Welche Linuxvariante eignet sich für (m)einen Billigbürorechner?
Liebe Gemeinde der Computerbegeisterten,
schon lange möchte ich einen meiner Rechner mit Linux bestücken, mit einem Betriebssystem, das mit Windows möglichst wenig zu tun hat!
Vor einiger Zeit hatte ich mir einen neuen Bürorechner gekauft, von dem ich annahm, er sei bereits mit einem solchen Betriebssystem ausgestattet. Leider war das ein Irrtum.
Zwar wurden diverse Installations-DVD's und CD's zusammen mit dem Gerät geliefert. Diese will aber nicht einmal mein Systembetreuer nutzen. Auch empfiehlt er mir eine Windows-Version.
Vor allem Windows XP arbeitet auf meinen Billiggeräten sehr langsam.
Doch welche Linuxversion taugt für den Bürorechner
„Fujitsu Siemens Esprimo P2510 Celeron D352 3,2 - 256MB, 80GB, DVD-ROM, LINUX“?
Liebe Grüße in die Runde der Kundigen von Urte
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Antwort 1 von htt vom 19.07.2020, 19:09 Options
Antwort 2 von Urte vom 19.07.2020, 20:17 Options
Herzlichen Dank, htt,
für den Hinweis auf Xubuntu.
Schafft mir Xubuntu auch automatisch eine Verbindung zum Internet?
Im Vergleich, zum Beispiel zu Suse, soll Knoppix auch für nur mäßig Rechnerkundige zu installieren sein, wobei Knoppix ein äußerst schlankes Programm ist., vielleicht zu schlank für mich, da ich neben der Nutzung von OpenOffice auch meine JPG's bearbeiten und WMA-Filme betrachten können möchte.
Wie sieht es mit Deinem Vorschlag aus?
Kann ich als Laie und zumindest fähig, eine Textverarbeitung auf meinem Windows-Rechner zu installieren, Xubuntu auf einen Rechner fabrizieren?
Gibt es eine Installationsanleitung für halbe oder fast ganze Laien?
Liebe Grüße von Urte
Antwort 3 von Gonozal8 vom 19.07.2020, 20:41 Options
Hi,
sowohl Knoppix als auch Kanotix (Variante von Knoppix mit Unterstützung für z.B. WLan, mir persönlich lieber) bringen sowohl OOo als auch Gimp mit.
WMA (welches übrigens ein Audio Format ist) können ebenso abgespielt werden wie MP3, OGG-Vorbis, MPEG, WMV, AVI und viele Andere mehr.
Wem XMMS oder Xine nicht reichen der kann auch den unter Windows bekannten VLC-Player installieren, dann dürften so ziemlich alle Media-Files abzuspielen gehen.
Beide Varianten können erst mal als Live-Linux gebootet werden so dass man sieht was man bekommt.
Gruß Gonozal
Antwort 4 von Zemmel vom 19.07.2020, 20:42 Options
Hi !
Zitat:
Schafft mir Xubuntu auch automatisch eine Verbindung zum Internet?
Wenn du über einen Router online gehst, ja.
Ansonsten stellt aber auch die Einrichtung eines anderen Zugangs kein unlösbares Problem dar ;-)
Knoppix kann man auf Festplatte installieren, ist aber m.E. nicht unbedingt erste Wahl, weil es eher als Live-CD konzipiert ist.
Suse ist normalerweise auch leicht zu installieren - ich kenne die aktuelle Version aber nicht und kann daher nichts dazu sagen.
Generell ist es schwer, eine konkrete Empfehlung abzugeben. Gerade bei Linux kriegst du - wenn du 10 Leute fragst - mindestens 12 Meinungen.
Eigentlich sollte auf deinem Rechner jede Aktuelle Linux-Distribution laufen. Auch wenn die Speicherausstattung ein bißchen dünn ist.
Das beste wäre, wenn du dir selbst eine Meinung bilden würdest.
Auf der Seite
http://distrowatch.com bekommst du einen Überblick über aktuelle Linux-Distributionen (incl. Download-Links). Die meisten gibt es - genau wie Knoppix - auch als Live-CD.
Die kann man gefahrlos, ohne etwas am System zu verändern, ausprobieren und so kannst du in Ruhe eine Distribution auswählen, die dir zusagt.
Wie vieles im Leben ist das nämlich unter anderem Geschmacksache.
Ich persönlich bin z.B. mit Ubuntu sehr zufrieden, aber ich werde mich hüten, dir jetzt dazu zu raten, denn vielleicht stellt sich heraus, dass du ganz andere Prioritäten setzt.
Mein Rat: Schau dir Distrowatch mal an, nimm dir ein bißchen Zeit zum Stöbern und entscheide dann.
Gruß
Klaus
Antwort 5 von htt vom 19.07.2020, 21:26 Options
Antwort 6 von Urte vom 19.07.2020, 22:46 Options
Liebe Rechnerdiskussionsrunde,
vielen herzlichen Dank für Eure Hinweise.
Ich werde mich morgen in die von Euch empfohlenen Links vertiefen und dann auf Euch zurückkommen.
Vor allem suche ich nach einer Linuxversion, die möglichst wenig Speicher verbraucht, deshalb schnell reagiert.
Windows läuft nicht übermäßig hurtig auf acht Jahre alten Rechnern mit antiquierter Ausstattung, was besonders bei der Bearbeitung von Bildchen festzustellen ist, aber auch beim Starten u. Herunterfahren von Rechnern im Pensionsalter.
Für heute erst einmal gute Nacht. Ich wünsche allseits ein schönes Wochenende!
Grüße von Urte
Antwort 7 von autschi vom 19.07.2020, 22:58 Options
ich empfehle dir jetzt keine distribution, ich gebe dir nur einen tipp.
gnome und kde dürfte bei deinem speicher zu heftg werden. wenn es dennoch nett aussehen soll, dann schau dir doch mal enlightenment an.
eine distribution wäre elive oder opengeu.
(mist, mist, mist, jetzt habe ich doch etwas dazu geschrieben)
Antwort 8 von schwedeii vom 22.07.2020, 19:20 Options
Zitat:
gnome und kde dürfte bei deinem speicher zu heftg werden. wenn es dennoch nett aussehen soll, dann schau dir doch mal enlightenment an.
Beispiel: ich hab hier ein xubuntu auf'm eeepc von ASUS am laufen, da gibt free mit gnome und Beryl folgendes aus:
Mem: 507016 500392 6624 0 8156 252848
-/+ buffers/cache: 239388 267628
Swap: 0 0 0
Damit sind 256 MB RAM definitiv zu wenig. aber ich melde mich gleich weider, mit dem xfce.
Antwort 9 von Kenner vom 22.07.2020, 19:23 Options
Ähm, Du hast Beryl laufen???? Selbst Schuld! Lass das bitte mal auf einem eee!
Antwort 10 von schwedeii vom 22.07.2020, 19:35 Options
Zitat:
total used free shared buffers cached
Mem: 507016 491396 15620 0 10180 285076
-/+ buffers/cache: 196140 310876
Swap: 0 0 0
Das sind die Ausgaben unter dem xfce. Da ist erst mal viel ram gespart. trotzdem zu heftig für 256 MB RAM, wenn man bedenkt, dass Open-Office jede Menge am RAM lutscht.
Ubuntu ist in der Tat leicht zu konfigurieren, aber dieser Service hat seinen Preis, er geht zu lasten des RAM.
Man kann auch ein Linux mit 60 MB RAM Verbrauch installieren, aber das benötigt ganz schön Handarbeit und etwas Verzicht auf Bequemlichkeiten. Wenn man sich dahinterklemmt, ist jedes lINUX ram-freundlich aufbaubar, das ist das schöne an Linux, aber man muss sich etwas damit beschäftigen.
Dann macht's aber Spass, wenn man Dinge am laufen hat, die andere für unmöglich hielten.
@Kenner: Zur info, beryl läuft super auf dem eee.
Und immer schön beim Thema bleiben, Deine Bemerkung hat hier nichts verloren.
Antwort 11 von Kenner vom 22.07.2020, 22:04 Options
Nicht akzeptabel, da absolut zum Thema passend.
Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn jemand versucht, jedes Byte herauszukitzeln und nach eigenen Worten "auf Komfort" verzichtet, aber unnötige Spielerei zulässt. Was sagt hier der Verstand?
Beryl ist etwas für einen aktuellen Boliden mit relativ aktueller Hardware. Und nur hier macht es auch Sinn.
Etliche Kollegen haben Beryl auf ihrem Notebook gar nicht erst zum Laufen bekommen, weil der Rechner in die Knie ging.
Antwort 12 von schwedeii vom 22.07.2020, 23:42 Options
Zitat:
Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn jemand versucht, jedes Byte herauszukitzeln und nach eigenen Worten "auf Komfort" verzichtet, aber unnötige Spielerei zulässt.
Es kommt auf die Hardware an. Das Byte rauskitzeln habe ich mit ´nem Hp Omnibook 170 Mhz MMX und 128 MB RAM gemcht. Das war ´ne Debian etch mit Hand aufgesetzt Speicherverbrauch im Grund weit unter 50 MB.
Der eee verkraftet dagegen locker das normale ubuntu 8.04. Der Einsatz von "Boliden" lässt mich nur müde lächeln, der ist was für unwissende, die alles auf Ihre Kiste nageln müssen, weil sie in Wahrheit gar nicht wissen, was sie wirklich brauchen. Das ist nicht wirklich schlimm, weil ich finde, dass Linux damit den Weg geht, auch weniger-versierte in den Genuss eines stabilen und sehr sicheren Systems kommen zu lassen, aber es geht eben auf Kosten der Ressourcen.
Was mich eher interessiert, ist, was das mit der Fragestellung zu tun hat? Von Beryl hat niemand was erwähnt, ausser mir, und der war nur für den Fakt Soeicherverbrauch wichtig. Bei einem 256MB Rechner habe ich doch davon abgeraten.
@Kenner, Du solltest verstehen, dass jeder, der sich ein wenig Mühe gibt, aus Seinem Linux machen kann, was er will, es gibt da eine Fülle an Möglichkeiten, wobei ich bisher auch nur an der Oberfläche gekratzt habe. Die Frage ist nicht, was man macht, sondern wie.
Antwort 13 von Urte vom 23.07.2020, 19:04 Options
Liebe Rechnergemeinde,
moin, moin, Kenner und schwedeii,
Problem gelöst! Jetzt bin ich völlig desorientiert. Mir wird von alledem so dumm, als ginge mir ein Mühlrad im Kopf herum ...
Gerade die Fragen, die Ihr zur Sache gestellt habt, sind für mich wichtig:
Was sagt hier der Verstand? Die Frage ist nicht, was man macht, sondern wie.
Leider bin ich vor allem eine Rechnernutzerin, keine Rechnerversteherin, weiß kaum etwas von dem Aufsetzen von Rechnersystemen. Deshalb habe ich daran gedacht, eine Live-Version für den "nackten" Rechner, - siehe meinen ersten Beitrag zu diesem Thema -, zu nutzen.
Doch wie es aussieht, ist einige Arbeit zu leisten, welche umfangreiche Kenntnisse voraussetzt, damit jenes Gerät überhaupt Befehle entgegennimmt.
Ein kleiner Junge in meinem Bekanntenkreis hat mir versichert, daß Live-Versionen, wie zum Beispiel von Knoppix, auch von Laien ohne Schwierigkeiten auf Rechnern installiert werden können. Vielleicht schaffe ich das mit Eurer Hilfe. ...
Nach meinen Erfahrungen mit speicheraufwendigen Windowsprogrammen, die vor allem narrensicher sind, möchte ich endlich einen Programmwechsel vollziehen, der mir ein möglichst zeitsparendes Arbeiten ermöglicht.
Dabei kommt es mir nicht darauf an, mich von meinem Rechner unterhalten zu lassen, im Sinne von Computerspielen oder gut bebilderten Befehlsleisten. Mir ist allein die Effektivität der Rechnernutzung in Bezug auf Büroarbeiten und den Umgang mit Bilddateien, Familienphotos, wichtig. Unter anderem die Arbeit mit IrfanView hat mich seit langem begeistert.
Liebe Grüße an alle von Urte
Antwort 14 von hrhr vom 23.07.2020, 19:41 Options
um dich wieder ein bissl aufzumuntern:
die ram preise sind im keller - soll sagen, gönne deinem gerät doch einfach ein bissl mehr ram - ab 512 mb und aufwärts kannst 80% der einwände hier "vergessen" (nicht böse gemeint ;))
dann schaust dir mal ubuntu oder Kubuntu (beides ubuntu, nur das eine hat die grafische oberfläche GNOME und Kubuntu die KDE oberfläsche) als live version an und entscheidest dich was du installiern willst. (darfst dir natürlich auch jegliche andre distri anschaun :))
ich persönlich bin auch gerade auf ubuntu umgestiegen und bin begeistert, alle treiber sofort erkannt und installiert, viel brauchbare software direkt installiert - das meiste, sonst noch benötigte, kann man leicht über den packet manager installiern und deinstalliern (im falle das man etwas nicht mehr will/ braucht).
und, mein persönlicher eindruck, meine oma würde am linux schneller etwas machen können was sie will (z.b. mail schreiben, mal nen brief, bilder schaun ....) als mit windows - will sagen: es ist wesendlich "selbsterklärender" (rein persönliche meinung)
[und wenns doch mal wo hackt - sei nochmals ubuntuusers.de erwähnt wos wirklich anleitungen für fast alles gibt - so erklärt das es jeder versteht]
@all other supporters: eure einwände sind angebracht und ok (abgesehn von der berly diskusion) scheinen aber hier ehr verunsichert zu haben. ;)
lg hrhr
Antwort 15 von schwedeii vom 23.07.2020, 20:13 Options
Zitat:
die ram preise sind im keller - soll sagen, gönne deinem gerät doch einfach ein bissl mehr ram - ab 512 mb und aufwärts kannst 80% der einwände hier "vergessen" (nicht böse gemeint ;))
Ist 'ne gute Idee. Ansonsten lassen sich alle ubuntu-Varianten gut einstellen.
xubuntu (für magere Rechner, kann mit 256MB recht gut laufen):
hierubuntu (mit Gnome, benötigt aber wesentlich mehr RAM):
hierund Kubuntu (braucht den stärksten RAM):
hierEinfach die ISO's runterladen, brennen (am besten auf rw) und testen. Sollten zwar in Englisch sein, was bei einer festinstallation aber geändert werden kann. Ich werd dann mal selbst eine probieren, vielleicht kann man die Sprache ja einstellen.
Antwort 16 von Urte vom 23.07.2020, 20:40 Options
Guten Abend, liebe Gemeinde,
liebe(r) hrhr und schwedeii ,
gute Idee, die Speicherkapazität des Rechners auf 512 MB zu erhöhen. Ihr habt ganz bestimmt recht damit. Ich werde mich darum bemühen.
Trotzdem möchte ich kein Programm wählen, das Windows ähnelt oder diesem nachempfunden ist.
Unter den Linuxvarianten soll es Programme geben, die Windows angeglichen sind, in der Zukunft ebenso vermarktet werden sollen. Genau das lehne ich ab .... Gehört Ubuntu nicht auch in diese Kategorie?
Liebe Grüße von Urte
Antwort 17 von schwedeii vom 23.07.2020, 21:10 Options
ubuntu ist eine Debian-nachempfundene Variante. Aus bestimmten Gründen (Bedienbarkeit etc.) ist es unumgänglich, dass sich grafische Oberflächen einander immer mehr ähneln. Dennoch, Ubuntu gehört nicht in die von Dir beschriebene Kathegorie. Es ist der Linux-Philosophie treu. (GPL)
Antwort 18 von Kenner vom 23.07.2020, 21:32 Options
Falsch! Geplant ist, propitäre Software zumindest anzubieten und über ein entsprechendes Portal zu vermarkten (was ich persönlich für sehr begrüßenswert halte, denn soll sich ein System wirklich durchsetzen, muss es auch die Möglichkeit geben, der Wirtschaft Einnahmequellen zu schaffen. Hochwertige Software garantiert.
Möchte man wirklich auf Sowas verzichten, wäre der Einsatz von z. B. Debian der bessere Weg. Oder auch Fedora und Viele andere mehr.
Mehr zu finden unter distrowatch.com
Viel Vergnügen beim Stöbern.
Antwort 19 von Urte vom 23.07.2020, 22:51 Options
Gute Nacht, liebe Runde der PC-Kundigen,
Dir auch, lieber Kenner,
habe ich die Ausführungen im Netz doch richtig verstanden, soweit es Ubuntu betrifft.
Die unzähligen anderen Abwandlungen oder soll ich sagen Entfremdungen von der Programmkreation des Linus Torwalds sowie dessen Programm selbst sind mir bis auf weiteres völlig neu, was ich gewiß nicht betonen muß.
Auf ein Neues morgen!
Weiterhin auf Eure Ratschläge angewiesen, liebe Grüße von Urte
Antwort 20 von schwedeii vom 24.07.2020, 21:51 Options
Naja, das Linux, das eng mit Torwalds zusammenarbeitet, ist und bleibt Debian. Das ist wohl die am leichtesten zu konfigurierende Variante.