Linux auf altem PC ohne CD-Laufwerk installieren
Hallo,
Ich habe einen alten Laptop von Toshiba ( Toshiba T2130CT ) und suche für diesen Laptop eine geeignete Linux-Distribution.
Das Problem ist folgendes: Der Laptop ist sehr alt und hat deshalb kein CD-Laufwerk, geschweige denn einen USB-Anschluss.
Deshalb ist eine Linux-Installation nur von Diskette oder Festplatte möglich.
Der Laptop hat eine Intel CPU ( bin mir nicht sicher, ob schon Pentium I ) , auf jeden Fall unter 100MHz und er verfügt über 24 MB RAM.
Als Festplatte kann ich eine mit 2GB verwenden.
Ist es möglich, eine Linux-Distribution mit relativ einfacher grafischer Oberfläche zu installieren? Ich dachte da mal an z.B. Puppy 4.1 . Ich habe mal den Inhalt der Live-CD auf eine FAT32-Partition, die ich ans Ende der Festplatte gelegt habe, kopiert. Es lädt auch GRUB, zeigt dann aber "ERROR 17" an. Muss ich da noch eine Datei ändern und vor allem: gibt es Hoffnung auf Erfolg???
Ich hoffe, dass mir da jemand helfen kann.
mfg
hp
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Antwort 1 von htt vom 01.11.2020, 10:35 Options
Hallo,
ja so was ist möglich.
Ich hab das vor einigen Jahren mit DSL-Linux und Puppy-Linux gemacht.
Die Kopie auf der Festplatte habe ich aber mit einer Diskette auf der sich Grub befand gestartet. (keine iso-Datei das Linux muss entpackt sein)
Wie ich das damals genau gemacht habe weiß ich leider nicht mehr.
Such mal im Internet unter "poor man install" vielleicht hilft das weiter.
DSL-Linux klappt da genauso wie Knoppix.
Gruß
Antwort 2 von lorf55 vom 01.11.2020, 12:08 Options
Hallo,
Hier hat jemand auf
Zitat:
Toshiba Portege 650ct subnotebook: P1/56MB/1GB/FDD/ 2XPCMCIA. HDD install with swap - works really well.
installiert.
Aber dein Toshiba ist wahrscheinlich ein 486DX4-Laptop und ursprünglich mit 16MB RAM für Windows 95 gedacht. Laut
dieser Quelle könnte Puppy problematisch auf deinem Laptop sein, weshalb DSL wohl geeigneter ist.
Wenn es denn wirklich sein soll, würde ich versuchen, noch RAM reinzustecken, denn 24 MB sind für ein System, dass sich gerne komplett in den RAM lädt, recht wenig.
Gruß
lorf
Antwort 3 von age-pee vom 01.11.2020, 19:28 Options
Hallo,
ich habe jetzt eine Möglichkeit gefunden, puppy 1.0.8 von einer fat32-partition aus dos raus zu starten, allerdings bleibt es immer hängen. Meinen RAM kann ich wahrscheinlich nicht aufrüsten.
also hab ich ein swap-partition angelegt, aber es geht trotzdem nicht weiter, aber das was geht geht schonmal schneller ;-)
normalerweise sollte linux eine swap-partition ja wie arbeitsspeicher behandeln, oder???
Aber wie kriege ich es dann hin, dass es die swap-partition auch nutzt?
(Swap hat momentan 500mb, hatte vorher 300mb)
mfg
hp
Antwort 4 von lorf55 vom 02.11.2020, 11:19 Options
Stimmt 28/32MB sind das Max. laut
memoryxxlMal dumm gefragt: Hast du denn deine swap-Partition auch als swap formatiert oder als ext3?
Gruß
lorf
Antwort 5 von age-pee vom 02.11.2020, 11:35 Options
äähmmm, gute Frage
Ich hab sie mit GParted erstellt, Dateisystem Linux-Swap. Gparted macht das ja eigentlich automatisch. Ich probiers jetzt nochmal aus ;-) 1,5GB Swap, und wenn's dann nicht funktioniert bleib ich halt bei Win98SE (zumindest auf dem Laptop)
mfg
hp
Antwort 6 von age-pee vom 02.11.2020, 13:19 Options
Hallo
Ich glaube so langsam, das ist zwecklos. Ich hab swap jetzt mal aus 1,5 gb hochgesetzt, aber er bleibt immer noch (genau wie vorher auch immer) bei RAMDISK: Loading 13824 blocks [1 disk] into ram disk... -- hängen.
Muss ich Swap eigentlich als primäre Partition oder als logisches Laufwerk machen?
Kann es sein, dass Swap zu groß ist, dass ich vielleicht nur 64mb oder 128mb machen darf?
Kann es sein, dass es Swap nicht erkennt, weil es ja aus DOS raus startet?
Könnte ich die Installation auf die Festplatte an einem anderen PC durchführen und dann einach "umstöpseln"?
Ich werde es zwar noch selber weiter probieren, aber jemand mir einige Fragen beantworten kann, spar ich mir schon Arbeit ;-)
mfg
hp
Antwort 7 von lorf55 vom 02.11.2020, 16:45 Options
Ich glaube, Linux legt keine Ramdisk im Swap an. Das wäre auch unsinnig. Puppy 1.08 ist aber wohl so angelegt, dass es standardmäßig darauf vertraut, eine
64MB RAMdisk einrichten zu können, in die es denn reinbootet, damit es ordentlich schnell ist. Du musst Puppy mitteilen, das es eine kleinere RAMdisk anzulegen versucht oder ganz weglässt. Und das sollte mit
puppy ramdisk_size=15360
gehen oder mit anderen Puppy
Bootparametern und/oder durch Remastern des Puppy-Images. Wenn man noch
pkeys=de
anhängt kriegt man eine deutsche Tastatur.
Zitat:
Muss ich Swap eigentlich als primäre Partition oder als logisches Laufwerk machen?
Das ist *wuast*.
Zitat:
Kann es sein, dass Swap zu groß ist, dass ich vielleicht nur 64mb oder 128mb machen darf?
Als Swap sollten 64MB bei 24MB RAM reichen.
Zitat:
Kann es sein, dass es Swap nicht erkennt, weil es ja aus DOS raus startet?
DOS ist nicht das Problem.
Zitat:
Könnte ich die Installation auf die Festplatte an einem anderen PC durchführen und dann einach "umstöpseln"?
Das geht u.U., wenn man den selben IDE-Port benutzt, aber das ändert nichts daran, dass der RAM fehlt.
Gruß
lorf
PS: Wenn man mehrere SN-Tags benutzt hat, kann man den Artikelquelltext kaum noch überblicken.