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Fragevon Maxtor-Linux vom 13.06.2020, 14:42 Options

Geklonte Linux-HD bootet nicht

Hallo !

In unserer kleinen Firma ist das Internet über eine Software-Firewall von gateprotect abgesichert. Nun scheint die HD des PC defekt. Also haben wir die mit Acronis True Image 8 geklont. Die neue HD bootet aber nicht, sondern läuft kurz hoch und macht dann immer wiede einen Neustart. Wir vermuten, das die HD irgendwie die bootfähigkeit fehlt. Kann uns jemand sagen, wie man das bei Linux ( gateprotect ist eine reine Linux-Anwendung ) macht ? Beim klone kam unter Acronis auch ein Hinweis das dies nachträglich gemacht werden soll, aber uns fehlt die Ahnung und auch die Software dafür.

Vielen Dank


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Antwort 1 von Jaja vom 13.06.2020, 17:41 Options

sind beide platten (alte und neue) gleich groß?

also die neue müsste mindestens genauso groß sein.

mit der alten platte und der neuen platte im system booten (vom alten system oder live cd) und dann im terminal/shell/xterm folgendes eintippeln:

dd if=/dev/hda of=/dev/hdb bs=2M

das braucht natürlich superuser rechte, also entweder ein "sudo" davorstellen oder als root anmelden. bei live cd ist man immer root..

ersetze /dev/hda mit der alten platte, /dev/hdb mit der neuen.
eine auflistung wie welche platte heißt gibt "fdisk -l" (root rechte erforderlich).

wichtig ist, das da keine nummer hinter dem plattennamen steht, denn das wäre nur eine partition, nicht die gesammte patte.

mit dem dd befehl über die gesammte platte haben wir dann also alle partitionen, den MBR und was sonst noch so war auf die neue übertragen, 1:1, bit für bit - ohne ausnahme.

demnach verhält sich das system auf der neuen platte auch 1:1.
daher ist es nun wichtig, die neue platte ohne die alte in den rechner einzubauen - an genau der position wie die alte, also z.b. primary master oder secondary master u.s.w. bei sata an den port der alten platte.

das system sollte jetzt so einfach laufen, als ob nix gewesen wäre.

nachträglich könnt ihr per gparted (qtparted) oder etwas rudimentärer per cfdisk neue partitionen auf der neuen platte anlegen oder alte vergrößern, denn es wird - wenn die neue platte größer als die alte war - die differenz der platten auf der neuen brach liegen...

Antwort 2 von Jaja vom 13.06.2020, 17:44 Options

Zitat:
auf die neue übertragen, 1:1, bit für bit - ohne ausnahme.


das gilt im übrigen auch für dateisystemfehler und bereits gelöschte dateien, die noch nicht überschrieben sind.

das nur zur info, wenn ihr auch immer an sicherheit denkt.

Antwort 3 von Jaja vom 13.06.2020, 17:47 Options

..und noch was:

wenn ihr auch defekte sektoren der alten platte übernehmen wollt (die mit dd einfach ignoriert werden), könnt ihr ddrescue (dd_rescue) nutzen, welches wirklich auf aller niedrigster ebene die platte ausliest und auch überhaupt nicht mitdenkt, was es da eigentlich für einen murx einliest/kopiert. ;)

die syntax ist da aber ein wenig anders, ich verweise auf die man page.

Antwort 4 von Jaja vom 13.06.2020, 17:52 Options

ahh..

ich weiß, nicht noch mehr schreiben, hab aber was wichtiges vergessen!

also die neue platte (oder dessen partitionen) darf wenn dd ausgeführt wird nicht gemounted sein, also vorher vom system abmelden, etwa mit:

umount /dev/hdb* [enter]

wobei wieder root rechte nötig sind..

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