Malware-Armageddon 2008: G DATA veröffentlicht Halbjahres-Report Options
von
FeithComp vom
03.07.2020 - 204 Hits -
Wer kennt nicht die Offenbarung des Johannes, der Tag des jüngsten Gerichts wird dort ausführlich beschrieben. Bisher blieben wir davon glücklicherweise verschont - oder vielleicht doch nicht? Der aktuelle Malware-Halbjahresbericht von G Data verheisst dem Internet nichts Gutes. Zwar ereilt uns nicht der Zorn Gottes, aber die Macht der Virenschreibern bekommen Anwender in bisher ungeahnter Weise zu spüren.
Mehr als 1500 Schädlinge prasseln demnach täglich auf die Online-Gemeinde herein.
Ralf Benzmüller, Virenexperte bei G Data:„Online-Kriminalität ist zu einem industriellen Komplex herangewachsen, der sich an marktpolitischen Gesichtspunkten orientiert. So wie im produzierenden Gewerbe, sind arbeitsteilige Prozesse bei Online-Kriminellen gang und gäbe. Das Ergebnis sind hochleistungsfähige eCrime-Unternehmen, die Schadprogramme wie am Fließband produzieren können. Mit einer Abnahme der zur Zeit anhaltenden Malware-Flut rechnen wir daher nicht. Der Wettkampf zwischen Online-Kriminellen und Antiviren-Herstellern hat in ungeahnter Weise an Schärfe zugenommen.2008 hat bereits jetzt alle bisherigen Rekorde gebrochen und ein weiteres unerfreuliches Kapitel in der Geschichte des Internets geschrieben.“
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres registrierten die G DATA Security Labs mehr als 318.000 neue Malware-Kreationen - mehr Schadcode als im gesamten Rekordjahr 2007. Bei einer gleichbleibend hohen Zuwachsrate, würde dies bis Ende 2008 einen Anstieg um nahezu 500 Prozent bedeuten. Entwarnung hingegen für Besitzer von Smartphones. Die prognostizierte Gefahr für diese Geräte hat sich als Marketing-Luftblase herausgestellt. Im gleichen Zeitraum tauchten lediglich 41 neue Viren auf. Online-Kriminelle betrachten Smartphones weiterhin nicht als lukrative Einnahmequellen.