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Vista-Migration? Nein, danke - Unternehmen warten auf den Nachfolger Options

von tonja vom 26.11.2019 - 205 Hits -

Auch knapp ein Jahr nach Einführung von Windows Vista sind dessen Kompatibilitätsprobleme zu bestehenden Anwendungen nicht gelöst. Weil das Nachfolge-Betriebssystem zudem in absehbarer Zeit auf den Markt kommen soll, werden viele Unternehmen die teure Migration von XP auf Vista wahrscheinlich komplett überspringen. Damit könnte Vista mittelfristig das gleiche Schicksal erleiden, wie vor einigen Jahren der ungeliebte Windows-98-Nachfolger ME.

Das mit enormem Werbetamtam in den Markt gedrückte Windows Vista erweist sich knapp ein Jahr nach seinem Start als nur mäßig erfolgreich. Privatanwender haben es zwar beim Kauf eines neuen PC per Bundle zwangsverordnet bekommen, aber in den Unternehmen hat der XP-Nachfolger noch lange nicht Fuß gefasst.

„Der hauptsächliche Grund, warum unsere Kunden nicht migrieren möchten, ist doch, dass es dadurch keinen Mehrwert für das Unternehmen gibt. Was kann Vista denn in der Praxis besser als das alte XP? Wenn man genau hinsieht, bleibt allenfalls DirectX10 übrig, und das interessiert im Unternehmenseinsatz nun wirklich nicht", meint Konstantin Mroncz vom Mannheimer Schulungsanbieter train+consult.

Inzwischen mehren sich auch die Anzeichen, dass die Migration von XP zu Vista generell von der Agenda vieler IT-Abteilungen verschwindet. Gründe dafür gibt es reichlich: So sorgen die hohen Hardwareanforderungen von Vista dafür, dass durch eine Umstellung der größte Teil des vorhandenen Rechnerbestandes entsorgt und teuer ersetzt werden müsste. In weiten Teilen ungeklärt sind zudem immer noch die leidigen Kompatibilitätsprobleme des Betriebssystems zu Dritthersteller-Anwendungen. Von der neuen Benutzeroberfläche, die gerade im klassischen Anwenderumfeld regelmäßig für Verwirrung bei den Benutzern sorgt, ganz zu schweigen. Alles in allem liegt die Hürde für eine Umstellung also sehr hoch.

Zudem ist praktisch nie ersichtlich, inwiefern sich die teure Migration in einer überschaubaren Zeitspanne rechnen kann. Negativ für TCO-Kalkulationen ist außerdem, dass der Vista-Nachfolger deutlich schneller veröffentlicht werden soll als sein Vorgänger. Somit ist die potenzielle Laufzeit von Vista in den Unternehmen absehbar. Fünf Jahre wie zwischen dem Release-Wechsel von XP zu Vista will Microsoft in keinem Fall mehr verstreichen lassen. Offizielle Angaben gibt es zwar nicht, aber man rechnet allgemein damit, dass Ende 2008 oder spätestens 2009 der Vista-Nachfolger Windows 7 auf den Markt kommen wird.

„Vista zeigt erstaunliche Parallelen zu Windows ME. Heute wie damals hatte Microsoft keine wirklichen Neuerungen anzubieten, stattdessen wurde die Oberfläche aufgehübscht, um in der Wartezeit auf einen wirklich guten Nachfolger noch ein paar Lizenzen zu verkaufen. Für den Privatgebrauch ist das nicht so tragisch, aber Unternehmenskunden sollten mit der Umstellung warten, bis Windows 7 da ist", kommentiert Konstantin Mroncz die aktuelle Debatte.
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