AntiVirus-Software - Freeware wirklich nicht mehr empfehlenswert?
Hallo Fachleute,
ich bin durch einige Artikel in Zeitschriften und im Netz etwas aufgeschreckt, weil behauptet wird, dass AntiVirus-Freeware nicht mehr empfehlenswert ist.
Leider bin ich kein Fachmann auf diesem Gebiet, ich stelle aber fest, dass die Ansprüche an den Funktionsumfang der AntiVirus-Software doch sehr groß geworden ist, sodass die These:"Ohne Moos kein Schutz" irgendwie plausibel klingt. Schließlich sollen die Programme bekannte, aber auch unbekannte Schadsoftware erkennen und nebenbei uns auch noch von Spy- und Adware schützen.
In einem Forum tauchten User auf(ich hoffe mal erfahrene, sachkundige User auf), die Ihr System mit einer selbst zusammengestellten Kombination von Einzel-Programmen sicherten. Neben einem AntiVirus-Programm wurden Programme gegen Spy- und Adware gleichzeitig verwendet.
Ich frage mich nun, wie ich es den nun richtig mache.
Meine Fragen sind deshalb:
Ist es jetzt für den Privatuser unumgänglich ein AntiVirus-Programm, käuflich zu erwerben?
Ist ein optimaler Schutz mit nur einem Programm überhaupt möglich?
Was ist von der Meinung zu halten, dass eine Firewall im Programmpaket einer AntiViruslösung keinen Zweck erfüllt, weil diese Programme mehr Ärger als nutzen bringen und die Firewall von Microsoft ausreichenden Schutz gewährleitet?
Gruß
Mike
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Antwort 1 von tomsan vom 07.11.2020, 11:34 Options
Ich bin der Ansicht: Freeware reicht! Jedenfalls zuhause.
Wie kommen Viren rein?
Sicherheitslücken
=> System und Programme aktuell halten. (Hardware)Firewall einsetzte.
Emailanhänge
=> Nicht so was wie Paris_Nacktbilder.exe wild anklicken. Emailprogramm auf Sicherheit trimmen. Mail die "Sie haben 100 Millionen gewonnen" & Co. ungelesen löschen.
Internetseiten
=> Browser/BS aktuell halten. Scripte und ActiveX deaktivieren. Dubiose Seiten meiden.
Voila! Sicherheit!
Auch die besten Securitysuiten sind machtlos, wenn wild alles öffnet und wild rumklickt (Marke: "Der PC wollte irgendwas. Habe einfach mit OK weggeklickt") wird.
Antwort 2 von Juergen26 vom 07.11.2020, 11:38 Options
Hi Mike,
schließe mich tomsan an.
Keine Software der Welt kann deinen PC sicher schützen (auch wenns draufsteht) wenn du selbst gravierende Fehler machst.
Ein großer Schritt Richtung Sicherheit ist noch das arbeiten mit eingeschränkten Rechten.
Also verwende immer "Brain 1.0"
So long
Antwort 3 von Doc-Jay vom 07.11.2020, 14:04 Options
Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Die Brain.exe ist und bleibt der beste Schutz.
Für dn Fall dass die Brain.exe mal nicht über eine aktuelle Datenbank verfügt, oder zeitweise gelähmt ist (z.B. durch *Z*genuß oder Liebeskummer), dann sind Freeware-Virenscanner immer noch sehr zu empfehlen.
Ich benutze ausschließlich Freeware-Sicherheitssoftware und habe in den letzten 7 Jahren nur einen einzigen Schädling auf meinen Systemen gehabt.
Der Doc
Antwort 4 von rystie vom 07.11.2020, 14:32 Options
Zitat:
Ich benutze ausschließlich Freeware-Sicherheitssoftware
so ist das vernünftig und sinnvoll. Die These dass nur kostenpflichtige Programme schützen ist schlichtweg Unsinn.
Sinnvoll ist neben AV-Software noch ein oder mehrere Adaware scanner, eine vernünftige Firewall die auch Ausgänge reglementiert.
3 Programme mehr braucht's nicht und das geht wunderbar mit Freeware.
Tipps:
- Firefox als Browser,
- Avast Home als AV und Mail-Scanner,
- Adaware SE oder Spybot als Malware und Rootkit Scanner und
- Zone Alarm oder Comodo als Firewall
sollte reichen um ohne Probleme das Internet zu besuchen.
Bitte keine Grundsatzdiskussion zu ZA oder Firewalls! Die Windows interne FW blockt nur eingehendes Material. Was rausgeht ist der egal! Deshalb aus meiner Sicht trügerische Sicherheit und ungenügend. Fast alle Programme/Spiele verbinden sich bei der Installation mit dem Internet...obwohl das zu 75%gar nicht erforderlich wäre. Diese "nach Hause Telefonierer" werden bei mir grundsätzlich geblockt.
Es gibt keinen Grund auch nur einen Cent für Sicherheitssoftware im
Privatbereich auszugeben.
cy r.
Antwort 5 von KJG17 vom 07.11.2020, 14:56 Options
Hallo Mike,
bei solchen Aussagen kommt es immer darauf an, in welcher Zeitschrift man sie liest. Manchmal habe ich persönlich nämlich den Eindruck, dass Testmethoden und Aussagen in einen gewissen Zusammenhang mit den Interessen der zahlenden Werbekunden steht, oder als redaktioneller Beitrag getarnte Anzeigen sind.
Bei Komplettpaketen ist i.d.R. zu verzeichnen, dass sie nur einige Teile wirklich gut beherrschen, in anderen Teilen aber etliche Mängel aufweisen. Auch aus diesem Grund ist eine Kombination verschiedener Freeware-Produkte für den Privatanwender oftmals nicht nur die billigere, sondern auch die bessere Lösung. Natürlich ist das nicht ganz so komfortabel und man muss ggf. auch auf ein paar Features verzichten, bei gleichzeitiger Aktivierung der Brain.exe ist das aber eigentlich kein Problem.
Womit ich mich der Aussage meiner 4 Vorredner angeschlossen hätte. (Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass z.B. eine richtig gehandhabte Windows-Firewall eine Software-Firewall wie Zone Alarm, Comodo usw. eigentlich überflüssig machen sollte.)
Gruß
Kalle
Antwort 6 von Mike01 vom 07.11.2020, 20:59 Options
Hallo,
erst einmal vielen Dank für Eure Beiträge!!!
Es scheint wohl doch so zu sein, dass die kostenpflichtigen Alleskönner doch nicht so ganz das Gelbe vom Ei sind, zumindest aber durch Freeware adäquat ersetzt werden können .
Eine Frage bleibt bei mir aber dennoch offen:
Warum wird immer ein Unterschied zwischen dem Privatbereich und einer Unternehmenslösung hinsichtlich Sicherheitssoftware gemacht. Liegt das nur an der Anzahl der zu überwachenden Rechner?
Es ist sicherlich ein Kathastrophe, wenn Firmengeheimnisse, Kontodaten usw. einem Unternehmen abhandenkommen.
Wenn ich als Privatnutzer Daten verliere, meine Kontodaten ausspioniert oder Passwörter unbemerkt "mitgeschrieben" und an unbefugte versendet werden, sind die Folgen für mich auch katastrophal.
Was macht den Unterschied aus?
Gruß
Mike
Antwort 7 von der-bettler vom 07.11.2020, 21:07 Options
Zitat:
Warum wird immer ein Unterschied zwischen dem Privatbereich und einer Unternehmenslösung hinsichtlich Sicherheitssoftware gemacht.
das sind nunmal komplett andere einsatzgebiete
die müssen auch auf server betriebsystemen laufen,
als server lösung verfügbar sein, automatisch beim einloggen in die domaine installieren und updaten
zentral verwaltbar sein
und vor allem nur vom admin steuerbar sein
etc
das alles ist nicht nötig für einen privat haushalt
mfg der-bettler
Antwort 8 von LOOOOOL vom 07.11.2020, 21:30 Options
wenn antivir free keine ständigen probleme mit den updates hätte (ereichtbar oder nicht - das ist hier die frage) würde ich es mit gut bewerten. alle anderen kostenlosen antivirenlösungen sind aus meiner sicht keiner diskussion würdig.
wenn ich die wahl hätte, würde ich mir einen virenscanner suchen, der auf antvir, norton, kaspersky oder nod32 basiert.
und wegen dem preis - wenn deine uralubsbilder weg sind, wenn ... weg ist, dann ist dir das geld bestimmt sch... egal.
zusätzliche adwarescanner sind bei obigen engines überflüssig. diese engines arbeite effektiver als die hochgelobten spezialprogramme wie adaware oder spybot.
als firewall reicht die xp firewall aus. sie schützt von aussen und das soll sie auch. von innen muss sie auch nicht schützen, wenn wir keine trojaner o.ä. auf unserem system haben.
und software, die nach hause telofoniert konfigurier ich so, dass sie es nicht mehr tut oder installiere sie erst gar nicht. und wer sagt denn, dass nicht gerade die firewall selber nach hause telefoniert ???
grundsätzlich gehört keine firewall auf das zu schützende system selbst.
der unterschied privat und nicht privat ist vielschichtig:
- sensibilität der daten
- administartion vieler pcs
- kostenfaktor
- art der schützenden systeme
...
das beste haben die anderen schon angesprochen: brain.exe
klick nicht auf alles, was dir unter die maus kommt.
Antwort 9 von Doc-Jay vom 08.11.2020, 09:14 Options
Zitat:
wenn wir keine trojaner o.ä. auf unserem system haben.
Kommt aber leider immer wieder vor...
Ich verwende Win2000, das hat keine eingebaute Firewall, also muß ich auf eine externe zurückgreifen.Ich benutze schon seit Jahren Zona-Alarm. Das meckert wenn einer rein oder raus will der nicht die ausdrückliche Erlaubnis hat.
Zudem sind in meinem Router nur wenige Ports weitergeleitet, die ich für Fernzugriff oder meinen Fileserver brauche, alles andere ist dicht, das gibt zusätzliche Sicherheit.
Adaware und Spybot empfehle ich als Zusatz zu einem Freeware-Virenscanner, aber nur als OnDemand-Scanner, die ich einmal die Woche mein System checken lasse. So kann ich einen Virenscanner benutzen der vielleicht nicht ganz so super gut erkennt, aber dafür das System auch nicht zu sehr ausbremst. Ich benutze AVG, da dieses Programm auch meinen Posteingang (unter Thunderbird) überwacht, und das sehr zuverlässig.
Was den Verlust von Urlaubsbildern oder privaten Daten angeht: Diese Daten sollte man eh regelmäßig sichern! Nicht nur Viren bedrohen die Daten, auch Hardwaredefekte, Überspannungen (bei Gewittern) oder auch Diebstahl sind eigentlich die Hauptursachen für Datenverlust.
Mittels Programmen wie Traybackup (auch Freeware) klappt die Datensicherung auch mit wenigen Mausklicks.
LG
Der Doc