Zitat:
Die Dame saß in einem CallCenter und erzählte auf meine Nachfrage, dass es wirklich viele Kunden gibt, die dort am Telefon herumschreien und sich derart derbe auslassen, dass es nicht mehr auszuhalten ist.
Die andere Seite der Medaille sind die Kunden, die von einem Callcenterplatz zum nächsten durchgestellt werden, die für insgesamt 5 Minuten, in denen sie echte Menschen an der Strippe haben 30 Minuten übelste Warteschleifenmusik über sich ergehen lassen müssen und die, nachdem sie wie eine Schallplatte ständig wiederholen dürfen, was sie für ein Problem haben, immer nur als Antwort bekommen, dass man da gar nicht zuständig sei und man den Kunden weitervermittle...
Da könnte man auf den Gedanken kommen, es wird ausgetestet, wie tief man die Kunden in die Verzweiflung treiben kann. "Ich stell dir jetzt mal einen durch, der heult fast schon, hör dir das mal an ..."
Den ersten 4 Anprechpartnern erklärt man sein Problem noch nett und freundlich, aber dann sollte man auch mal irgendwann an jemanden vermittelt werden, der einem helfen kann. Wenn das nicht passiert - wenn man nach 8 Callcenterstationen teilweise sogar wieder bei dem landet, bei dem man angefangen hat - kann ich es durchaus nachvollziehen, wenn man nicht mehr die Freundlichkeit in Person ist.
Natürlich gibt es auch Kasper, die sofort losbrüllen und die vielleicht durch Freundlichkeit auf der anderen Seite des Telefons nur noch weiter gereizt werden. Ich glaube aber nicht, dass diese Leute die große Mehrheit sind.
Grüße
Sue