PC schaltet sich bei hoher Belastung ab
Hallo zusammen,
ich habe vor ein paar Monaten schon einmal ein Thread über das gleiche Problem eröffnet. Ich hatte geschrieben, dass ein Ram-Riegel zu entfernen das Problem gelöst habe. Das stimmt so aber nicht ganz ;-) Das Problem besteht weiterhin.
Hier der Link zu meinem vorherigen Post. Dort stehen viele Details drin.
http://www.supportnet.de/t/2284483Jetzt habe ich übrigens wieder den Boxed-Kühler draufgetan. Also habe ich anscheinend bei der Montage des anderen Kühlers irgendeine Komponente beschädigt.
Mir ist übrigens aufgefallen, dass kurz bevor der PC sich abschaltet, ein ganz leises, kontinuierliches Geräusch auftaucht. So eine Art Kratzen, oder wie Elektrischer Strom (als wenn man ein Netzkabel in das Netzteil steckt, und kurz die Funken fliegen. Nur leise und kontinuierlich (und ohne Funken ;-) ) ). Halt wie ein leises Summen. Kann das Geräusch schlecht beschreiben.
Wenn ihr noch Infos braucht, bitte fragt. Und vielen Dank für eure Hilfe.
Nette Grüße,
aimheld
Antwort schreiben
Moin
Ja sieht schon deutlich besser aus. Übrigens, auch das Floppykabel kann man sauber nach hinten verlegen ohne das Du es hättest ausbauen müssen. Es sei denn Du brauchst es definitiv nicht.
Tipp: Um Kabel hinten am MB Träger sauber zu fixieren nimmt man z.B. Kabelbinder und
Kabelbinder-Sockel. Die Sockel halten nach meiner Erfahrung hervorragend. Die Stelle vorher möglichst gut säubern. Nahezu 100% Isopropylalkohol eignet sich perfekt dazu und ist übrigens auch ein hervorragendes Mittel um Klebereste von Aufkleber, Klebeband usw. zu entfernen. Gibts in jeder Apotheke und wird dann meist auf die gewünschte Menge abgefüllt. Ein kleines Fläschchen reicht ewig.
Aufgrund der Position der Hauptstromversogung auf dem MB bist Du natürlich sehr eingeschränkt was die saubere Kabelverlegung angeht. Da hat der zuständige Platinendesigner offenbar komplett das Gehirn abgeschaltet- :-( Trotzdem, so ist es deutlich besser und Du siehst das sich in der Ecke jede Menge Staub und Flusen gesamelt haben. Ein sicheres Zeichen dafür das sich dort Luft gesammelt hat. Das mal so nebenbei aussaugen.
Wäre natürlich klasse wenn Du von irgendwoher ein NT ausleihen könntest um zu sehen ob es das ist. Wenn der PC einfach komplett ausgeht und keinen Mucks mehr macht, ist es aber fast immer das NT und als zweiter Verdächtiger das MB.
Antwort 22 von friday vom 21.05.2022, 09:26 Options
Wenn ich mir die Ecken rechts unten, zwischen Platte und Board und unter dem Netzteil anschaue, hilft eine Netzteilreinigung vielleicht sogar. Da braucht der Strom ja schon nicht mehr kriechen. :D
Gibt's schon Spinnen drin? lol
Hol Dir mal
Everest Ultimate. Auch mit der Trial Version kannst Du in den Optionen ein Protokoll der Monitoring Werte auf Platte rausschreiben lassen und hast so auch nach einem Crash/Shutdown den letzten Verlauf.
Datei > Einstellungen > Hardware Überwachung > Protokollieren. Sobald Du den Haken für eine Datei (nimm HTML Format) angeklickt und mit OK bestätigt hast, fängt Everst an in diese Datei alles Werte zu protokollieren die aktiviert wurden. Spannungen und Temps sind normal per Default aktiv, wenn nicht, aktiv setzen. Dann mal zocken und warten bis er sich verabschiedet. Vielleicht gibt das Protokoll Aufschluss was los ist.
Antwort 24 von aimheld vom 21.05.2022, 16:19 Options
Moin,
@friday lol ich hoffe ja mal nicht :( Aber ich wette bei dem Staub hätten selbst die kein bock mehr ^^
@Luke
oha .. habe vorher immer die Home Edition benutzt. Wusste nicht, dass Ultimate so viele neue Infos liefert ^^ Nett.
Okay dann werde ich jetzt zocken bis das Ding zusammenbricht und den Log posten.
Everest zeigt mir übrigens bei Sensoren die Komponente MCP. Diese ist im idle 70° heiss. Ist das normal ?
Grüße,
aimheld
Wer weiss. ;-D Vielleicht sagen die aber auch ihren Artgenossen Bescheid: "Hey, kommt her, hier ist's echt gemütlich." *g*
Ich nehme an Du meinst die beliebte Freeware Edition 2.20? Da hat sich ne Menge getan. Bereits zur Version 4.60 die wir hier in Firma haben ne ganze Menge. Und privat hab ich die aktuelle 5.50, dort kam auch nochmal einiges dazu wie z.B. G15 Unterstützung.
Wegen MCP: Da würde ich mir erstmal keinen grossen Kopf machen. Bei manchen Systemen bringen die Monitoring Tools ab und an Sensorwerte die es gar nicht gibt. Bei Speedfan ist das z.B. ziemlich deutlich, da gibts gleich mehrere solche. Das hängt mit einer nicht 100% Unterstützung des Boards zusammen. Es gibt so massiv viele verschiedene Boards das auch hier mal Fehler seitens der Programmierer unterlaufen können bzw. von denen, die die Daten der Boards zusammentragen.
Das artet ja langsam in Detektivarbeit aus. *g*
Protokoll: Sehr schön, so hat man doch gleich mal gescheite Infos. Hmm, laut Everest steigt die Temp von MCP an. Das widerspricht schon mal der Theorie das MCP in dem Fall ein "Geistersensor" wäre. Unter MCP finde ich tatsächlich Infos, dass damit der Chipsatz auf einem nForce Board gemeint ist, was bei Dir ja auch zutrifft. Ok, um das zu testen schnapp Dir nen Lüfter und stell den direkt davon und schau in Everest (ohne Protokoll) ob sich bei MCP was verändert. Wenn Du keinen hast, nimm einfach mal den Gehäuselüfter und stell irgendwas drunter so das er den Kühler gut anbläst. Wenn sich dann die Temperatur deutlich nach unten bewegt, steht fest das MCP der Chip unten ist und es keine Geisterinfos sind.
Dann kannst Dir überlegen da einen kleinen Lüfter drauf zu setzen. Dürfte ein 4cm Lüfter draufpassen. Aber bedenklich wäre das bei 76° trotzdem "noch" nicht, da dieser wohl offenbar locker bis 90° verträgt.
Alles andere sieht gut aus laut Protokoll. Auch CPU und GPU kommen nicht wirklich ins schwitzen. ;-) Der Rest an Spannungen und Temps sind soweit okay. Einzig die 12V Schiene fällt ein wenig auf, die sackt ein paar Mal nach unten, aber nur kurzfristig.
Antwort 28 von aimheld vom 22.05.2022, 07:50 Options
Guten Morgen,
also ich habe jetzt für ca. 40 Minuten einen Ventilator ans Gehäuse gestellt. Der MCP blieb bei 48°.
Danach habe ich den Ventilator abgeschaltet. Der MCP erhöhte sich 10 Min. lang auf 72° und der PC stürzte ab. Hört sich für mich verdächtig an ;-)
Ich hab gelesen, es gibt solche Chipset-Kühler. Was haltet ihr davon ? Der hier zB.
http://www.caseking.de/shop/catalog/VGA/RAM/CHIP/Alle-Chip-Kuehler/...Grüße,
aimheld
Antwort 30 von friday vom 22.05.2022, 12:40 Options
Netzteil oder Mainboard stehen ja zur Auswahl bei dem Problem. Wenn er mit dem Ventilator rennt, kann es auch(indirekt) am Board liegen.
Das Problem dabei ist die Grafikkarte, die die Southbridge teilweise verdeckt. Deshalb passt da kein Lüfter drauf. Und da sitzen auch die Spannungswandler der Karte drüber, die sorgen für etwas zusätzliche Wärme in dem Bereich.
Wenn so ein Chipsatzkühler, wie du verlinkt hast, sich befestigen lässt, wäre er ideal.
Und unter die Festplatte kannst du ja auch mal einen Gehäuselüfter einbauen, der reinbläst. Möglicherweise reicht das ja auch schon.
Alternative wäre, die Seitenwand direkt gegenüber oder etwas unterhalb zu "modden", so dass du da einen Lüfter anbringen kannst. Eventuell innen noch einen Fan Duct anbringen, der direkt vor der Karte/Chip endet.
Berücksichtige bei Misserfolgen, dass du mit dem Ventilator nicht ausschließlich nur die Southbridge gekühlt hast.
Moin aimheld
Das ist deutlich! Und zeigt ein weiteres Mal wie wichtig/hilfreich ein solches Monitoring Protokoll ist. Damit steht fest das sich Everest definitiv nicht geirrt hat und das MCP auch wirklich definitiv der Chipsatz ist.
Zitat:
Hört sich für mich verdächtig an ;-)
Dito. Wobei im vorherigen Log ist der erst bei 76° ausgestiegen. Wie auch immer. Meine persönliche Meinung: In einem PC darf keine einzige Komponente mit Ausnahme der GPU im FurMark Test eine solche Temperatur erreichen, da wird sofort mein Reflex aktiv der da sagt "das muss runtergekühlt werden". ;-) Auch wenn der Chipsatz "offiziell" deutlich mehr vertragen müsste, hat eine solche Hitzequelle (besser: Herdplatte) Auswirkungen auf die Temperaturen des gesamten Systems.
Zitat:
Ich hab gelesen, es gibt solche Chipset-Kühler. Was haltet ihr davon ? Der hier zB.
Prinzipiell eine gute Wahl. Thermalright Kühler sind qualitativ erstklassige Kühler. Aber im Ernst: In dem Fall dann doch ein wenig "overdressed". Solche Kühlmonster lohnen sich nur für Overclock Enthusiasten. Mit einem kleinen Kühler dürftest Du laut Deinem Ventilatortest bereits eine deutliche, positive Veränderung herbeiführen. Lutz hat für diese Grösse einen richtig guten 4cm Lüfter aufgetan der vor allem auch kein Schreihals ist, was in dieser Grösse meist ja immer der Fall ist.
Guckst Du hier.
Und dann lieber das Geld für den Thermalright auf die Seite, noch etwas draufpacken und ein besseres Gehäuse mit gescheitem Konzept zu holen. Da hast Du deutlich mehr davon. Was ich meine ist der
Compucase Miditower 6AG1. Leider hat Compucase offensichtlich in den letzten Tagen die Webseite komplett umgekrempelt und zwar nicht gerade zum Besseren. Vorher konnte man sich dort direkt die einzelnen Ansichten der Gehäuse anschauen. Wenn Du aber auf der Seite das Datenblatt herunterlädst, bekommst auch die Innenansicht. Das Gehäuse ist ein in jeder Hinsicht vernünftiges. Was die Qualität, das Konzept und den Preis angeht.
Ein paar der wichtigsten Eigenschaften:
- Vernünftiges Kühlkonzept mit 2 SnapIn Halterungen für 12cm Lüfter.
- Herausnehmbarer Plattenkäfig bei dem die Platten ausserdem entkoppelt mit Gummipuffer montiert werden. Sämtliches Material dafür liegt bei. Kleiner Tipp am Rande aus der Erfahrung heraus: Es kann anfangs bis zu 24 Std dauern, bis die Vibrationen weg sind. Es braucht eine Zeit bis sich die Gummipuffer "eingelebt" haben.
- Staubschutzfiler in der Front. Die Front kann man ohne Werkzeug durch zwei seitliche Riegel abnehmen.
- Vernünftige Qualität. z.B. kleine Blattfedern die den Deckel unter Spannung halten damit es nicht zu Vibrationen kommen kann. Ausserdem eine vernünftige Wandstärke des Gehäuses.
PreisvergleichTeste das mal mit dem Chipsatz eine längere Zeit ob es wirklich das ist, was das Problem verursacht. Es "könnte" sein, ich hätte jedoch momentan noch immer das NT im Verdacht. Aber das jetzt zu testen kostet Dich nichts, da Du dafür ja den Gehäuselüfter nehmen könntest, bei offenem Gehäuse versteht sich. Vielleicht ists ja wirklich nur der Chipsatz. Das liesse sich dann mit ein paar Euro beheben.
@friday
Ja, komplett wird er den Lüfter vermutlich nicht drauf kriegen. Aber wenn der Kühler auf dem sitzt was auf dem Foto sichtbar ist, müsste das schon genügen.
@aimheld
Du könntest auch die Graka noch aktiv kühlen. Wenn Du da zwei 8cm Lüfter (oder besser 92mm Lüfter falls der Platz reicht) mit Kabelbinder draufpackst. Obwohl die Graka das eig. bei den Temperaturen gar nicht nötig hätte, könnte das schon einiges bewirken. Ich hatte privat erst so einen Fall bei dem sich auch die Southbridge durch die Graka aufgeheizt hat. Nachdem wir 2 92mm Lüfter auf den Passivkühler der Graka drauf gepackt hatten, war die Southbridge gleich mal 10° kühler. Man darf nicht vergessen das auf eine Graka ja nicht nur die GPU heiss wird, sondern das ganze PCB aufgeheizt wird durch GPU, Spannungswandler, RAM etc. und diese Wärme dann an den PCI Slot abgegeben wird.
Antwort 33 von aimheld vom 22.05.2022, 15:12 Options
Moin,
hm, also ich habe grade einen kleinen Lüfter (48 mm) vor den Chip gebaut. Die Temperatur blieb beim zocken auf 54° und der PC stürzte ab.
Jetzt habe ich den Lüfter wieder abgebaut und der Chip ist bei 70°. Das System ist aber völlig Stabil.
Kann also vielleicht doch das NT sein. Verwirrent das alles ^^
Das Compucase Gehäuse sieht gut aus, muss ich mir mal überlegen ob es sich für mich lohnt.
Grüße,
aimheld
Antwort 34 von aimheld vom 23.05.2022, 11:55 Options
Moin,
ich habe heute das Netzteil vom Staub befreit. Danach lief das Crysis-Benchmark über eine Stunde lang, ohne dass der PC abgestürzt ist (normal bereits nach 15 min.).
Hat sich wohl immer das Netzteil überhitzt ^^
Vielen Dank euch allen für euren vielen Tipps. Das hat mir sehr weitergeholfen.
Falls das Problem doch nochmal auftreten sollte, schreibe ich es hier rein.
Grüße,
aimheld