Problem. externe 200gb USB-Festplatte: MBR defekt? Headcrash? Symptome:
Hallo! Hilfe! Bitte!
ich hoffe doch, das mein Festplatten-Problem überschaubar ist: Eine Samsung 200GB externe Festplatte, angebunden an einen ALDI XP-home. speicherte klaglos, bis beim Zusammenrechenen einer Videodatei mit Powerdirector 3 nach ein paar Minuten die Meldung kam, dass auf die ... Datei nicht zugegriffen werden konnte - wohlgemerkt: eine der Videodateien, die er bis 1 sec vorher durchaus bearbeiten konnte.
Powerdirector abgebrochen. Dann wurde klar: Die allermeisten Daten auf der Platte waren nicht mehr zugreifbar. Die Verzeichnisse wurden alle noch angezeigt, viele davon aber "leer", bei angezeigten Dateinamen kam beim Versuch oft: Auf die Datei kann nicht zugegriffen werden.
Größe und Belegung der Festplatte wurden im explorer noch "korrekt" angegeben.
Die USB-Platte war partitioniert: eine grössere NTFS-Partition und eine kleinere FAT32. Beide zeigen dasselbe Symptom: Verzeichnisse ja, aber keine brauchbaren Dateien.
XP Computerverwaltung zeigt beide Platten gar nicht mehr an.
Also offenbar ein beschädigtes Dateisystem oder MBR.
Rechner aus. Booten.Beim ersten Mal: Keine Besserung.
Beim zweiten Mal: Oh Wunder: Die Platten werden in der Computerverwaltung angezeigt, sogar als Fehlerfrei. Die Verzeichnisse sind da und offenbar auch wieder die Dateien. Jedenfalls konnte ich zugreifen auf Daten mit verschiedensten Programmen, die in vorher "leeren" Verzeichnissen waren. Alles scheinbar ohne Problem. Auf beiden Partitionen.
Dann: Wieder die leeren Verzeichnisse und die Fehlermeldungen.
Was ist das nun: MBR geschrottet ? Dateisystem geschrottet? Und warum auf beiden Partitionen - die kleinere wurde zum betreffenden Zeitpunkt in keiner Weise angesprochen/genutzt.
Kann man Dateien, die man noch vielleicht noch "runterkopieren" kann, trauen? oder verursachen die an neuer Stelle neue Probleme?
Habe schon einiges gesehen, aber sowar noch nicht....
Danke für jede Hilfe.
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Antwort 1 von KJG17 vom 16.12.2019, 13:41 Options
Hallo,
was da bei dir passiert ist weiß ich natürlich auch nicht, aber wenn XP die Platte noch erkennt, würde ich auf jeden Fall mal die Fehlerprüfung laufen lassen. Zumindest bei der großen NTFS-Partition könnte das schon viel bewirken.
Eine weitere Möglichkeit wäre das Sichern der Daten mit
FileRecovery, dazu benötigst du aber entsprechenden Platz auf einem anderen Datenträger. Danach könntest du die externe Platte nur formatieren und die Daten zurückspielen.
Gruß
Kalle
Antwort 2 von molder vom 16.12.2019, 13:50 Options
hi weissnbissl,
1. sichere deine Daten solange du noch Zugriff hast, möglichst auf eine Partition welche du nach der Sicherung auf Virenbefall scannst.
2. Prüfe deine HDD mit "Hutil" auf Fehler. Ist dort alles ok, dann könnte Fat32 der Auslöser gewesen sein. Ich hatte schonmal ein ähnliches Problem mit einer größeren Platte unter Fat32, was mich dazu bewog, auf NTFS zu gehen, mit jahrelanger Fehlerfreiheit. Deshalb meine Frage: wie groß ist die Partition mit Fat32 (bei über 40GB könnte das ursächlich sein)?
Zum Headcrash: sollte man hören, wenn der lese/schreib-kopf aufliegt. Wenn er nur kurz aufgesetzt hat, sind i.d.R. nur einige Cluster defekt, was dann mit der Zeit mehr werden kann. dasweist du aber selber, denke ich.
Tja, wenn kein Virus oder MBR/Bootmanager Fehler und Platte ist ok, dann tippe ich aufs Dateisystem. Das wird dann aber die Zukunft zeigen.
gruss molder
Antwort 3 von weissnbissl vom 17.12.2019, 01:14 Options
Ich bin jetzt als weissnbissl registriert -kann es sein, das ein Gast-Poster nicht auf Antworten zu seiner Frage eingehen kann? - Jedenfalls können weitere Antworten jetzt an weissnbissl (klein geschrieben) gehen....
Zur Frage: File Recovery habe ich versucht -aber so ganz blicke ich das Programm nicht ... wenn ich die Platte aus der Liste auswähle und ihn Dateien/Verzeichnisse suchen lassen, dann findet er nur 6 oder 7 der Verzeichnisse der obersten Ebene - während die Datenträgerprüfung von XP die Platte z.Zt erkennt, als Fehlerfrei betrachtet und auch alle Verzeichnisse der obersten Ebene mitsamt Dateien anzeigt. Und wenn FileRecovery "lose" Ende findet, dann werden Hunderte kryptische Nummerndateinamen angelegt, von denen ich nicht weiss, ob es Löschreste alter Dateien sind, und wie ich die wieder zu den Dateien zusammensetzen soll? ich dachte, dafür wäre die Software da....
Zum Hinweis mit Hutil.exe: Hutil ist auf DOS - Ebene und erkennt die EXTERNE ! USB! Platte nicht.
Zum Hinweis des Wechselns auf NTFS: Ich habe seit Jahren NTFS, die FAT32 Partition (ca 71GB) lief klaglos als Teilkopie der Inhalte der NTFS-Partition, eben weil die Platte z.T. als FTP-Server in einem Umfeld genutzt wurde, der nur FAT/32 - Dateisysteme zuließ. Schöner Nebeneffekt jetzt: Vielleicht krieg ich fehlende Teile der NTFS-Part von der FAT32-Part wieder...Kleines Glück.....
Leider habe ich auf anderen Platten nicht gleich nochmal 1xy GB zum "Sichern". ....
Kann sowas auftreten, wenn die externe Stromversorgung der Platte "wackelig" ist und er millisekundenweise mit dem USB-Strom auskommen muß?
Antwort 4 von nighttip vom 17.12.2019, 04:29 Options
Hi, ja, sofern die Platte nicht ohne zusätzlicher Stromversorgung erkannt wird. Wechsle doch mal den USB-Anschluss/Kabel oder baue die HD intern ein. mfg
Antwort 5 von KJG17 vom 17.12.2019, 07:57 Options
Hallo,
wenn du mit FileRecovery nach verlorenen Dateien suchst, dann werden dir gefundene Dateien angezeigt, zu denen keine Einträge in einem Dateiverzeichnis existieren, suchst du nach gelöschten Dateien, dann existiert ebenfalls kein Eintrag, aber die Datei hat einen Löschvermerk damit der von ihr belegte Speicherplatz bei Bedarf überschrieben werden kann. Je nach der von dir gewählten Einstellung erhälst du also unterschiedliche Ergebnisse.
FileRecovery sucht nach Clustern, deren Inhalt sie als Dateianfang erkennen lässt und folgt den jeweiligen Verweisen auf den jeweils nächsten Cluster bis sie zu einem gelangt, der den Endvermerk beinhaltet. Diese Dateien können vollständig auf einen anderen Datenträger werden übertragen werden.
Wenn mich nicht alles täuscht, sind Dateibezeichnungen im Dateiverzeichnis eingetragen, nicht aber in den Clustern. Bei den kryptischen Dateinamen wird es sich um Erstellungsdatum und -zeit, sowie den Dateityp handeln.
Wenn du nicht genug Platz auf der internen Platte hast, musst du ggf. Stück für Stück die wiedergefundenen Dateien auf DVD sichern. Zwar umständlich, aber besser als ganz weg.
Gruß
Kalle
Antwort 6 von weissnbissl vom 20.12.2019, 13:47 Options
... hat n bisschen gedauert, bis ich antworten kann...sorryforthat...
Ich kann die Platte jetzt mit "schöner" Regelmässigkeit in XP sehen, im XP Festplatten"Manager" stehen beide (Fat32 und NTFS) als "fehlerfrei", ich kann eine Weile auf die Daten zugreifen, aber nach einer Nutzung des Dateisystems insbesondere nach Suchen oder Vergleichen, gibts dann wieder nur noch leere Verzeichnisse. und "kein Zugriff". Effekt ist bei verschiedenen USB-Ports gleich. Eine andere Stromversorgung kann ich nicht testen, weil das Netzteil 12V und 1,5 A, dh also 18VA verlangt, sowas habe ich nur einmal....
So guts geht kopiere ich die Daten von der USB auf freie Plätze im "Rechner" und brenne DVDs; direkt brennen scheitert gelegentlich, wenn er zwischendrin findet, das es "genug" war. Die Daten, die ich so speichern kann, scheinen ok und vollständig...
Danach steht Plattentest und Neu-Partitionierung mit Partition Manager 2007 an, schaun wer mal was der über defekte Sektoren oä sagt....
Ich sach dann Beschajd ;-)