Was ist "besser": onboad GraKa mit Shared Memory oder PCI-Graka?
Hallo Leute,
ich bin grad dabei mir einen Mini-PC fürs Wohnzimmer zusammenzubauen. Dazu habe ich mir ein kleines Gehäuse besorgt, in dem auch schon ein Mainboard drin ist. Prinzipiell reicht das vorhandene Board für meine Zwecke aus, deshalb will ich es behalten.
Mein Dilemma: Das Board hat keinen AGP Steckplatz, sondern nur PCI (nicht PCI-Express!). Es ist eine onboard Grafikkarte mit (bis zu) 64MB Shared Memory vorhanden.
Was ist besser? Die Nutzung der onboard Karte mit 64MB Shared Memory oder ggf. der Kauf einer PCI-Grafikkarte mit mehr Speicher. (Oder anders gefragt: Was ist das kleinere Übel?)
Ich weiß, dass PCI im Vergleich zu AGP ziemlich langsam ist. Andererseits ist aber auch Shard Memory nicht das Wahre... Wie sind eure Erfahrungen in dem Bereich? Was würdet ihr tun?
Zur Info: Der PC soll das Übliche können: DVDs abspielen, Fotoshows, Internet und soweit es die GraKa zulässt das ein oder andere Spielchen.
Grüße,
J0KER
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Antwort 1 von riese vom 25.09.2020, 23:43 Options
besser ist immer pci karte
adam
Antwort 2 von Ambulanz vom 26.09.2020, 09:24 Options
Welches Mainboard hast du denn?
Möglicherweise ist die Onboard-GraKa über einen AGP-Bus angebunden (ohne, dass deswegen extra ein AGP-Slot auf dem Mainboard vorhanden sein muss).
Dann ist die Onboard-Lösung besser, weil deutlich leistungsfähiger als PCI, zumindest für
Zitat:
das ein oder andere Spielchen
- trotz "shared memory".
Dessen Nachteile lassen sich ja
a) vielleicht über BIOS-Optionen
oder
b) sehr sicher durch mehr Arbeitsspeicher minimieren.
Antwort 3 von Teerbaby vom 26.09.2020, 09:56 Options
Da du die Onboard-Grafik ja schon hast, kannst du es ja erstmal damit probieren.
Antwort 4 von J0KER vom 26.09.2020, 11:48 Options
Hallo.
Danke schon mal für eure Antworten.
@Ambulanz: Das Mainboard ist ein Fujitsu-Siemens D1644. Hier ist ein Link zum Handbuch:
FSC D1644. Leider kann ich daraus nicht erkennen wie die onboard Graka angeschlossen ist.
Obwohl kein AGP-Slot vorhanden ist, steht auf Seite 24 des PDFs irgendwas von AGP in Verbindung mit PCI. Das übersteigt jedoch meinen Kenntnisstand und ich werde nicht ganz schlau draus. (AGP ist doch nicht kompatibel zu PCI?!?!)
Übrigens, zum PCI Slot steht folgendes im Handbuch:
32 bit / 33 MHz PCI slots
5 V and 3.3 V supply voltage
3.3 V auxiliary voltage
Grüße,
J0KER
Antwort 5 von Ambulanz vom 26.09.2020, 15:18 Options
Laut
dieser BIOS-Auflistung verfügt das Board wohl über einen interne AGP-Graphikkarte (Integrated i865G 2D / 3D Video Controller).
Antwort 6 von Flupo vom 26.09.2020, 15:23 Options
Die Grafikfunktion auf deinem Board ist im Chipsatz (Intel 865G) integriert. Genau genommen ist es keine "onboard" sondern eine "onchip"-Lösung.
Solange du keine aufwändigen 3D-Spiele spielen willst, reicht die Leistung aus.
DirectX wird bis Version 8 unterstützt.
Ich würde es wie Teerbaby halten und es erstmal damit versuchen.
Reicht dir die Leistung nicht, kannst du versuchen, eine bessere Karte zu finden obwohl ich glaube, dass dies etwas schwierig werden könnte.
Die einzige Karte, die ich auf die Schnelle gefunden habe, ist eine
Matrox G550 mit stolzen 32MB RAM. Ob die besser ist, als die i865G-Grafik?
Die zwei "gute Antwort"-Bewertungen der Antwort 1 halte ich für vorschnell.
Da hat bestimmt jemand PCI mit PCI express verwechselt.
Gruß Flupo
Antwort 7 von Flupo vom 26.09.2020, 15:27 Options
Zitat:
Laut dieser BIOS-Auflistung verfügt das Board wohl über einen interne AGP-Graphikkarte (Integrated i865G 2D / 3D Video Controller).
Das ist nur die Beschriftung der BIOS-Option. Die Grafikberechnung findet direkt in der Northbridge (im Intel Sprachgebrauch GMCH - Graphics and Memory Controller Hub) statt. Eine "Anbindung" im herkömmlichen Sinne gibt es da nicht.
Gruß Flupo
Antwort 8 von Supermax vom 26.09.2020, 16:37 Options
Die "neueste" PCI-Grafik scheint mit dem X1550-Grafikchip von ATI zu sein; für deine Zwecke dürfte aber die PCI-Version der Radeon 9250 ausreichen, die neu schon für rund 35 Euro zu haben ist.
Die Radeon ist zwar auch nicht der Heuler, für grafisch nicht zu anspruchsvolle Spiele genügt sie aber allemal und ist mit ihren (meist) 128 MB RAM jedenfalls besser als die Intel-Chipsatzgrafik.
Antwort 10 von J0KER vom 27.09.2020, 14:33 Options
Vielen Dank nochmal an alle für eure Tipps und Hinweise.
Ich denke, ich werde dann zunächst mal testen, was die onchip Lösung hergibt. Falls mir das nicht ausreicht, werde ich mir die hier genannte Radeon 9250 Grafikkarte näher anschauen.
Gruß,
J0KER