Der Deutsche die Deutsche?
Hallo allerseits!
Es heißt doch:
der Franzose - die Französin
der Engländer - die Engländerin
der Schwede - die Schwedin
usw.
nur bei den Deutschen heißt es:
der Deutsche - die Deutsche
also gleichlautend ohne das "in" am Ende.
Wir haben gestern im Freundeskreis nach Staaten gesucht, bei denen die weibliche und männliche Form gleich ist. Allerdings erfolglos.
Kennt ihr noch ein Land??
Greetings
eggneck
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Antwort 1 von Matthias vom 12.02.2019, 19:54 Options
der Fidschi - die Fidschi ?
bin mir aber nicht sicher... Fidschiin klingt komisch
Antwort 2 von Schokoschaf vom 12.02.2019, 19:57 Options
Hallöchen
Vllt noch Sansibar. da nennt man Ihn wie Sie Sansibari, denke ich g.
schaf
Antwort 3 von takatukaland vom 12.02.2019, 20:57 Options
der eingeborene - die eingeborene
Antwort 4 von Besserwessi vom 12.02.2019, 22:51 Options
die Ossi
die Israeli
Antwort 5 von donossi vom 13.02.2019, 11:51 Options
die Israeli ist aber doch mehrzahl und nicht die weibliche form oder ist das beides?
Antwort 6 von katholik vom 13.02.2019, 12:44 Options
Zitat:
die Israeli ist aber doch mehrzahl und nicht die weibliche form oder ist das beides?
ist die mehrzahl nicht israelis? bei uns im religionsunterricht hiessen die übrigens immer israeliten. aber da warn sie ja auch der feind, auch wenn das nie so explizit ausgesprochen wurde ;)
Antwort 7 von Ketzer vom 13.02.2019, 13:24 Options
@katholik,
Israeliten, sind wohl nix anderes als Juden. Ich denke man wollte das nur höflich umschreiben. Aber btw...
Jesus soll doch ursprünglich auch ein Jude gewesen sein. Wenn man nun bedenkt das er angeblich mit rund 30 Jahren fixiert wurde stellt man sich doch die Frage...
Wie war das mit der Beschneidung und der Fahrt seines Leibes in den Himmel nach Eintritt des körperlichen Todes?
Ist nun seine Vorhaut mit nach oben geflogen oder auf der Erde verblieben? Ist doch eine logische Frage, oder nicht?
Lösungsansätze? :)
@Rest
Übrigens heißt das: Der Deutsche, das Deutschländerwürstchen (Erklärung erspare ich mir mal aufgrund des Jugendschutzes...) und die Deutschländerin.
Bei Tieren gibt es auch unterschiedliche Formen:
weiblich: die Katze
männlich: der Katzerich
Je nach Gattung gibt es Ausnahmen:
männlich: der Jaguar
weiblich: die Jaguarin
Mehrzahl: die Jaguariten
Mahlzeit :)
Antwort 8 von eggneck vom 13.02.2019, 16:15 Options
@ Matthias: Bei Wikipedia ist von
"Fidschianer" die Rede, also müßte es dann auch Fidschianerin heißen, was sich beides zugegebenermaßen schräg anhört.
@Katholik:
Zitat:
Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet „Israel“ als „Gottesstreiter“. Jakob bekam diesen neuen Namen, nachdem er mit einem geheimnisvollen Gegner rang (vergleiche Gen 32,29). Seine Nachkommen wurden als die „Kinder Israels“, „Israeliten“ oder kurz „Israel“ bezeichnet.
(Wikipedia)
@Besserwessi: Heißt es wirklich die
Israeli, oder vielleicht die
Israelin und wo zum Henker kann man das erfahren?
@Schokoschaf: Ja, das mag sein. In unserer Runde hatten wir allerdings nach "richtigen", also souveränen Staaten gesucht. Sansibar gehört aber zu Tansania. Deswegen haben wir auch nicht die Maori (auf die das glaube ich zutreffen würde) gelten lassen.
@Ketzer:
Zitat:
Deutschländerwürstchen (Erklärung erspare ich mir mal aufgrund des Jugendschutzes...)
Das ist doch, wenn die knackige Wienerin dem würzigen Frankfurter ans zarte Bockwürstchen geht, oder?
@all: Vielen Dank für eure Antworten. Gibt's noch Ideen??
Greetings
eggneck
Antwort 9 von Buchfreund vom 13.02.2019, 17:16 Options
Antwort 10 von Kundiger vom 13.02.2019, 17:45 Options
Israeliten ist eine Bezeichnung für das Volk Israel zu seiner Königszeit.
Juden ist die Bezeichnung für die Angehörigen der bekannten Religion.
Israelis nennt man die Angehörigen des heutigen Staates Israel
Jesus war Zeit seines Lebens und damit auch seines Sterbens Jude.
Was sonst?
Der selbsternannte Ketzer, der wohl eher nur ein Religionsunkundiger ist, weiß nicht, dass die Auferstehungserzählungen der Evangelien literarische Repliken sind auf die im Römerreich bekannte Legende um deren ersten König Romulus, der laut Livius von den kriegshetzenden Patriziern dazu als auferstanden propagiert wurde und den Auftrag erteilt haben soll zum Ruhme Roms ins Feld zu ziehen.
Die Evangelien setzen dieser römischen Gewaltforderung nun kurz vor dem Jahr 100 ihren Entwurf entgegen: Lebt Agape zu eurem Heile. Somit feiern sie die Auferstehung des Geistes Jesu im Kerygma, in der Verkündigung der christlichen Gemeinschaft für die Welt.
Paulus verglich bereits um das Jahr 40 im 1. Brief an die Korinther die christliche Gemeinde mit einem Leib, in dem der Geist Jesu - Christus eben - wieder zum Leben erwacht.
Das diene zum Verständnis der christlichen Auferstehungstheologie.
Kundiger nun, Ketzer?
Dann brauchst du nicht mehr so verhärmt zu sein.
Relax my friend. (Floskel)
Gute Besserung.
.
Antwort 11 von eggneck vom 13.02.2019, 19:11 Options
@Buchfreund: Mille Gracie
Gut, dann sind's zwei: Deutschland und Israel.
Gibt's noch mehr??
Greetings
eggneck
Antwort 12 von Sophia vom 13.02.2019, 22:09 Options
ein Arube - eine Arube
ein Benine - eine Benine
ein Bhutane - eine Bhutane
ein Botsuane - eine Botsunane
ein Belize - eine Belize
ein Mayotte - eine Mayotte
Wir sind nicht allein.
Zitat:
eggneck zitierte am 13.02.2007 um 16:15
Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet „Israel“ als „Gottesstreiter“. Jakob bekam diesen neuen Namen, nachdem er mit einem geheimnisvollen Gegner rang (vergleiche Gen 32,29). Seine Nachkommen wurden als die „Kinder Israels“, „Israeliten“ oder kurz „Israel“ bezeichnet.
Aber...
Zitat:
Auch Sarahs Name hat eine Bedeutung. Heute heißt das Wort "Ministerin", damals "Fürstin", "Herrin" oder "Gebieterin" - abgeleitet vom Verb "sara" - ringen, kämpfen. Der Name, den wir Juden tragen - Israel - jisra el - ist das männliche Pendent dazu.
[...] Sarah trug also noch vor Jakobs Namensumwandlung in Israel das "Ringen mit Gott" in ihrem Namen.
QuelleDie leiblichen "Kinder Israels" (Jakobs) waren direkte Nachkommen von Jakobs Oma Sarai (Sara/h). Wenn man davon ausgeht, dass zu jener Zeit die Herkunft/Verwandtschaft (noch) über die weibliche Linie definiert wurde, Jakob also vom Stamme der Sarai war, fragt man sich, warum Herr Gott ihm den Namen Is'a'rael noch mal explizit "neu" verleihen musste. So hieß Jakob doch schon mit Klannamen.
Sollte es etwa Zweifel an der (Groß)Vaterschaft Abrahams gegeben haben, so dass die nachträgliche göttliche Legitimierung notwendig wurde? ^^
Vielleicht kann das mal ein Religionskundiger erklären...
Ach so, wie wär's mit
ein Saudi - eine Saudi
ein Thai - eine Thai
ein Guatemalteke - eine Guatemalteke (?)
Gruß
Seven
Antwort 14 von Kundiger vom 14.02.2019, 21:13 Options
Na klar hatte der Jakob die zusätzliche/nachträgliche Segnung brotnötig:
Der Sagenkreis um Jakob präsentiert diesen ja nun eingangs als jemanden, der sich schwer tut vor der Sippe als Führungspersönlichkeit zu bestehen: Teilhabe am Erstgeborenenrecht erwirbt er schon nur durch List als Fersenhalter und indem er seinem eigentlich älteren Bruder Esau den vollständigen Erbverzicht "für'n Appel unnen Ei" abpresst.
Beim Ringen mit Gott am Jabbok zeigt er nun auch das Durchhaltevermögen gegenüber seinem Gott und die kritische Distanz, die noch z.B. sein Großvater Abraham in der Isaak-Opfer-Szene total vermissen ließ.
Die Erzählung um Jakob macht deutlich, dass man sich seine Wahrheit erst erkämpfen muss um sich dann ihrer auch zum weiteren Heile bedienen zu können.
Die Frauengestalten der jüdischen wie christlichen Überlieferungen sind überhaupt die stärksten. Im Falle des Jakob gelingt ihm die Erbnachfolge wiederholt nur auf Initiative und Beistand seiner Mutter.
Wen mehr interessiert:
Hierher.
Antwort 15 von TinTin vom 15.02.2019, 13:23 Options
Zitat:
Ist nun seine Vorhaut mit nach oben geflogen oder auf der Erde verblieben? Ist doch eine logische Frage, oder nicht?
Lösungsansätze? :)
Natürlich ist die heilige Vorhaut (sanctum praeputium) auf der Erde geblieben. Im Mittelalter gab es nicht nur eine davon ..
siehe Wikipedia .. wo sonst ;-)