Europameisterschaft Bedrohung für Handybenutzer? Options
von
tonja vom
24.06.2020 - 102 Hits -
Fußballeuropameisterschaft kann für Fans mit Mobiltelefon ein Sicherheitsrisiko bedeuten. Die Bedrohung geht dabei von multimedial unterlegten Fanmeilen und Public-Viewing-Bereichen aus. Denn dort werden Handy-Besitzer per Kurznachricht oft zur Freigabe ihrer Bluetooth-Schnittstellen aufgefordert. Kommt man derlei Aufforderungen unvorsichtig nach, öffnet man dem Versender aber möglicherweise Tür und Tor zum Datenklau. Denn der kann so gegebenenfalls alle auf dem Handy hinterlegten Daten auslesen. Diese Gefahr existiert selbstverständlich auch bei anderen Großveranstaltungen. Der Kölner Spezialist für mobile Kundenkommunikation Interactiv rät deshalb zur Zurückhaltung bei der Freigabe der Bluetooth-Ports. Es sei denn, die Betreiber weisen explizit im Vorfeld auf Bluetooth-Dienste innerhalb einer bestimmten Zone hin und machen ihr Angebot deutlich.
Egal ob auf Fanmeilen, Messen oder sonstigen Massenveranstaltungen: Die Veranstalter legen Wert auf ein unvergessliches Erlebnis und wollen den Besuchern einiges bieten. Dazu gehört auch die digitale Untermauerung, zum Beispiel mit Bluetooth-Diensten. Immer häufiger erhalten Handybesitzer deshalb die Aufforderung, ihre Bluetooth-Schnittstelle für den Empfang wichtiger Informationen zu öffnen.
Wer solchen Aufforderungen unreflektiert nachkommt, schafft allerdings auch ideale Voraussetzung für den Diebstahl personalisierter und damit sehr wertvoller Daten. Denn mit dem Öffnen des Bluetooth-Ports für externe Benutzer lassen sich unter Umständen alle Daten des mobilen Endgeräts auslesen: von Geburtsdaten über Adressen bis hin zur Bankverbindung.
Oft geht es bei solchen Aufforderungen nur um harmlose Marketing-Aktionen oder sehr nützliche Dienste. Von daher ist es unangebracht, alle Angebot pauschal zu verurteilen. Unseriöse oder gar kriminelle Absichten lassen sich jedoch nicht grundsätzlich ausschließen. Deshalb ist Vorsicht angesagt. Einen Ansatz bietet die Kommunikation im Umfeld solcher Dienste. Seriöse Anbieter verstecken sich nicht hinter kryptischen Textnachrichten, sondern weisen offen auf ihr Angebot hin.
Allgemein ist das Sicherheitsrisiko beim mobilen Surfen mit dem Handy jedoch erheblich geringer als am PC. Zumindest wenn der Zugriff über den Browser des Mobiltelefons erfolgt. Denn die Zahl von Schadprogrammen, die das Handy infizieren können, bleibt noch überschaubar. Dennoch ist auch sie im Steigen begriffen.