Vorsicht beim Kamerakauf: Die Marketing-Tricks der Hersteller Options
von
tonja vom
01.11.2018 - 225 Hits -
Rund 1.000 neue Digitalkameras kommen allein in Deutschland Jahr für Jahr auf den Markt. Doch nicht jedes Modell bietet dem Käufer nennenswerte
technische Verbesserungen. Diese fehlenden Innovationen ersetzen viele Hersteller gerne durch mutige Preiserhöhungen gepaart mit noch mutigerem Marketing. Die Grenzen zwischen Dichtung und Wahrheit verlaufen dabei eher fließend. Das Fotomagazin CHIP FOTO-VIDEO digital entlarvt in seiner aktuellen Ausgabe typische Mogelversuche
und Werbegags, mit denen Hersteller auf Kundenfang gehen.
13 Marketing-Tricks prangert das Monatsmagazin an. Die Palette
reicht dabei von kühnen Übertreibungen über falsche technische Daten
bis hin zu sinnlosen Features. Chefredakteur Florian Schuster nennt
ein Beispiel: "Viele Hersteller statten selbst einfache
Kompaktkameras gern mit hohen ISO-Stufen aus. Dadurch steigt zwar die
Lichtempfindlichkeit, aber leider auch das Bildrauschen. Das Problem
wird durch die eng gedrängten Pixelelemente auf den viel zu kleinen
Sensoren dieser Modelle noch verstärkt; jedes Pixel bekommt immer
weniger Licht ab. Das traurige Ergebnis: bis zur Unkenntlichkeit
verrauschte Fotos."
Dem Artikel zufolge versuchen manche Kamera-Hersteller, das
Problem in den Griff zu bekommen, indem sie den verrauschten Bildern
mit Filtern zu Leibe rücken. Laut Schuster eine fatale Lösung: "Wenn
die Kamera-Software das Rauschen herausrechnet, verschwinden auch
gleich noch Details und feine Zeichnung aus dem Bild. Im schlimmsten
Fall halbiert sich so die messbare Auflösung!"
Für alle 13 Problemstellungen bietet CHIP FOTO-VIDEO digital
vernünftige Lösungen - so auch für die oben beschriebenen Fälle: "Je
besser Sensor und Bildprozessor sind, desto weniger Rauschen ist
sichtbar und desto weniger Software-Tricks sind nötig. Die
Super-CCD-Sensoren von Fujifilm sind zwar etwas teurer, aber es lohnt
sich: Ihre ausgefeilte Technik erlaubt hohe Lichtempfindlichkeit bei
geringem Bildrauschen und ermöglicht damit viel schönere Fotos."
Der vollständige Report erscheint in der aktuellen Ausgabe 12/2006 von
CHIP FOTO-VIDEO digital.