Bundestrojaner ein Potemkinsches Dorf Options
von
tonja vom
12.10.2019 - 136 Hits -
Der umstrittene Bundestrojaner erinnert an die Sage von den Potemkinschen Dörfern. Je nach politischem Standort als gefährlich oder effektiv dargestellt, fehlt es ihm in Wirklichkeit an Substanz . Zu diesem Ergebnis kommt der Computer-Informationsdienst "mIT Sicherheit" des Bonner Fachverlags für Computerwissen in seiner Oktober-Ausgabe. In der Praxis werde der Einsatz eines solchen Spionagetools zur Online-Durchsuchung schon durch die gängigen Schutzmaßnahmen gegen Spyware erschwert.
Anti-Spyware-Programme und andere Software zum Aufspüren, Blockieren oder Eliminieren von Schadprogrammen aus dem Netz zählen bereits heute zur unabdingbaren Sicherheitsausstattung eines Computers bzw. Netzwerkes. Spekulationen, wonach die Hersteller von Antiviren-Software oder Microsoft selbst in ihre Anwendungen Hintertüren für den BKA-Trojaner einbauen würden, seien frei aus der Luft gegriffen.
Im übrigen können Ermittlungsbehörden laut „mIT Sicherheit“ ohnehin jeden E-Mail-Verkehr mitlesen, sofern er nicht verschlüsselt ist. Dafür müsse jeder Internet Service Provider gemäß der Telekommunikations-Überwachungsverordnung (TKÜV) eine genau spezifizierte Einrichtung bereitstellen. Werde die E-Mail auf dem PC verschlüsselt, sei aber auch diese Technik machtlos.