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Fragevon Latrodectus vom 16.04.2020, 15:58 Options

Lösung

Technik: DSL Leitung via Widerstand runtertaktbar für Modemtest älterer Generation?

Hi,

mal eine Frage an die Feinelektroniker:

Gibt es eine Möglichkeit meine DSL Leitung (16.000 MBit)
soweit herunterzuschalten/-takten (Via Widerstand z.B.), so
dass es möglich ist für meine Kunden DSL Modems zu
testen, bzw. einzurichten die nur bis 6.000 oder 8.000 MBit spezifiziert sind?

Ich musste das bisher bei einem Bekannten machen der
nur eine 2000-er Leitung hatte. Tsja .. aber der Fortschritt
der Technik ;) Ich hatte noch versucht ihn zu überzeugen
dass eine 2000-er Leitung VÖLLIG ausreicht ;)

Also wenn irgendwer eine Bastelanleitung für sowas hat.
Ich denke mal ich spreche hier für VIELE Techniker.

LG:
Stephan


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Antwort 1 von Glurz vom 16.04.2020, 17:53 Options

Mit Wiederständen kann ich mirs nicht vorstellen, weil die ja Daten übertragen und Wiederstände ja nicht die Datengeschwindigkeit sondern die Stromspannung (oder war das Stromstärke??) verringern. Das würde nur zu haufenweisse Fehlern führen.

Sorry, kann sein, dass es doch geht, will damit nur sagen, dass ich mirs nicht vorstellen kann. Aber irgendwie kann man die Netzwerkgeschwindigkeit limitieren.

Gruss
Fabian

Antwort 2 von Supermax vom 16.04.2020, 18:10 Options

Das mit dem Widerstand ist schon die richtige Idee, weil die maximale Übertragungsrate ja von der Leitungsdämpung abhängt; allerdings ist diese kein rein ohmscher Wiederstand, sondern frequenzabhängig. Mit etwas Geschick kann man sicher einen geeigneten Filter bauen, leider sind meine nachrichtentechnischen Kenntnisse hierfür schon etwas zu eingerostet.

Antwort 3 von Latrodectus vom 18.04.2020, 10:29 Options

Also laut Telekom ist nur ein manuelles runterschalten der Leitung möglich.
Ich soll alternativ einen 2. Telefonanschluss mit einer 1000-er Leitung legen lassen um meine Modems zu testen.
Aber nur als "Service für den Kunden" für 2-3 Modems im Monat
ist das auch nicht gerade die ideale Lösung, da ja auch mit der Zeit die alten Modems komplett vom Markt verschwinden werden (leben ja auch nicht ewig).

Vielleicht hat ja noch einer eine Lösung.


LG:
Stephan

Antwort 4 von Jaja vom 18.04.2020, 10:43 Options

Zitat:
die nur bis 6.000 oder 8.000 MBit spezifiziert sind?


also entweder ist ein modem für DSL geeignet (also bis 6Mbit/s) oder für DSL2+ (bis 24Mbit/s).

ich kann mir nicht vorstellen, das es "alte" DSL2+ modem gibt, die nur 8Mbit/s können..

naja - wenn du allerdings an eine DSL2+ leitung ein DSL modem hängst, wirst du max. 6Mbit/s bekommen (abwärtskompatibel).

Zitat:
Ich hatte noch versucht ihn zu überzeugen
dass eine 2000-er Leitung VÖLLIG ausreicht ;)


verstehe ich das richtig das du nicht nur an eine DSL2+ leitung ein DSL modem (max. 6Mbit/s) hängen willst, sondern die leitungsdämpfung noch so hoch treiben möchtest, damit du "nur" mit z.b. 2Mbit/s unterwegs bist?

ich verstehe ABSOLUT nicht den sinn dieser aktion, aber theoretisch:

1. du musst einen ISP haben, der die übertragungsgeschwindigkeit nicht FIX vorgibt, sondern diese ADAPTIV aushandeln lässt - d.h. was die leitung hergibt.
ansonsten würde die verbindung beim verschlechtern der dämpfung einfach nur abbrechen.

2. hast du adaptive leistungsaushandlung, dann dürfte es ausreichen, das telefonkabel von TEA dose zum splitter einfach ein paar mal um einen ferritkern zu wickeln - du nimmst damit zwar hauptsächlich tiefe frequenzen heraus, doch dürfte das die leitungsdämpfung schon erheblich steigern..

du könntest dir auch ein spezielles kabel basteln: einfach die adern aus der umantelung lösen (nicht ganz abisolieren), dann dürfte sich der effekt verstärken. wenn du die adern dann schön parallel um den ferritkern wickelst, dürften auch ganz tolle kapazitäten entstehen, die die auch hohe frequenzen dämpfen.. irgendwann dürfte die qualität der leitung komplett unbrauchbar sein.

u.u. muss das modem jedoch erneut gestartet-> syncronisiert werden, damit es sich mit einer der dämpfung angepasst niedrigeren geschwindigkeit verbindet...

Antwort 5 von Latrodectus vom 18.04.2020, 11:33 Options

Da ich nicht weiss wie man hier "zitiert", zitiere ich mal manuell per STRG-C und V:

Dein Zitat (meine Antworten mach ich mal fett):

also entweder ist ein modem für DSL geeignet (also bis 6Mbit/s) oder für DSL2+ (bis 24Mbit/s).ich kann mir nicht vorstellen, das es "alte" DSL2+ modem gibt, die nur 8Mbit/s können..

nur teilweise richtig .... Wenn Du im Internet suchst, wirst Du bei vielen Modeminformationen die Info finden dass diese bis 8 MB gehen. Nur EIN Beispiel:
Linksys WAG54G:

Kommunikationsformen
Typ: DSL-Modem
Digital Signaling Protocol: ADSL
Protokolle und Spezifikationen: ITU G.992.1 (G.DMT), ITU G.992.2 (G.Lite)
Max. Datenübertragungsrate: 8 Mbps

Aber ich will mich hier nicht um MBits streiten. Will nur JEDES Modem an meinem Anschluss dazu bringen zu synchronisieren - WIE, das ist mir wurschd.


naja - wenn du allerdings an eine DSL2+ leitung ein DSL modem hängst, wirst du max. 6Mbit/s bekommen (abwärtskompatibel).

Da muss ich Dich korrigieren. Der Chipsatz kann das gar nicht verwerten, so dass eine Synchronisation erst gar nicht möglich ist. Ein altes DSL Modem (die ersten konnten sogar nur 2000 oder 3000 MBit verarbeiten) wird an einer (das A hast vergessen - da Du es ja schon so genau nimmst ;) ) ADSL+ Leitung also nichts anderes tun als nur zu blinken. Viele meiner Kunden hatten nach einer Leitungsaufrüstung damals ein solches Modem sogar weggeworfen, weil sie der Meinung waren es ist defekt, was aber nicht der Fall war. Ein neues Modem hatte nur deshalb funktioniert, weil es auf die neue Leitungsgeschwindigkeit (ADSL+) spezifiziert war.

verstehe ich das richtig das du nicht nur an eine DSL2+ leitung ein DSL modem (max. 6Mbit/s) hängen willst, sondern die leitungsdämpfung noch so hoch treiben möchtest, damit du "nur" mit z.b. 2Mbit/s unterwegs bist?

Nein, ich will nur soweit runter, dass das Modem synchronisiert. Wieviel MBit das dann wirklich sind, ist mir Sch...egal. Die 2 Mbit Leitung hatte ein Bekannter von mir, bei IHM habe ich die Modems sonst getestet. Aber das steht ja auch ziemlich eindeutig oben

Deine Tipps mit dem Ferritkern werde ich mal testen. Müsste irgendwo noch so 2 Blöcke liegen haben. Das Problem wird nur sein, dass das Kabel zum Splitter recht kurz ist, und längere nicht verfügbar sind. Habe gerade mal nachgesehen - die RJ-11 Stecker mit der "versetzten Nase" zum selberkrimpen gibt es nicht. Oder reicht die kurze Wicklung aus? Ich denke mal das ich da schon einige Wicklungen brauchen werde. Vielleicht habe ich sogar noch eine TAE-F Verlängerung irgendwo.


LG:
Stephan

Antwort 6 von der-bettler vom 18.04.2020, 11:37 Options

OT: Zitieren kannst du indem du das Zitierte in den Text kopierst, markierst und auf den Button "Quote" über den Textfeld klickst.

Zitat:
Ich bin ein Beispiel



mfg der-bettler

Antwort 7 von ChatAlligator vom 18.04.2020, 12:59 OptionsLösung

Lösung
Von jeder Möglichkeit, die Leitung auf irgend eine Art zu dämpfen würde ich dringend abraten. Zwar einigen sich Knotenpunkt und Modem gegebenenfalls auf eine niedrigere Transfergeschwindigkeit, dafür neigt die Synchronisationszeit dazu, sich zu verlängern - und das ist doch genau das, was du vermeiden möchtest.

Vermeide alles, was eine höhere Impedanz erzeugt (z.B. eine Lüsterklemme stört die Impedanz in etwa so viel, wie 400m Kabel). Entsprechend sollte die Leitung zwischen Hausverteiler und TAE-Dose nicht gestückelt sei (schon gar nicht mittel Kabelstücken, die nicht der Norm entsprechen). Wenn eine Stückelung unvermeidbar ist, dann ist eine Verlötung der Kabelenden von Vorteil, da Lötzinn weniger Korrosion erzeugt als Kupfer (Achtung bis zur TAE ist die Leitung Hoheitsgebiet der T-Com). Die Gesamtlänge der DSL-Leitung (Telefonnetz/ >> TAE >> Splitter >> Modem) möglichst kurz halten und wie gesagt Drahtenden als Kontaktstelle nicht aus blankem Kupfer belassen. Ein eventuell zwischengeschalteter Überspannungsschutz vermindert ebenfalls das Signal und das Modem sollte eine entsprechend geringe Eigenimpedanz aufweisen. So ist in kritschen Bereichen (zu weit vom Knotenpunkt entfernt eine hohe Eigenimpendanz des Modems zu vermeiden. Eine hohe Eigenimpendanz zeigen z.B. sowohl Standardmodems der T-Com von ca. 2002 und die moderne Fritz-Box. Eine niedrige (günstige) Eigenimpendanz zeigen z.B. Teledat-LAN und Speedport. Auch desto näher mehrere DSL-Leitungen (z.B. innerhalb des Hauses) neben einander liegen, desto stärker beeinflussen sie sich gegenseitig negativ.
Mein eigener DSL-Anschluss ist so weit vom Knotenpunkt entfernt, dass ich nur eine Lite-Version fahren kann (748kBit/s ? Download). Synchronisationsprobleme ließen mich oft den T-Com-Service, der mich auf die Problematik am Telefon und vor Ort aufmerksam machte. Die Bearbeitung meiner Leitung (gemäß der von mir angeführten Punkte) brachte mir eine Minderung der Synchronisationszeit von 2h auf wenige Sekunden.

Antwort 8 von Jaja vom 18.04.2020, 13:08 Options

au mann

Antwort 9 von Latrodectus vom 18.04.2020, 18:18 Options

Zitat:
Quote


Na Super ... SCH... Englisch ;)
Man könnte ja wenigstens einen Deutschen Text in einen Button schreiben - z.B. mit Java MouseRollover oder sowas ..

Nun denn, die Antwort von Chatalligator hört sich sehr professionell - und auch einleuchtend an.
Muss ich mir wohl einen anderen Bekannten mit einer
"kleinen" DSL Leitung suchen der nichts gegen meine 2-3 Modemtests im Monat einzuwenden hat.

Echt frustrierend, da ja sonst eigentlich jedes Problem irgendwie gelöst werden kann, und auch die Patentamte voll von allem (un)möglichen Schrott sind. Überall gibt es Bastelanleitungen um irgendwelche Sperren auszuhebeln oder Tips die an der Grenze der Legalität liegen - die dann zum Ziel führen.

Wirklich schade.
Aber ich Danke euch für euren Einsatz !

LG:
Stephan

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