verständnisfrage: viren, würmer und trojaner
hallöchen ihr lieben,
trotz suchfunktion und seitenlangen lesens bin ich leider nicht so ganz schlau aus den ganzen informationene geworden, so dass ich meine frage doch an die fachkundige leserschaft weitergeben möchte:
also, was der grundsätzliche unterschied zwischen viren, würmern und trojanern ist, ist mir eigentlich klar, was ich allerdings nicht so richtig verstehe ist, wie die dinger überhaupt auf den eigenen rechner kommen.
ich habe bisher immer gedacht, dass sie als email verschickt werden oder sich in programmen verstecken können, die der user runterlädt und sie ohne zu prüfen dann startet (also gewissermaßen ein anwendungsfehler des benutzers, weil er diese daten ungeprüft öffnet)
außerdem kenne ich noch die variante, dass sich diese programme über sicherheitslücken in das system einschleichen können, wobei mir dazu das fachliche detailwissen fehlt, um es ganz genau zu verstehen, aber ich dachte bisher immer, das regelmäßige sicherheitsupdates, firewall, virenscan und vorsichtiges verhalten des user einen weitesgehenst schützen sollten.
könnt ihr mir die zugriffsmöglichkeiten vielleicht mal etwas genauer erklären oder mir einen passenden link empfehlen?
ich persönlich habe seit gut 6 jahren erst 3 größere angriffe auf meinen rechner gehabt, die mir jedesmal gemeldet wurden bzw ich entdeckte sie rechtzeitig, bevor sie größeren schaden anrichten konnten (und das, wo ich sehr viel im netz surfe - ok, adware ausgenommen) und von daher habe ich mich damit nie wirklich näher beschäftigen müssen....
hintergrund ist folgender: meine freundin hat eine homepage, die ich zuweilen warte, bzw änderungen bisher immer artig von meinem rechner aus vorgenommen habe. nun war ich neulich bei ihr und sie wollte neue bilder eingestellt haben... nun ja, gesagt, gemacht, bzw besser gesagt erfolglos probiert.... mir ist schon beim hochfahren des rechners aufgefallen, dass er verdammt langsam ist, obwohl nicht viel in der autostart drin war. außerdem berichtete sie mir, wieder mal, über diverse probleme mit dem gerät. (leider habe ich an dem punkt schon nicht richtig geschaltet.... ich habe ihr vor wochen schon gesagt, dass der virenscanner, den sie verwendet, nichts taugt, aber gut....) beim versuch, die änderungen ins netz zu stellen, traten dann die probleme auf: ihr virenscanner unterband den zugriff von ws-ftp zum internet (nicht aufschreien, normalerweise weiß ich, was dann zu tun ist, hat aber in diesem falle nicht gewirkt) ich habe dann versucht, den virenscanner für die sitzung auszuschalten, um die änderungen vorzunehmen, das hat aber auch nicht geklappt. schließlich hab ich den virenscanner aus der autostart genommen, rechner neu hochgefahren und - voila - funktionierte. blöderweise habe ich vor dem runterfahren des rechners vergessen, den virenscanner wieder einzuschalten, hatte ihr vor dem wegfahren das aber noch gesagt, sie möge das ding doch manuell wieder einschalten, dann schreibt er sich nämlich automatisch wieder in die autostart (hatten wir vor einigen monaten schon mal, das thema). nun hat sie anscheinend nicht nur ein bischen nicht zugehört, sondern anscheinend gar nicht: bekomme ich von ihr eine meckermail, weshalb ich den virenscanner und noch zwei andere programme runtergeschmissen hätte... ich zurück: ist nicht runter, nur deaktiviert (habe fälschlicherweise gedacht, sie würde sich daran erinnern, weshalb ich das gemacht hatte, deshalb ohne weitere erklärung)... neue meckermail zurück: ja neee, das stimme ja alles gar nicht und sie hätte alles voller viren und nen trojaner auch noch und die hätten ihr wieder alle daten vernichtet, usw usw usw und ein pc-experte hätte ihr gesagt, dass man nie an der autostart herumpfuschen solle, und warum mich das denn überhaupt gestört hätte und das wäre ja schließlich nicht mein eigener rechner gewesen und daten futsch und teuer und überhaupt......
nunja, lange rede, kurzer sinn; - ich werde in zukunft den teufel tun, ihr noch irgendetwas in sachen pc zu empfehlen, sehe die sache allerdings ein wenig anders als besagter pc-experte:
1. der rechner hat vorher schon deutliche probleme bereitet und der virenscanner ist gelinde gesagt einer der miesesten, die warentest geprüft hat.
2. sowohl meine freundin als auch deren sohn (wobei dieser wohl noch deutlich mehr als seine mutter) laden SEHR viel aus dem netz und installieren das frei und ungezwungen (und natürlich auch ungeprüft)
3. kann ich mir nicht vorstellen, dass ein rechner innerhalb von 3 tagen durch ganz normale dinge wie emails abrufen (nötige vorsicht vorausgesetzt) und das besuchen einiger hundehomepages derartig zu schaden gekommen sein kann (die firewall hatte ich zb nicht ausgeschaltet; sie wars wohl aber und wenigstens einer der mir genannten biester wird schon durch xp selber abgeblockt)
nun ja, ich mag diesen vorwurf eben nicht gerne auf mir sitzen lassen, zumal ich der ansicht bin, dass der rechner entweder vorher schon was gehabt haben muss und/oder ihr surfverhalten diese art der infierzierung erst möglich gemacht hat.
es wäre mir daher sehr hilfreich, wenn ihr mir bei meiner oben gestellten frage weiterhelfen könntet...
auf antwort hoffende sanne
ps: tut mir leid, dass es so lang geworden ist; - musste mir auch ein wenig frust von der seele schreiben
Antwort schreiben
Antwort 1 von Paparazzo vom 07.02.2020, 07:26 Options
hi,
also, wenn man wüsste woher, wie und wann (exakter Zeitpunkt) einer dieser Schädlinge es schafft auf die Festplatte (ins System) zu kommen gäbe es mit Sicherheit sehr sehr viel weniger Probleme, wie du sie so ausführlich beschrieben hast.
Darum streiten oder noch länger Nachdenken bringt dir jetzt auch nichts , denn es handelte sich folglich um ein Fremdrechner in dem du nicht wissen konntest was von den vielen Hintergrundprozessen gewollt war und was eine Bedrohung darstellte.
Jedenfalls musst du dir vor Augen halten, Gleichgültig welche Anti....Software man zum Einsatz bringt - sie wird das System nie mehr als mit 98 - 99 Prozent absichern. Oftmals liegt die Sicherheitsquote auch weit Darunter (93 - 95%) Was bedeutet, bei allen Gefahren von den 'zig tausend Schädligen sind bei Ein Prozent nicht erkannter Eindringlinge diese ausreichend ein System lahm zu legen. Es ist immer Ausschlag gebend wie man sich im Netz verhält und welche Seiten angesurft werden.
Bereits beim Aufbau am Bildschirm können präparierte Seiten mit Java-Script, AktiveX, Flash Animation Schad-Code einschleusen. Auch wenn hierbei ein Wächterprogramm etwas bemerkt und meldet - Ein Prozess xyz wird (wurde) aktiviert, wollen sie das zulassen? So scheitert mancher bereits daran jetzt eine Richtige Entscheidung zu treffen, wenn er (sie) diese Meldung nicht zuordnen kann oder diese in Englisch erscheint wonach Einfach auf Ja (Yes) geklickt wird, damit es weiter geht und die Seite weiter geladen wird. Falltüren gibt es über all. Und sie werden immer raffinierter!!!!!
Die Hersteller der Anti - Software können leider immer erst dann gegen Bedrohungen reagieren wenn sie irgendwo zugeschlagen haben, also bekannt werden.
Selbst mit Linux, Apple und Open Source Programme wäre das Netz langfristig nicht Sicher. Solange Hardware und Software unterschiedlicher Hersteller miteinander funktionieren sollen, solange wird es Fehler (Bugs) in ihnen geben. Kritische Lücken werden immer da sein und auch diejenige die sie finden und ausnutzen.
Computer-Experten - ein Thema für sich!
Jeder der bisweilen einen Computer bedienen kann, darf sich Experte nennen. In wie weit dieser Experte auf alle anfallenden Probleme eine Lösung in petto hat. die zudem Funktioniert bleibt meist Ansichtssache. Nur weil ich 100 Programme kenne und bedienen kann bin ich kein Experte. Einer der ein Auto zusammenbauen kann muss nicht zangsläufig auch damit fahren können. Eigentlich müsste man sagen Computer Fachwissender, denn er ist nur aus der Summe seiner Erfahrungen um die ihn bekannten Hard- & Software ein Experte und der kann da auch noch Fehler machen.
In Verbindung, also bezugnehmend auf Ex... hieße es ja: Ehemals , wie Ex-Freundin, Ex-Mann etc. Demnach ist ein Experte ein Einst- Ehemals Wissender - zum aktuellen Stand habe er leider keinen blassen Schimmer ;-))
Experten sind mit Vorsicht zu betrachten!!!!
Sie Wissen immer auf Alles eine Antwort und wollen es meist Besser können, um dir am Ende viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Echten Fachkräfte nennen sich auch nicht Erxperten, die Bezeichnung IT-Experte tauchte meiner Meinung erstmals im Umfeld der Politik auf. Wer wirklich was auf dem Kasten hat sollte sich als Computer Spezialist bezeichnen.
Gr.
Paparazzo