Komische Erzählung
Wer kennt die Geschichte vom Räuber Rullala?
Vor ca. 60 Jahren wurde sie mir erzählt, aber ich weiss nur mehr den Anfang: Der Räuber Rullala versammelte seinen einzigen Sohn halbkreisförmig um sich......
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Antwort 1 von frohlie vom 17.08.2019, 20:23 Options
google kennt keinen "Räuber Rullala" also gibts den auch nicht.
Antwort 3 von Strothi vom 18.08.2019, 23:42 Options
Moin Moin,
von der letzten Person, die ich halbkreisförmig vor mir versammelt habe, ist leider nicht mehr viel übrig. Sorry
In 60 Jahren mag sich ja einiges verändert haben.
halli hallo die Räuber, die machen gern Musik. ...... rulla, rullala, Schtuegert, Ulm und Biberach,. Meckebeure, Durlesbach. Bier her ! ...
http://www.tvhaslach.de/downloads/liederbuch.pdf
Vielleicht nicht die richtige Reihenfolge mir "Räuber Rullala"
Gruß
Strothi
Antwort 4 von schloffi vom 10.01.2020, 15:10 Options
Den Räuber Rullala gibt es wirklich. Ich habe die Abenteuer von Räuber Rullala vor zirka 70 Jahren gehört und vielfach an Kinder und Enkelkinder weitergegeben. MAn ist also auch mit 81 JAhren noch nicht zu alt um sie wieder zu hören
Nachfogend die Abenteuer des Räuber Rullalas:
Der Räuber Rullala
Es war einmal ein Mann, der war so stark,
dass er mit dem kleinen Finger der linken Hand
einen fahrenden D-Zug aufhalten konnte.
Dies tat er jedoch nicht,
sondern zog aus dem Auge seines Nächsten
einen Balken mit dem er schwunghaften Holzhandel betrieb.
Dazu fehlte im jedoch das nötige Transportmittel,
Als Räuber stahl er sich am nächsten Markt eine Pfeife,
tat daraus einen tiefen Zug und verlud darauf das Holz.
Der Zugführer gab das Zeichen, der Zug pfiff: püühü
und der Zug fuhr nicht ab, denn im Abteil erster Klasse
da saß ein Mann, der rauchte eine so schwere Zigarre,
dass der Zug nicht abfahren konnte.
Er musste die Zigarre beim Fenster hinauswerfen,
der Zugführer gab das Zeichen, der Zug pfiff: püühü
und der Zug führ nicht ab, denn im Abteil zweiter Klasse
da saß ein Liebespaar und das war so schwer verliebt,
dass der Zug nicht abfahren konnte
Das Liebespaar musste aussteigen,
der Zugführer gab das Zeichen, der Zug pfiff: püühü
und der Zug führ nicht ab, denn im Abteil dritter Klasse
saß der Räuber Rullala und der war ein so schwerer
Schwerverbrecher, dass der Zug nicht abfahren konnte.
Der Räuber Rullala musste aussteigen,
der Zugführer der gab das Zeichen, der Zug pfiff: püühü
und …. fuhr ab und Räuber Rullala musste schauen
wie er weiterkam.
Er ging auf große Räubertour und das ganze Land sprach
von seinen Taten und alle wollten ihn fangen und als es endlich gelang,
wurde er zum Tod durch den Strang verurteilt
Als der Henker mit ihm zum Galgen schritt, sagte dieser:
"Mein lieber Räuber Rullala, sei mir nicht böse, wenn nicht alles klappen sollte,
denn es ist meine erste Hinrichtung",
Da sprach der Räuber Rullala "mach dir nichts draus,
es ist auch meine erste Hinrichtung"
Der Henker kickte den Schemel unter Rullalas Füßen hinweg und….
der Strick riss, denn Räuber Rullala war ja ein schwerer Schwerverbrecher.
Räuber Rullala wurde daher zum Tod durch das Beil verurteilt.
Eine riesige Menschenmenge hatte sich um den Richtplatz verteilt.
Der Scharfrichter hob das Schwert und ließ es auf Räuber Rullala niedersausen
Ein Aufschrei ging durch die Menschenmenge, das Schwert zerbrach,
denn Räuber Rullala war ein hartnäckiger Schwerverbrecher.
So verurteilte man Räuber Rullala zum Tod durch das Feuer
Man sperrte ihn 8 Tage in einen Siemens-Martin-Ofen und heizte ununterbrochen
Als man nachschaute was aus Räuber Rullala geworden war,
ertönte aus dem Hintergrund eine Stimme:
"Siemens mach's Türl zu es zieht".
Wieder trat das Gericht zusammen und man verurteilte
Räuber Rullala zum Tod durch Verhungern.
Man sperrte ihn in ein finsteres, tiefes Verließ,
ohne Wasser und ohne etwas zu essen.
Nach einigen Tagen bekam Räuber Rullala, gepeinigt von
Hunger und Durst, Wahnvorstellungen. Er sah plötzlich eine Fee.
Es war aber ka Fee und diesen trank er.
Da er aber ungesüßt und bitter war, zwickte er sich in den Oberschenkel,
tat dabei einen Zucker und mit diesem versüßter er sich den Kaffee.
Dies war ihm jedoch bald zu langweilig und er beschloss zu fliehen.
Er sang eine Tonleiter und stieg daran empor. Es reichte aber nicht ganz.
So pfiff Räuber Rullala noch schnell eine Quint und an dem Gwind
schraubte er sich in die Freiheit hinaus
Nun suchte er ein Transportmittel. Er stahl – wie sollte er es sonst auch tun,
Kirschen, aß diese, wickelte die Kerne in ein Papier und wartete bis die Kerne
Schimmel ansetzten. Auf diesen setzte er sich und ritt frisch und fröhlich
nach Hamburg und beschloss dem Land, das für ihn kein Verständnis aufbrachte den Rücken zu kehren.
In Hamburg angekommen, sah Räuber Rullala drei Schiffe,
vom ersten fehlte der Vorderteil, vom zweiten der Hinterteil
und vom dritten war überhaupt nichts da.
Auf dieses stallte er sich und schiffte in einem großen Bogen bis Afrika.
Als Räuber Rullala sich der Küste von Afrika näherte,
machte er sich Gedanken, wie er dort weiterkommen würde,
Die Küste war weiß wie Mehl, es war aber ka Mehl und auf
dieses Kamel setzte er sich und ritt in die Wüste Afrikas.
Frohgemut zog Räuber Rullala durch die Wüste
und kam zu einer Oase mit einem Beduinenzelt.
Als er näher kam hörte er aus einem Zelt "Salam alleiikum" .
Ahh dachte er "I soll amal einikomman"
(auf Hochdeutsch " Ich soll einmal hineinkommen".)
Drinnen saß ein Scheich und weinte bitterlich
Rullala fragte den Scheich, warum er weinte.
Da antwortete der Scheich. Ich habe eine Tochter die ist so groß
Dass sie um den Hals ein Geländer hat,
denn sonst würde sie schwindlig werden wenn sie hinunterblickt
und niemand will sie heiraten.
Da antwortete der Räuber Rullala,
"Lieber Scheich, weine nicht,
ich bin sofort bereit deine Tochter zu heiraten".
Da sagte der Scheich "heiraten kannst du meine Tochter schon,
aber du musst zuerst große Taten vollbringen,
sonnst kann ich dir meine Tochter nicht geben.
Räuber Rullala zog also aus um große Taten zu vollbringen.
Er zog also durch die Wüste als ihm plötzlich ein Löwe entgegenkam.
Als echter Räuber hatte er keine Angst und kletterte daher schnell
auf eine Palme hinauf und überlegte, wie er den Löwen besiegen könnte.
Er schaute durch die Gegend und sah plötzlich eine Fata Morgana.
Dabei sah er eine Nonne die ihm aus der Ferne entgegenkam.
Es war aber ka Nonne und mit dieser Kanone erschoss er den Löwen.
Nun rutschte Räuber Rullala von der Palme zur Erde
und riss sich dabei seine Hose auf.
Wie sollte er als tapferer Räuber mit zerrissener Hose weiterziehen
und um die Hand der Tochter des Scheichs anhalten
Da kam plötzlich eine Windhose daher. Rullala jagte ihr nach,
erwischte sie und zog sie an. Sie war ihm jedoch viel zu groß.
Was sollte er nur tun ?
Aus seiner zerrissenen Hose zupfte er ein paar Fäden
und wollte seine neue Hose enger nähen, hatte aber keine Nadel.
So ging Rullala zu einem Kaktus und brach einen Stachel ab.
Da dieser kein Loch hatte durch den er den Faden einfädeln konnte,
nahm der den Stachel in die Hand und flüsterte ihm so lange
Schmeicheleien ins Ohr bis er sich geöhrt fühlte.
Durch dieses Öhr fädelte er den Faden seiner alten, zerrissenen Hose
und nähte die neue Hose enger.
Räuber Rullala ging wieder zum Scheich.
Dieser umarmte Rullala und erklärte, dass er,
nachdem sich seine Taten in der ganzen Wüster herumgesprochen hatten,
seine Tochter nun haben kann. Er heiratete die Tochter des Scheichs
ließ sich verwöhnen und musste nicht mehr als Räuber durch die Gegend ziehen.
Als Räuber Rullala schon alt war, versammelte er seinen einzigen Sohn
halbkreisförmig um sich und sagte:
"mein lieber Sohn, Gold und Silber habe ich nicht,
aber eine Geschichte kann ich dir erzählen die ist Goldes wert,
hör mir gut zu:
Es war einmal ein Mann, der war so stark,
dass er mit dem kleinen Finger der linken Hand
einen fahrenden D-Zug aufhalten konnte. ……………………….
Antwort 5 von donossi vom 10.01.2020, 15:42 Options
Coole Sache, aber ich finde es erstaunlich, das hier auch Leute was schreiben, die eine Geschichte vor 60 bzw. 70 jahren gehört haben. Dazu kann ich nur sagen "fetten Respekt"!!!
Gruss
DonOssi
(Einer, der zwar nicht Räuber Rullala kennt, aber dafür noch Bud Spencer und Terence Hill, was bei unseren Praktikaten und Azubis auch nicht mehr als Plichtunterhaltung gilt!)