beim Anbieter Bilder-Speicher.de konnten allerdings Fotos anonym hochgeladen werden. Die COMPUTERBILD-Experten fanden dort im Testzeitraum zahlreiche pornografische Fotos.