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70 Prozent aller verkauften Flat-TVs sind HD-ready Options

von tonja vom 22.01.2019 - 204 Hits -

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland erstmals mehr Flachbildfernseher als herkömmliche Röhrengeräte gekauft. Der Absatz von schlanken LCD- und Plasmafernsehern kletterte von 1,6 Millionen (2005) auf 3,0 Millionen (2006) – ein Plus von 87 Prozent. Gleichzeitig gingen die Verkäufe von Röhrengeräten um 33 Prozent von 4,1 Millionen (2005) auf 2,7 Millionen (2006) zurück. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. „Damit ist der Generationswechsel bei neuen Fernsehern endgültig vollzogen. Wir erwarten nun, dass sich der Trend weiter verfestigt. Schon in diesem Jahr wird der Absatz von LCD- und Plasmageräten voraussichtlich die Marke von vier Millionen erreichen“, sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms.

Mit dem Siegeszug der Flachbildschirme ist in immer mehr Haushalten auch der Empfang von hochauflösendem Fernsehen möglich. Etwa 70 Prozent der 2006 verkauften LCD- und Plasmafernseher sind HD-ready. Werden die Verkäufe aus den Vorjahren hinzugerechnet, so hatten Ende 2006 bereits 2,5 Millionen Haushalte einen HD-ready-Bildschirm. Zu diesem Ergebnis kommt eine exklusive Untersuchung des Beratungsunternehmens Goldmedia für den BITKOM. Ende 2007 werden voraussichtlich sogar 5 Millionen und Ende 2011 gut 17 Millionen Haushalte mit der neuen Technik ausgestattet sein. „Bisher beschränken sich die HDTV-Programme in Deutschland zwar meist noch auf Pay-TV-Angebote. Doch das wird sich bald ändern“, sagte Harms. „Große Sportevents wie die Olympischen Sommerspiele 2008 haben das Potenzial, HDTV auch im frei empfangbaren Fernsehen durchzusetzen.“

Wer HDTV-Programme empfangen möchte, benötigt dazu allerdings einen digitalen Fernsehanschluss. Über diesen verfügten im vergangenen Jahr 31,6 Prozent aller deutschen TV-Haushalte – dank DVBT-Antenne, Kabel oder Satellit. Der BITKOM erwartet, dass sich künftig noch mehr Deutsche für einen digitalen Anschluss entscheiden. Es lassen sich nicht nur mehr Programme empfangen, auch Bild- und Tonqualität verbessern sich. „Zudem wird sich das digitale Fernsehen über das Internetprotokoll als vierter Übertragungsweg durchsetzen, neben Antenne, Kabel und Satellit“, sagte Harms. „Das treibt den Markt zusätzlich an.“
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