also dein 1000er anschluss sagt:
1000 Kbit pro sekunde = 1Mbit pro sekunde (hier basis 10, nicht 2!)
das bezeichnet man gemeinhin als bandbreite..ist aber falsch, denn bandbreite ist was
anderes.
nennen wir es also kanalkapazität, womit sich dann auch sauber die zeit für einen download berechnen lässt:
datei ist 1Mbyte groß = 8Mbit; da 1byte = 8 bit (willkürliche festlegung heutiger rechnerarchitekturen)
8Mbit / (1Mbit pro sekunde) = 8 sekunden theoretische downloadzeit.
mit bandbreiten im eigentlichen sinne (in Hz) wäre eine solche rechnung schon von der einheit her blödsinn, dennoch gibt es natürlich einen zusammenhang (der für normalsterbliche vollkommen irrelevant ist)
so jetzt bist du also mit 1 Mbit/s im internet unterwegs, aber die letzten paar meter bis zum rechner gehen über deine WLAN verbindung bzw. über dein LAN kabel.
zur down-kanalkapazität vom 1Mbit/s kommt noch der upload (der simultan abläuft) von sagen wir 768kbit/s. da hier die basis 10 gilt und nicht 2, können wir schreiben insgesammt läuft hier 1,786Mbit/s in verschiedenen richtungen, aber gleichzeitig über die leitung.
und das an sich immer, doch ist das dennoch ein maximalwert, da du ja nicht immer datenverkehr verursachst und so ein mittelwert über die zeit gebildet werden kann, der aber dann nicht mehr die physikalische kanalkapazität darstellt (die ist immer gleich). der richtige begriff ist jetzt endlich die datenübertragungsrate.
da deine 11Mbit/s oder 54Mbit/s >= den 1Mbit/s sind, ergibt sich theoretisch keine verlagsamung, es wäre THEORETISCH (komme gleich dazu) nur notwendig, eine 1,785Mbit/s verbindung zum rechner zu haben.
in diese datenübertragungsrate spielen aber jetzt auch noch die verwendeten übertragungsprotokolle die höher als die bitsicherungsschicht liegen eine rolle (denn in die 1Mbit/s, die dir der provider angibt sind diese verluste schon eingerechnet - in der bandbreite jedoch nicht).
so ein download z.b. läuft über tcp und da muss jedes paket (oder ein block/fenster von paketen) quittiert werden - es ergibt sich eine latenz (die du per ping ermitteln kannst), weshalb die reale datenübertragungsrate weit geringer ausfällt als deine 1mbit/s in downloadrichtung, wenn man die datenrate uber einen zeitraum > 1 sekunde mittelt.
Zitat:
warum ist man im internet schneller wenn man ein 54mbit/s wlan hat statt 11mbit/s
auch die übertragung per funk bringt zusätzlich einen overhead, der die benötigte kanalkapazität auf diesem übertragungstück weit über die benötigten 1,786Mbit/s erhöht.
wenn ein tcp datenpaket (oder block) nicht schnell genug quittiert werden kann und damit erneut versendet wird, sinkt die übertragungsgeschwindigkeit, es ergibt sich daraus wiederum eine erhöte latenz.
aber durch kräftige überbandbreite (eigentlich kanalkapazität) kann man dieses problem lösen und so kann sogar echtzeitfähigkeit erreicht werden, was bei industrial ethernet bei manchen herstellern auch so realisiert wird. (am thema vorbei)
das bedeutet für dich bei 1Mbit/s internetverbindung nichts, doch hättest du bei z.b. 6Mbit/s internetverbindung schon einen effekt in dieser hinsicht wenn du eine 54Mbit/s wlan verbindung benutzt, da bei 11Mbit/s schon ein solcher staueffekt durch viel overhead ansteht / anstehen kann.
generell kann man sagen das eine kabelverbindung besser ist, das die übertragung über wlan eine höhere latenz im allgemeinen hat. das auch mit kräftiger überbandbreite.
ich hoffe ich konnte deine verwirrung maximieren ;)