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Fragevon Troschdi vom 01.04.2020, 10:11 Options

Kopiertechniken: LTO Ultrium 1 auf höhere Technologien

Guten Morgen Zusammen,

kennt jemand Möglichkeiten, Archivbänder im LTO Ultrium 1 - Format in eine höherwertige Technologie zu überführen. Beispielsweise in LTO 2, 3 oder 4.
Die Notwendigkeit wird immer größer, weil die Laufwerke mittlerweile keine LTO 1 mehr lesen oder beschreiben können.

Freue mich auf positive Antworten.


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Antwort 1 von Jaja vom 01.04.2020, 10:18 Options

du müsstest die bänder halt "von hand" (besser script) kopieren - sofern es für diese eigentlich ja nicht außergewöhnliche aufgabe kein tool des herstellers gibt.

ich weiß ja nicht welches OS du benutzt, unter linux/unix/bsd wäre "cpio" genau das richtige tool, um "low level" von tapes zu lesen und zu schreiben. dafür wurde es ja auch gemacht. ;)
cpio gehört zur linux standard base - ist also immer enthalten.

cpio --help:

Usage: cpio [OPTION...] [Zielverzeichnis]
GNU »cpio« kopiert Dateien in Archive hinein und aus diesen heraus.

Beispiele:
  # Kopiere die Dateien, die in »Namensliste« aufgeführt sind, in das
»Archiv«
  cpio -o < Namensliste [> Archiv]
  # Extrahiere die Dateien aus dem »Archiv«
  cpio -i [< Archiv]
  # Kopiere die Dateien, die in »Namensliste« aufgeführt sind, in das
»Zielverzeichnis«
  cpio -p Zielverzeichnis < Namensliste

 Hauptoperationsmodus:
  -i, --extract              Dateien aus einem Archiv extrahieren (cpio läuft
                             im Modus »copy-in«)
  -o, --create               Archiv erstellen (cpio läuft im Modus
                             »copy-out«)
  -p, --pass-through         cpio läuft im Modus »copy-pass«
  -t, --list                 Eine Liste des Inhalts der Eingabe anzeigen

 In allen Modi gültige Operationsparameter:

      --block-size=BLOCKGRÖßE   Setze I/O-Blockgröße auf BLOCKGRÖßE * 512
                             Byte
  -B                         Setze I/O-Blockgröße auf 5120 Byte
  -c                         Benutze das alte portable (ASCII-) Archivformat
  -C, --io-size=NUMMER       Setze die I/O-Blockgröße auf die in NUMMER
                             angegebene Byte-Anzahl
      --force-local          Archivdatei ist lokal, selbst wenn der Name einen
                             Doppelpunkt enthält
  -f, --nonmatching          Nur Dateien kopieren, die auf keines der
                             angegebenen Muster passen
  -F, --file=[[BENUTZER@]RECHNER:]DATEINAME
                             Nutze diesen DATEINAMEN statt der Standardein-
                             oder -ausgabe. Die optionalen Parameter BENUTZER
                             und RECHNER geben bei einem Archiv auf einem
                             entfernten Rechner den Benutzernamen und den Namen
                             des entfernten Rechners an.
  -H, --format=FORMAT        Benutze angegebenes Archiv-FORMAT
  -M, --message=TEXT         TEXT ausgeben, wenn das Volume-Ende des
                             Backup-Mediums erreicht wird
  -n, --numeric-uid-gid      Zeige numerische Benutzer-ID (UID) und Gruppen-ID
                             (GID) in der ausführlichen Inhaltsübersicht
      --quiet                Die Anzahl der kopierten Blöcke nicht anzeigen
      --rsh-command=KOMMANDO Benutze das KOMMANDO statt rsh für den
                             Fernzugriff
  -v, --verbose              Verarbeitete Dateien mit Details auflisten
  -V, --dot                  Einen Punkt (».«) für jede verarbeitete Datei
                             ausgeben
  -W, --warning=MARKIERUNG   Anzeige von Warnungen beeinflussen. Derzeit kann
                             MARKIERUNG »none«, »truncate« und »all«
                             sein. Mehrere Optionen werden akkumuliert.

 Im Modus »copy-in« gültige Operationsparameter:

  -b, --swap                 Sowohl die Byte-Paare in Datenwörtern wie auch
                             die Bytes in Byte-Paaren vertauschen. Entspricht
                             »-sS«
  -r, --rename               Dateien interaktiv umbenennen
  -s, --swap-bytes           In den Dateien die Bytes in jedem Byte-Paar
                             vertauschen
  -S, --swap-halfwords       In den Dateien die Byte-Paare in jedem Wort (4
                             Bytes) vertauschen
      --to-stdout            Dateien auf die Standardausgabe extrahieren

  -E, --pattern-file=DATEI   Zusätzliche Suchmuster (zur Auswahl der zu
                             extrahierenden oder aufzulistenden Dateinamen) aus
                             DATEI auslesen
                                   --only-verify-crc      Beim Lesen eines Archivs im CRC-Format nur die
                             CRC-Prüfsummen jeder Datei im Archiv
                             verifizieren, keine Dateien extrahieren.

 Im Modus »copy-out« gültige Operationsparameter:

  -A, --append               Zu einem vorhandenen Archiv hinzufügen.
  -O [[BENUTZER@]RECHNER:]DATEINAME
Benutze diesen Archivdateinamen statt der
                             Standardausgabe. Die optionalen Parameter BENUTZER
                             und RECHNER geben bei einem Archiv auf einem
                             entfernten Rechner den Benutzernamen und den Namen
                             des entfernten Rechners an.

 Im Modus »copy-pass« gültige Operationsparameter:

  -l, --link                 Wenn möglich Dateien verlinken statt kopieren

 In den Modi »copy-in« und »copy-out« gültige Operationsparameter:

      --absolute-filenames   Dateisystem-Erweiterungen nicht von Dateinamen
                             abschneiden
      --no-absolute-filenames   Alle Dateien relativ zum aktuellen Verzeichnis
                             erzeugen

 In den Modi »copy-out« und »copy-pass« gültige Operationsparameter:

  -0, --null                 Eine Dateiliste wird durch Null-Zeichen separiert
                             statt durch eine neue Zeile (»newline«)
  -a, --reset-access-time    Den Zeitstempel des letzten Dateizugriffs nach dem
                             Lesen auf den vorherigen Wert zurücksetzen
  -I [[BENUTZER@]RECHNER:]DATEINAME
                             Benutze diesen Archivdateinamen statt der
                             Standardeingabe. Die optionalen Parameter BENUTZER
                             und RECHNER geben bei einem Archiv auf einem
                             entfernten Rechner den Benutzernamen und den Namen
                             des entfernten Rechners an.
  -L, --dereference          Symbolische Links dereferenzieren (die Dateien
                             kopieren, auf die sie zeigen, statt die Links zu
                             kopieren).
  -R, --owner=[BENUTZER][:.][GRUPPE]
                             Die Eigentümerkennung aller Dateien auf BENUTZER
                             und/oder GRUPPE setzen

 In den Modi »copy-in« und »copy-pass« gültige Operationsparameter:

  -d, --make-directories     Übergeordnete Verzeichnisse erzeugen, wenn nötig
                            
  -m, --preserve-modification-time
                             Den ursprünglichen Zeitstempel der letzten
                             Änderung beim Erstellen von Dateien beibehalten
      --no-preserve-owner    Eigentümerkennung von Dateien nicht verändern
      --sparse               Dateien mit großen Blöcken aus Nullen als
                             löchrige Dateien (»sparse files«) schreiben
  -u, --unconditional        Alle Dateien bedingungslos ersetzen

 Informative Optionen:

  -?, --help                 Diese Hilfe anzeigen
      --license              Lizenz anzeigen und dann beenden
      --usage                Einen kurzen Hinweis zur Nutzung anzeigen
      --version              Programmversion anzeigen

Mandatory or optional arguments to long options are also mandatory or optional
for any corresponding short options.

Report bugs to <bug-cpio@gnu.org>.

Antwort 2 von Jaja vom 01.04.2020, 10:41 Options

aso. weißte was mir eingefallen ist?

antw1 würde ja nur funktionieren, wenn die daten auf den tape schon im cpio/tar format wären, ansonsten bringt das ja nix..

würde mir noch ne 1:1 kopie einfallen:

sei "/dev/sg0" das LTO1 drive;
sei "/dev/dg1" das LTOx drive, mit x = 2 ... 4;

dann:
 dd if=/dev/sg0 of=/dev/sg1bs=512


kopiert das tape 1:1 mit der blockgröße 512byte auf das neue medium..

ich hab allerdings keine ahnung, ob sich bei den neueren versionen von LTO auch das datenformat geändert hat.. wenn ja wären die neuen bänder nicht zu lesen.
auch weiß ich nicht, wie die software dann den noch freien speicher des bandes (die neuen sind sicher größer?!) verwaltet.

ein versuch ist es wert..

Antwort 3 von Jaja vom 01.04.2020, 10:42 Options

Zitat:
dd if=/dev/sg0 of=/dev/sg1bs=512


upps:

dd if=/dev/sg0 of=/dev/sg1 bs=512

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