Zitat:
Herman schrieb am 10.04.2007 um 14:03
Also verstehe ich es richtig, solange man keine Firmware draufspielt
Okay, ich denke ich muss zum Thema Firmware noch etwas bemerken: Firmware genauso wie auch das BIOS ist Software. Software wird von Menschen entwickelt und die sind bekanntermassen nicht perfekt. Wäre dem so, würde ich Scotty bitten mich hoch zu beamen und auf einem anderen Planeten auszusetzen. ;) Das Thema Firmware war jetzt nur eines von vielen Beispielen. Gerade weil Firmware sozusagen die (fast) letzte Verbindung zur Hardware darstellt, wird gerade diese Software von den Herstellern sehr umfangreich und gründlich getestet. Ich wüsste im Moment nicht, dass im Falle eines Firmware Updates Hardware beschädigt wurde. Das dagegen irgendwas nicht mehr so gut wie vorher läuft, hab ich dagegen schon öfters feststellen müssen. Aber: Alte Firmware wieder aufgespielt und es funktioniert wieder wunderbar.
So erlebt z.B. beim aktuellen Motherboard meines primären Computers. Ich kann es nur mit dem ersten Update des BIOS benutzen, alle weitere BIOS Versionen sorgen auf meinem System dagegen für leichte bis massive Probleme auf verschiedenen Gebieten.
Zitat:
und die Taktfrequenz nicht per Treibersoftware verändere, kann die Software keinen Schaden an der Hardware vornehmen
In der Regel zeigt die entsprechende Software dem Benutzer recht deutlich bis wohin er was ändern kann und/oder blockiert riskante Einstellungen oder zeigt zumindest eine Warnung.
Ein Problem wäre eher das hier:
Zitat:
Arno_Nym schrieb am 10.04.2007 um 08:35
Hmm, möchte mal sehen was passiert, wenn ein buggy Treiber die Grafikkarte mit - sagen wir mal - 50% höherer Taktfrequenz ansteuert?
Das ist ein durchaus ernst zu nehmendes Risiko und könnte jederzeit passieren. Da ich selbst Entwickler bin, kann ich mich auch gut in eine solche Situation hinversetzen, bzw. verstehen wie sie entstehen kann. Angenommen der Entwickler des Treibers hat zig Konstellationen an Hard- und Software mit der neuen Treiberversion getestet ohne Probleme. Im Code ist aber eine kleine unentdeckte "Designschwäche" (muss noch nicht mal ein Bug sein) die ein bestimmtes Problem auf dem Computer xyz nicht abfängt und so evtl. die Taktfrequenz stark anhebt, dass die GPU tatsächlich Gefahr läuft beschädigt zu werden. Durchaus denkbar. Wobei wie geschrieben moderne GPUs wie auch CPUs einen "Selbstschutz" haben der schlimmeres verhindert, meist gekoppelt mit internem Temperatursensor.
Das war die etwas längere Fassung und hier eine kurze auf Deine Hauptfrage: Kann Hardware durch Software beschädigt werden?
Unter normalen Bedingungen und normaler Benutzung innerhalb der dafür vorgesehenen Grenzen eher unwahrscheinlich. Aber technisch gesehen durchaus möglich.