Die beste Digitalkamera der Welt: And the winner is … Options
von
tonja vom
04.01.2020 - 678 Hits -
Für Digitalfotografen ist es der aufregendste Jahresanfang seit langem: Alle großen Hersteller kommen mit spektakulären neuen Spiegelreflex-Kameras (DSLRs) auf den Markt. Trotz der üppigen Anschaffungskosten sind diese Highend-Geräte nicht nur für Profi-Fotografen von Interesse: Viele der raffinierten neuen Funktionen und Detail-Lösungen finden früher oder später Eingang in den Massenmarkt der Kompaktkameras. Das Fotomagazin CHIP FOTO-VIDEO digital hat die fünf Neuerscheinungen der Spitzenklasse ausführlich getestet und besonderes Augenmerk auf die wichtigsten Innovationen gelegt.
Benno Hessler, leitender Redakteur bei CHIP FOTO-VIDEO digital, nimmt die Antwort auf die spannendste Frage vorweg: „Sieger des Tests wurde die Nikon D3 auf Platz 1. Nach unserer Ansicht ist das die beste Digitalkamera der Welt.“ Mit einem Preis von 4.850 Euro ist die neue Nikon sicher kein Schnäppchen. Die nur einen Wertungspunkt schlechtere Canon EOS-1Ds Mark III kostet gar satte 7.900 Euro. Hessler will der Preispolitik der beiden renommiertesten Hersteller eine gewisse Berechtigung nicht absprechen: „Diese Kameras sind das Nonplusultra. Mit extrem aufwendiger Entwicklungsarbeit haben Canon und Nikon das Beste vom Besten in ihre Top-Modelle gepackt.
So gelang es den Nikon-Ingenieuren, das gefürchtete Bildrauschen praktisch zu eliminieren. Selbst bei der sehr hohen Aufnahme-Empfindlichkeit von 6.400 ISO können elektrische Störsignale die Bildqualität unter Praxisbedingungen nicht erkennbar schädigen. Hessler empfiehlt die Nikon deshalb vor allem Fotografen, die oft bei wenig Licht arbeiten: „Wer mit kurzen Belichtungszeiten oder mit Available Light fotografiert, für den eröffnet die Nikon D3 neue Welten.“ Während die Nikon auf ihrem Voll-format-Sensor Bilder mit 12 Millionen Pixel auflöst, packte Canon seinem Spitzenmo-dell gar 21 Megapixel auf den Kleinbild-Sensor – ein neuer Rekord. Nicht zuletzt deshalb gewann die Canon EOS-1Ds Mark III die Bildqualitätswertung in CHIP FOTO-VIDEO digital und ist mit der Idealpunktzahl von 100 Punkten die neue Referenz in dieser wichtigen Teilkategorie. Redakteur Hessler: „In der Gesamtwertung liegen die Nikon und die Canon gerade mal einen Punkt auseinander. Abgesehen vom Preisunterschied nehmen sich diese beiden Superkameras also nicht viel.“
Von den teuren DSLR-Innovationen profitiert der gesamte Kameramarkt. So hat Nikon neben seinem Spitzenmodell auch ein günstigeres Gerät mit professionellem Anspruch im Angebot. Die D300 liegt mit 86 Punkten nur acht Punkte hinter dem Testsieger, kostet aber nicht einmal annähernd die Hälfte (1.850 Euro). Laut Hessler eine exzellente Alternative: „In Ausstattung und professionellem Anspruch steht sie der D3 kaum nach. So verfügt sie zum Beispiel über den gleichen 51-Punkt-Autofokus und teilt mit der großen Schwester das extrem hochauflösende LC-Display.“ Die D300 verfügt über „Live-View“, ihr LCD-Monitor kann also ein Vorschaubild 1:1 und in Echtzeit darstellen. Diese Technik, die eine absolut präzise Bildkontrolle zulässt, hat auch in Amateur-DSLRs für weniger als 1.000 Euro Einzug gehalten. Hessler: „Viele Techniken, die anfangs den absoluten Top-Modellen vorbehalten waren, sind mittlerweile auch bei Amateur-DSLRs oder im Kompakt-Segment zu finden. Etwa die Bildstabilisation, dank der sich die Ausbeute an scharfen Fotos deutlich erhöht und die aus hochwertigen Kameras nicht mehr wegzudenken ist.“
Der ausführliche Testbericht erscheint in der aktuellen Ausgabe 02/2008 von CHIP FOTO-VIDEO digital (seit 2. Januar im Handel).