Deutsche Telekom weist aktuelle Spekulationen zurück Options
von
tonja vom
30.05.2020 - 102 Hits -
Die Redaktion des Magazins „Capital“ hat bekannt gegeben, dass es sich bei dem Einzelfall aus dem Jahr 2005, den die Deutsche Telekom im Sommer 2007 aufgrund interner Hinweise aufgeklärt hat, um einen Redakteur des Magazins gehandelt hat.
Dazu möchte das Unternehmen folgendes klar stellen: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, hat mit den Vorgängen aus 2005 nichts zu tun. Bei der Aufklärung in 2007 hatte René Obermann deswegen auch nichts zu verbergen. Entsprechende Spekulationen weist das Unternehmen klar zurück.
Über den seinerzeitigen, abgeschlossenen und einen begrenzten Einzelfall betreffenden Vorgang hat die Deutsche Telekom bereits am Samstag informiert. Durch die unverzüglichen internen Ermittlungen der mit einem Ex-Staatsanwalt besetzten Stabsstelle Wirtschaftsstrafrecht wurde es möglich, kurzfristig noch 2007 weitreichende personelle und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen. Damit wurde sichergestellt, dass sich derartige Vorkommnisse nicht wiederholen. Bei einem von vornherein publizistisch begleiteten staatlichen Ermittlungsverfahren, wie es bei einer frühzeitigen Information des Journalisten unvermeidlich gewesen wäre, wären in diesem Falle nicht so rasch umsetzbare Erkenntnisse zu haben gewesen.
Der gewählte Weg erforderte es, die Publizität gegenüber dem betreffenden Journalisten zurückzustellen. Die Abwägung zugunsten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter fiel dem Management nicht leicht.
Klar und unbestreitbar ist, dass es eine Pflicht zur öffentlichen Anzeige zu keiner Zeit gab.
René Obermann stand über die Art und Weise der Abarbeitung des Vorfalls damals in kritischem Gedankenaustausch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, der von einem auch aus dessen Sicht verfrühten schädlichen Gang an die Öffentlichkeit dringend abgeraten hat. Letztlich hatte sich René Obermann am Unternehmensinteresse zu orientieren.
Nachdem neue, wesentlich umfangreichere und schwerer wiegende Vorgänge bekannt, der Staatsanwaltschaft umgehend angezeigt und dann unmittelbar nachfolgend presseöffentlich wurden, war es selbstverständlich, den betreffenden Redakteur persönlich zu informieren und das Bedauern des Unternehmens zum Ausdruck zu bringen.
http://www.supportnet.de/newsthread/4477CAPITAL-Statement zur Telekom-Affäre