Zitat:
blöde Frage ich dachte Windows 98 hat gar keinen Bootloader. Ist das das wo auf dem Bootsector drauf steht was man mit dem sys Befehl macht?
also ja/nein:
das booten eines modernen betriebsystems auf einem ibm kompatiblen rechner läuft heute "multi-staged" ab. der gesammte prozess heißt bootstrap.
beim anschalten wird eine (speicher)adresse im bios angesprungen. ab da beginnt der bootprozess. i.d.r. wird also der "power on self test" durchgeführt und angeschlossene bootfähige geräte wie im bios eingestellt in deren reihenfolge auf einen bootsektor hin untersucht.
die routine springt dann an die startadresse des ersten gerätes, das einen gültigen bootsektor hat.
ab jetzt ist es sache des bootloaders, das bios ist aus der sache raus.
bei einer festplatte (im ms-dos partitionierungsschema) kommt nämlich an dieser stelle der 1. teil (stage) des bootloaders zum tragen im s.g. MBR. nebenher befindet sich dort auch die partitionstabelle.
dieser teil des bootloaders ist an sich betriebsystemunabhängig und hat nur die aufgabe, einen betriebsystemspeziefischen 2. teil des bootloaders anzuspringen und evtl. eine auswahlliste anzuzeigen.
diese auswahllistekennst du sicher von grub aber auch dem windows NTLDR.
dieser 2. teil (stage) befindet sich nun am anfang einer partition, nicht mehr im mbr und weiß nun ganz genau, wie er den kernel des betriebsystems auf dieser partition hochfeuern muss - er ist also betriebsystemabhängig. dieser teil heiß blöder wiese auch boot loader und der teil am anfang der partition im gegensatz zum master boot record nur nochboot record oder bootsektor. wobei das auf den mbr aber auch zutrifft - naja.
grub im mbr kennt windows so garnicht, als ob er wüsste wie er den kernel starten kann..
das wäre also der grobe zusammenhang und der grund, warum das chainloader +1 da hin muss. zu lesen: es kommt noch ein (+1) bootloader nach mir. ;)
allerdings gibts jetzt die sache auch mit abkürzungen: da grub aus der linux ecke kommt, kann er auch gleich den den kernel starten, weshalb das so auch in der menu.lst steht: kernel=.
auch der windoof bootloader (im mbr) kann das, allerdings ist witzigerweise immer im bootsektor der win partition ein bootloader vorhanden, weshalb grub da keine probleme bekommt.
bei linux ist das anders, da ist nix im bootsektor der partition (weil grub direkt aus dem mbr das system hochfeuert), man kann es aber so einrichten (grub im bootsektor der partition installieren). das ist auch der grund, weshalb beim nutzen des windows bootloaders (ntldr) im mbr das eintragen von linux ohne vorher grub im bootsektor d. partition einzurichten nicht funktioniert.
noch als hinweis wenn du weitere quellen zum thema liest: grub meint mit "stage" ein wenig was anderes - im prizip aber schon auch das gleiche, nur noch versch. dateisysteme berücksichtigend (die 1.5 stages)