Ich habe ein Problem (nur für Raucher)
Hallo Leutes,
ich stehe vor einem echten Dilemma. Ist es nun besser sich die Zigaretten von Fall zu Fall zu stopfen, oder auf Vorrat?
In der Einzelanfertigung raucht man (also ich) eindeutig weniger. Allerdings befinde ich mich im Laufe des Tages an oder in den verschiedensten Lokalitäten und krümle die dann alle voll. Mein Krümelanteil beträgt da schätzungsweise 10 % und die werden dann leider in den lokalen Müll gekehrt. Weiterhin vergesse ich bei dieser Methode immer mal wieder, den Deckel auf die Tabak-Dose zu stülpen. Effekt: Das Zeugs wird schnell trocken, krümelt noch mehr und kratzt im Hals.
Bei der Fertigung eines Tagesvorrates bestehen diese Probleme nicht. Man krümelt nur an einer Stelle und kann sogar diese Ausfälle gleich wieder in dem Produktionsprozess zuführen. So werden aus 10 % Schwund vielleicht gerade mal 0,5 %. Weiterhin passiert es äußerst selten, dass man (also ich) das Verschließen der Dose vergisst und so bleibt der Tabak länger feucht und das Kratzen im Hals hält sich in Grenzen.
Spricht eigentlich alles für eine Produktion auf Vorrat, aber... Damit mir das Stopfen nicht zu langweilig wird, brauche ich etwas Ablenkung. Und da beide Hände zu tun haben, kann diese leider nur passiv sein. Ergo: Beim Stopfen fernsehen. Dort kommt leider immer soviel Müll, dass ich doch ständig eine Hand zum Zappen abgeben muss und entsprechend lange zum Stopfen des Vorrates benötige. Stellt sich also die Frage: Schneller stopfen und dabei verblöden oder länger stopfen und nur fast verblöden?
Ich hoffe, dass mir jemand aus diesem Dilemma heraushelfen kann.
Gruß
Fred
P.S.: Da ich ausdrücklich nur die Raucher angesprochen habe, fällt 'Nichtrauchen' als Tipp natürlich flach. Außerdem bin ich schon seit Jahrzehnten erfolgreicher Nichtraucher. Von 2-6 Uhr, sofern nichts dazwischen kommt.
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Antwort 1 von Lungenmensch vom 09.02.2019, 19:41 Options
Hallo Fred,
ich hatte exakt das gleiche Problem. Eine wirkliche Lösung kann ich dir leider nicht anbieten.
Ich habe meine Heim-Produktion eingestellt und bin wieder Automaten-Junkie geworden.
Gruß
Lunge
Antwort 2 von spectral vom 09.02.2019, 19:45 Options
Hm, endlich mal wieder ein thread, der 80% der Benutzer hier ausschließt.
Eine simple Lösung wäre, statt fernzusehen einfach Musik zu hören. Allerdings hält sich seit jeher die Meinung nur Klassik würde nicht verblöden. Wer nun keine klassische Musik mag, steht erneut vor dem Problem, möglicherweise zu verblöden.
Jetzt hier der Knackpunkt, der alles auflöst:
Im Prinzip wirkt ja jede sich wiederholende Tätigkeit irgendwann abstumpfend. Das Zigarettendrehen selbst, könnte irgendwann stupide werden. Ich würde stets eine andere begleitende Tätigkeit ausüben, oder jemanden finden, der die Zigaretten für mich dreht. Während ich einen Besuch im Museum mache oder ein gutes Buch lese, z.B.
Irgendwann, genug Zeit vorrausgesetzt, wirkt der immerselbe Zigarettensklave natürlich auch abstumpfend. Und man verliert sicher irgendwann alle Freunde, die einem über die Jahre nur Zigaretten gestopft haben.
Da empfiehlt sich der pawlowsche Ansatz, diesen Leuten stets eine Belohnung zukommen zu lassen, aber ich schweife raketenmässig ab...
Wie war die Frage?
grüße von der raucherfront,
spectral
Antwort 3 von Teerloser vom 09.02.2019, 20:06 Options
Zitat:
Da ich ausdrücklich nur die Raucher angesprochen habe, fällt 'Nichtrauchen' als Tipp natürlich flach.
Hi Fred! Ich will dich wirklich nicht bekehren, wozu auch? Obwohl ich seit gut 6 Jahren NICHTRAUCHER bin, so weiß ich trotzdem wovon ich rede.
Ich habe schließlich eine über 20jährige "Karriere" als Kettenraucher hinter mir :-((
Also ich habe gedreht, gestopft. Zigaretten stangenweise gebunkert etc.
Natürlich raucht man bei der Einzelanfertigung erfahrungsgemäß weniger. Das ist wohl so, wegen der FAULHEIT.
Aber was das Krümeln angeht, so sei doch dankbar für jedes Gramm, das nicht deine Lunge passieren muß.
Ich persönlich habe es im Grunde genommen erst geschafft, nachdem ich miterleben mußte, wie ein guter Kumpel von mir elend an Lungenkrebs "krepiert" ist.
Sorry, aber anders kann ich es nicht ausdrücken.
PS: Vermutlich werde ich mit diesem Beitrag nichts bei dir erreichen.
Mir war sowas früher auch SCHEI..-EGAL...und ich bin heute weiß Gott auch kein Gesundheitsapostel, denn viel gesünder lebe ich auch heute nicht.
ABER zumindest ohne Teer ;-)
Dennoch: Wenn du so weitermachst, wird der Tag kommen, an dem dich andere Probleme als "TABAKKRÜMEL" beschäftigen werden.
Aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied...
MfG
Antwort 4 von spectral vom 09.02.2019, 20:13 Options
Hallo Teerlooser,
Du hast nicht zufällig eine Sucht gegen eine andere getauscht? So z.B. Rauchen gegen das zwanghafte Bekehren Anderer? Nein? Na dann, gut.
specral
Antwort 5 von Flintstone vom 09.02.2019, 21:09 Options
@Teerloser,
obwohl mir deine Gedankengänge nicht ganz fremd sind stoßen sie trotzdem leider nur auf eine ohnehin bereits beeinträchtigte Hörfähigkeit. Und die hängt definitiv nicht mit dem Rauchen zusammen.
Auf diese (meine) Einstellung möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Das würde ja an der von mir selbst gestellten Fragestellung vorbeigehen. ;-)
Gruß
Fred
Antwort 6 von Flintstone vom 09.02.2019, 21:11 Options
@Lunge,
bleib hier mal dran, eventuell findet sich ja doch eine Lösung für unser Problem.
Das mit dem Automaten ist für mich keine Alternative. Wenn ich mir den leisten könnte, würde ich bestimmt nicht stopfen. Außerdem wollen die seit dem 1.1. meine EC-Karte sehen. Was ist das eigentlich?
Gruß Fred
Antwort 7 von Flintstone vom 09.02.2019, 21:22 Options
@Spectral,
mein Thread schließt immerhin nur 80% der Benutzer aus, woher immer du diese Angabe auch bezogen haben magst. Sollte das sowas wie eine neidvolle Anerkennung sein?
Deinen Tipp mit der Musik hatte ich mir selber auch schon gegeben. Da ich jedoch ziemlich viel rauche kann ich meinen MP3-Fundus inzwischen fast schon mitsingen. Und im (Online-)Radio kommen eh nur immer die gleichen 50 Titel, egal von welchem Sender und auch egal, ob die mir selbst auch gefallen.
Über einen Zigarettensklaven habe ich noch nicht nachgedacht, was müsste man dem eigentlich als Gegenleistung bieten, damit er nicht gleich wieder davon läuft?
Meine Zigarettensklavin stopft leider nur für den Eigenbedarf, dafür stumpft sie trotz sich wiederholender andrer Tätigkeiten nicht ab. ;-) Hat auch was für sich und wirkt durchaus dämpfend auf die Nikotinsucht. Mir jedoch auf diese Art das Rauchen ganz abzugewöhnen wäre allerdings ziemlich anstrengend und könnte dann ggf. auch abstumpfend werden. Noch ein Dilemma.
Gruß
Fred
Antwort 8 von spectral vom 09.02.2019, 21:43 Options
Mit den 80% meinte ich nur, daß zwölfjährige kaum selbst drehen. Hat hier nicht direkt reinzugehören.
Deine Lady jede zweite Zigarette nicht rauchen zu lassen und stattdessen an Dich zu geben, hast du sicherlich schon ausprobiert.
Funktioniert am Anfang aber auch nicht ewig, ich weiß schon.
Tja, ich geh' manchmal zum Drehen in ein Observatorium.
Eine ruhige Stimme redet im Hintergrund, während sich über einem Sterne drehen. Ist durchaus eine schöne Gelegenheit, um ein paar Dutzend Zigaretten zu drehen. Aber mehr fällt mir auch nicht ein, jetzt so auf die Schnelle.
Achne, doch: Du könntest (als Autofahrer) bei Rotphasen mitten auf die Kreuzung fahren, austeigen und mit dem Stopfen beginnen. Viel wirst Du nicht drehen können, aber so schnell wie nie zuvor. Und langweilig wirds auch nicht. Ich spreche dabei aus Erfahrung...
Hilft natürlich auch nicht ewig lange....,
spectral
Antwort 9 von Teerloser vom 09.02.2019, 22:39 Options
@spectral A4:
NEIN, habe ich nicht. Ich schrieb ja auch
Zitat:
Ich will dich wirklich nicht bekehren
@Flintstone A5: Und dennoch sehe ich ein kleines Lichtlein am Ende des Tunnels. Ich meine die Tatsache, daß du dir schon mal Gedanken darüber gemacht hast. Du bist halt noch nicht so weit.
Auf alle Fälle gibt es zugegebenermaßen schlimmere Wege, sich umzubringen. Da ist das Rauchen sicherlich eine angenehme Art. Allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt (Stadium).
Wünsche dir jedenfalls ALLES GUTE für die Zukunft, und daß du, wenn´s schon sein muß, das Problem mit dem Stopfen hinbekommst .
Grus TL
Antwort 10 von Juergen54 vom 09.02.2019, 22:45 Options
Hallo,
Rauche doch nur noch zu Hause. Und zwar Pfeife-
Gruß
Antwort 11 von Flintstone vom 09.02.2019, 23:29 Options
@Spectral,
ich drehe nicht, ich stopfe!
Deinen Tipp mit dem Observatorium habe ich mal kurz durchdacht. Die richtige Lösung ist das für mich aber nicht. Wenn ich mir so vorstelle mit dem einen, fest an das Okular gepressten Auge dem Lauf der Sterne (und des Okulars) zu folgen und mit dem anderen Auge gleichzeitig darauf zu achten, dass ich diese wissensachftliche Beobachtungsstätte nicht mit Tabakkrümeln entweihe, nee, das is mir nix. Wobei ich mich natürlich auch frage, was eine ruhige Stimme im Hintergrund dort ständig herumzubrabbeln hat. Oder meintest du eventuell ein Planetarium? Dort wird natürlich ständig gebrabbelt. Allerdings ist es dort auch bis auf die die Sterne darstellenden Lichtpunkte an der Decke stockduster, was bestimmt zu einer erhöhten Streuung des Tabakbestandes führt. So nett diese Idee ist, sie fällt leider für mich und meinen genetisch bedingten Ordnungssinn aus.
Dein Tipp mit der Rotphase würde für andere Leute gewiss einen Geniestreich gleichkommen, ich bin allerdings auf Kurzstrecken Radfahrer und auf Langstrecken Bahnkunde. Und leider fahre ich nicht oft genur mit der Bahn um mir bei dieser Gelegenheit einen Zigarattenvorrat bis zur nächsten Fahrt anzustopfen. Eine entprechende Verkürzung der Fahrintervalle kommt logischerweise nicht in Betracht, bei den aktuellen Bahnpreisen käme ich mit dem Kauf fertiger Zigaretten dann wieder günstiger weg.
Deinen Vorschlag mit der 'Lady' möchte ich hier lieber nicht kommentieren, mir ist soeben 'hintenrum' für diesen Fall bereits verbale Prügel angedroht worden.
Mein Problem bleibt also trotz deiner aufopferungsvollen Hilfe weiter bestehen.
Gruß
Fred
Antwort 12 von Flintstone vom 09.02.2019, 23:32 Options
@Jürgen,
ich bin mir jetzt etwas unschlüssig, ob ich das als wertvollen Hinweis oder verschleierten dann-rauch-halt-nicht-Tipp einordnen soll.
Gruß
Fred
Antwort 13 von Juergen54 vom 12.02.2019, 10:41 Options
Hallo Fred ,
Nee nee, da ist nichts verschleiert.
Den besten rauch-halt-nicht-Tipp würde ich selber gerne wissen.
Bis jetzt hat noch keiner geholfen.
Wahrscheinlich muss man sich selbst in den A.r.sch treten können. Aber wer kann das schon.
Viele Grüße
Antwort 14 von spectral vom 12.02.2019, 18:47 Options
ich frage mich ernsthaft, warum sich Leute der meist schwierigen, bewußten Entwöhnung unterziehen. Meine erste Wahl wäre Hypnose. Ich kenne niemanden, bei dem es funktioniert hat, aber nur deshalb, weil ich keinen kenne, der es versucht hätte. Dabei sollen sich Menschen unter Hypnose doch alles suggerieren lassen.
Eine Abneigung gegen das Rauchen scheint da mir vergleichsweise simpel zu sein...
Werde das sicherlich irgendwann ausprobieren.
spectral
Antwort 15 von Flintstone vom 15.02.2019, 07:35 Options
@ Jürgen & spectral,
ein Schulfreund von mir hat sich vor rd. 5 Monaten erfolgreich (?) das Rauchen abgewöhnt. Seine etwa 30 Jahre jüngere Freundin hatte seine in gewissen Situationen doch recht schnell eintretende Kurzatmigkeit und das morgendliche Bellkonzert im Bad irgendwann mal zum wiederkehrenden Gesprächsthema gemacht. So hat er sich zwangsläufig selbst auf seine schwarze Ledercouch begeben und per Selbsthypnose eine Rauchaversion angehängt.
Nun kann er mich allerdings einfach nicht mehr riechen und ich muss jetzt mitten im Winter und bei diesem ständigen Schneegestöber bei meinen Besuchen raus auf den Balkon, um mal eine durchzuziehen. Egal ob fertig gekauft, gestöpselt, gestopft oder gedreht.
Um unsere jahrzehntelange Freundschaft nicht zu gefährden hat er mir angeboten, mich ebenfalls zu hypnotisieren. Hat aber leider nicht geklappt. Er wollte einfach nicht einsehen, dass für einen bleibenden Erfolg seiner Therapie auch die Überlassung seiner Freundin an mich notwendig wäre.
Ich stehe also weiterhin vor der Frage, ob stopfen auf Vorrat nun besser ist, als stopfen von Fall zu Fall.
Gruß
Fred
Antwort 16 von aLeda vom 16.02.2019, 14:15 Options
Servus,
ich kenn das.Ich bin vor einiger Zeit von Zigarette auf Taback umgestiegen und drehe nun selbst, mit dem interessanten nebeneffekt, daß ich eben deutlich weniger rauche.
Nun zur Kardinalsfrage Situationsbedingt oder auf Vorrat.Was heißt bei dir auf Vorrat?50 oder 100Stück?
Ich drehe maximal 3Stück auf Vorrat, geht recht schnell und die nächsten 2-3Stunden können kommen.Wegen deiner Verblödungstheorie...öhm...schalt ab und lese nebenbei im Internet Zeitung oder telefoniere über Freisprech...laß dir halt was einfallen.
Äh...kennst du schon die aLeda bzw. aLedinha Blättchen zum drehen?Kommen aus Brasilien, 100% Celulose und 95%Transparent.Sieht aus wie eine Folie und kommt so cool....die könnten deinem gedrehe mal nen neuen Pfiff geben.
Hallo Fred,
ich selber hege eine tiefe, nicht genau begründbare Abneigung gegen das Auf-Vorrat-Stopfen, nicht jedoch gegen Auf-Vorrat-Stopfer, bei denen ich mich bis zum Erreichen meiner persönlichen Schamgrenze gern bediene.
Fest steht: Zigarettenstopfen in Serie ist eine außerordentlich nervtötende Angelegenheit, die gerade so viele Ressourcen bindet, dass man nicht gleichzeitig lesen, einen guten Film gucken, stricken oder im Supportnet posten kann und ist dabei in etwa so anspruchsvoll wie das Sortieren von Müll oder Akten.
Bei der Gelegenheit ein wichtiger Hinweis an spectral, aLeda und die anderen geschätzten Kollegen von der Drehfraktion: Bitte unterscheidet unbedingt zwischen Zigarettenstopfen und -drehen! Diese beiden Herstellungsmethoden sind in keiner Weise miteinander vergleichbar. Drehen kann man in beinahe jeder Lebenslage, in der man auch rauchen kann/darf/will, wenn man nicht gerade dicke Handschuhe trägt. Ein routinierter Dreher muss die meisten Tätigkeiten, wenn überhaupt, kaum länger unterbrechen, als nähme er sich eine fertige Zigarette aus der Packung. Mal eben eine drehen kann man, wie ihr wisst, ohne auch nur Hinzugucken, im Sitzen, Stehen, Liegen, beim Gehen, Autofahren, Reiten (s. Lucky Luke), Telefonieren, Lesen, Fernsehen und meinetwegen im Observatorium, Planetarium oder Museum.
Ganz anders sieht es beim mobilen Fall-zu-Fall-Stopfen aus. Man nehme: Eine glatte, leere, halbwegs saubere Fläche von mindestens doppelter Tastaturgröße (ca. DIN-A3) mit einer geeigneten Sitzgelegenheit davor, entnehme dem zu diesem Zwecke mitgeführten voluminösen Beutel eine große fragile Pappschachtel mit noch fragileren leeren Zigarettenhülsen (250 Stck) und hoffe, dass die Schachtel sich beim Transport nicht geöffnet und der Inhalt sich in den Transportbehälter geleert hat und somit unbrauchbar geworden ist, eine 200-Gramm-Dose Tabak mit den Ausmaßen einer handelsüblichen Teekanne, ein Stopfmaschinchen und ein Feuerzeug. Man baue alles auf besagter glatter Fläche auf, öffne Schachtel und Tabakdose, klappe das Stopfmaschinchen auf, fädle eine Hülse auf die Führung und verteile eine sorgfältig zu bestimmende Portion Tabak so gleichmäßig wie möglich in der dafür vorgesehenen Kammer. Nun klappe man das Stopfmaschinchen zu, so dass der Deckel einrastet und das Ende der Hülse so eingeklemmt wird, schiebe mit Kraft und Druck aber doch gefühlvoll den oberen Teil des Maschinchens mit der Hülse bis zum Anschlag und vorsichtig wieder zurück, während man den unteren Teil mit der anderen Hand fixiert, entnehme die fertige Filterzigarette, zünde sie an, kehre die Tabakkrümel zusammen und räume alles wieder sorgsam in den Transportbeutel.
Das ist dann eher was für Leute, die das Rauchen sowieso aufgeben wollen und keine Lösung für Raucher, die nur das verhasste Marathonstopfen vermeiden wollen.
Hier mein Weg aus dem Stopfdilemma, Fred:
Richte innerhalb deines üblichen Aktionsradius' mehrere "Stopf-Accesspoints" ein, bei denen du jeweils Hülsen, Tabak und ein Stopfmaschinchen parkst. Die Investitionen sind überschaubar, die zeitraubenden Vorarbeiten entfallen weitgehend und eine einzelne Zigarette ist in wenigen Sekunden hergestellt. Der offensichtlich erwünschte Effekt des automatischen Wenigerrauchens durch Einzelproduktion bleibt trotzdem erhalten. Denkbar wären z.B. eine oder mehrere Stopfstationen zu Hause, am Arbeitsplatz, bei der Exfrau und/oder Geliebten, auf dem Landsitz/der Stadtvilla, der Stammkneipe u.v.m. Als Steigerung könnte man die Stopfstationen selber noch zu mobilen machen, indem man z.B. eine Art Tablett mit den Utensilien ausstattet, welches zum jeweiligen Rauchplatz verbracht und deinem erklärten Ordnungssinn folgend auch mal unter dem Bett verschwinden kann.
Na, was sagst du dazu?
Gruß
Seven
Antwort 19 von Sue vom 16.02.2019, 19:58 Options
Ui, Seven, du machst es aber kompliziert. Abgesehen von Tabakdose und Hülsen brauche ich genau die Fläche eines aufgeklappten Stopfgerätes zum Drehen ("Stopfen" ist ein dämliches Wort, deswegen heißt es bei mir drehen :-). Drehgerät aufklappen, Tabak rein, Gerät zu, dann erst die Hülse vorn rein und zum Füllen nehm ich das Ding in die Hand.
Zum Dilemma:
Ich hab lange auf Vorrat gedreht, seit etwa 1 Jahr drehe ich immer nur bei Bedarf, maximal 1 oder 2 auf Vorrat, wenn ich zB weiß, dass ich später dreckige / nasse Hände haben werde (dann klebt der Tabak so unter den Fingernägeln, igitt).
Für Unterwegs drehe ich immer vor, weils mir einfach zu umständlich ist immer Gerät, Hülsen und Tabak mitzunehmen. Ich drehe aber nur gerade so viel, wie nötig ist. Wenn das zu wenig ist wird eben nicht mehr geraucht.
Auf Vorrat drehen kann ich gut beim Fernsehen. Nur auf die Glotze starren finde ich meistens recht langweilig, gleichzeitg drehen ist gerade genug Ablenkung. Und "Vordrehaktionen" finden dann eben statt, wenn ich eh grad vor dem Fernseher sitze, bei den Nachrichten oder Dr. House.
Aber mal ne ganz andere Frage:
Welchen Tabak raucht ihr? Wir wechseln immer mal zwischen Next und JP red, aber Next ist so krümelig und JP oft sehr feucht. Außerdem sind nur noch 175g bzw 170g drin. Auch verbreitet sich der (teure) Volumentabak immer mehr. Welche günstigen Alternativen gibt es (außer aufhören)?
Grüße,
Sue
Antwort 20 von Flintstone vom 16.02.2019, 22:43 Options
Hallo Seven,
es war mir vollkommen klar, dass du auf diesen Thread anspringst, wenn es auch etwas gedauert hat. ;-)
Dass du dich bei Auf-Vorrat-Stopfern bis zum Erreichen deiner persönlichen Schamgrenze bedienst, steht für mich selbstverständlich absolut außer Frage. Es ist aber einfach nicht fair, du nutzt hier ganz egoistisch persönliche Schwächen eines Leidensgenossens und Mitrauchers aus. Ist halt alles eine Frage des Charakters. Lauter oder nicht lauter, ist bei dir natürlich keine Frage.
Zigarettenstopfen in Serie ist zugegebenermaßen eine außerordentlich nervtötende Angelegenheit, aber andererseits auch so anspruchslos, dass man dabei durchaus gleichzeitig lesen oder einen guten Film gucken kann. Stricken, Nähen, Bügeln, Kochen, Putzen, Kindererziehung usw. oder auch im Supportnet posten, fallen natürlich als Nebentätigkeit aus. Dazu werden ja die Hände ebenfalls benötigt. Mich interessierende Filme werden leider auch nicht so oft gesendet, dass ich damit meine täglichen Auf-Vorrat-Stopf-Phasen überbrücken könnte.
Mobiles Fall-zu-Fall-Stopfen lässt mein Gewissen und mein Konto nicht (mehr) zu. Darunter hatten in der Vergangenheit mitunter mir vollkommen fremde Menschen zu leiden und meine Kfz-Versicherung hat mir bereits nach dem ersten Totalschaden die Freundschaft gekündigt. Der zweite Versicherer musste auch noch zahlen, aber dann war mein Name per zentraler Datenbank in Versicherungskreisen endgültig bekannt und nun bin ich wegen der blöden Raucherei auf Fernstrecken Bahnfahrer. Die dort zugewiesene 'glatte, leere, halbwegs saubere Fläche' lässt leider auch nur eine Entscheidung zwischen Schleppi ODER Stopfmaschine zu. Wenn man da nicht auf Vorrat gestopft hat, steht man (wieder mal) vor einem echten Dilemma. Wie händelst du das eigentlich bei Strecken über mehr als x00 km? Glatte (ebene?) Flächen im A3-Format sind mir bei PKWs in Fahrerreichweite nicht bekannt, aber eventuell hatte ich ja nur bei der falschen Marke gekauft.
Mehrere "Stopf-Accesspoints" (bzw. Stopfstationen) sind für mich leider keine Alternative, mich regt ja schon die Krümelei um meinen Stammplatz auf. Daran ändert auch der Weniger-Rauchen-Vorteil einer einzelnen, in wenigen Sekunden hergestellten Zigarette nichts. Die Exfrau und/oder Geliebte stehen leider zur Beseitigung der Krümelschäden nicht zur Verfügung, außerdem gibt es bei diesen Gelegenheiten andere Prioritäten. Ein 'Tablett mit den Utensilien' wird bei mir bestimmt aus diesem Grund auch nicht 'mal unter dem Bett verschwinden' können, mein Schlafzimmer ist rauchfreie Zone! Da bin ich sogar mir selbst gegenüber hart.
Zitat:
Na, was sagst du dazu?
Gruß
Fred
Entschuldige bitte, dass meine Antwort nicht ganz so lang ausgefallen ist wie deine. Ich habe ausgerechnet dabei das Von-Fall-zu-Fall-Stopfen getestet.