Gaming-Branche wird Motor der Unterhaltungsindustrie Options
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tonja vom
08.04.2020 - 214 Hits -
Der Bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein hat den Fachkongress "Munich Gaming" eröffnet. Die Veranstaltung wurde von der Chillingsten GmbH initiiert und von der Medientage München GmbH konzipiert und durchgeführt. Dem zweitägigen Fachkongress, der im [m]athäser Filmpalast in München stattfindet, war eine Publikumsveranstaltung am Wochenende vorausgegangen. "Munich Gaming" versteht sich als innovative Plattform und Vernetzungstreffen zwischen Medien- und Games-Branche, zwischen Industrie und Usern sowie zwischen Politik und Regulierungsbehörden.
In seinem Grußwort unterstrich Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, die rasant zunehmende Bedeutung der Gaming-Industrie. 2007 sei die Branche um insgesamt 21 % gewachsen und hatte einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro generiert. Prof. Dr. Ring: "Dass Spielen generell ein Wesenselement menschlichen Daseins ist, wird durch die Tatsache belegt, wonach etwa ein Drittel aller Deutschen mehr oder weniger regelmäßig Computerspiele auf verschiedenen Endgeräten spielt." Durch Spielen würden kognitive und motorische Fähigkeiten ausgebildet - heute seien aber nicht mehr Würfel oder Karten Mittel zum Spiel, sondern Konsolen oder Tastaturen.
Ring wies in seiner Funktion als Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) aber auch auf Gefahren hin, die exzessiver Spiele-Konsum mit sich bringen könne. So seien etwa 10 % der Gamer suchtgefährdet und verbrächten bis zu 50 Stunden wöchentlich mit Computerspielen. Hier stünden Industrie, Jugendschützer aber auch Eltern und Pädagogen vor einer Herausforderung, den potenziellen Gefahren wirksam entgegen zu treten. "Munich Gaming" ist in diesem Zusammenhang ein Beweis für die Ernsthaftigkeit dieses Anspruchs, denn der Fachkongress bringt alle Beteiligten an einen Tisch, so Ring weiter.