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Hightech-Industrie braucht qualifizierte Zuwanderer Options

von tonja vom 24.08.2019 - 179 Hits -

Die Hightech-Industrie in Deutschland braucht angesichts des akuten Fachkräftemangels qualifizierte Zuwanderer. Darauf weist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hin. Nach aktuellen Berechnungen des BITKOM gibt es im IT-Sektor 25.000 bis 28.000 offene Stellen. Zusätzlich suchen die Anwenderbranchen vom Maschinenbau über den Handel bis zu Finanzinstituten mehr als 10.000 weitere IT-Fachkräfte. „Die Technologiebranche in Deutschland ist offen für Spitzenkräfte aus aller Welt“, sagt BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Politik muss die Hürden für hochqualifizierte Zuwanderer aus dem Weg räumen.“ Die Reform des Zuwanderungsgesetzes müsse die Einkommensgrenzen als Voraussetzung für eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis von 85.000 Euro halbieren und die Arbeitsmöglichkeiten für ausländische Studierende erleichtern, die in Deutschland ihren Abschluss machen. Kern der Reform muss aus Sicht des BITKOM die Einführung eines Kriterienkatalogs sein, der die Zuwanderung nach Merkmalen wie Qualifikation, Sprachkenntnissen und Alter steuert.

Der BITKOM setzt sich in der Zuwanderungsdebatte für eine sachliche Diskussion ein. „Eine gesteuerte Zuwanderung entlastet die Sozialsysteme, stärkt das Wirtschaftswachstum und führt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze“, sagt Scheer. „Arbeit schafft Arbeit.“ Das bestätigen renommierte Wirtschaftswissenschaftler wie DIW-Präsident Prof. Klaus Zimmermann und HWWI-Direktor Prof. Thomas Straubhaar sowie der Migrationsforscher Prof. Klaus Bade in der aktuellen BITKOM-Publikation „Standpunkte zur Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte“. Die Wissenschaftler setzen sich unisono für die Einführung eines Kriterienkatalogs (Punktesystem) für die Auswahl von Zuwanderern ein. „Ein Kriterienkatalog ist kein Automatismus für Zuwanderung, sondern ein flexibles Steuerungsinstrument“, betont Prof. Scheer. Die Politik könne von Jahr zu Jahr neu entscheiden, ob und wenn ja wie viele Zuwanderer nach Deutschland kommen dürfen.

Grund für den Fachkräftemangel ist der Boom im IT-Sektor bei Software-Anbietern und IT-Dienstleistern, die in Deutschland auf ein Marktvolumen von rund 50 Milliarden Euro kommen. Während der Markt für Telekommunikation (Festnetz, Mobilfunk, Netzausrüster u.a.) unter dem scharfen Preiswettbewerb leidet, profitiert die Informationstechnik (Software, IT-Dienstleister, Computer-Hardware u.a.) vom aktuellen Wirtschaftsaufschwung. Gesucht werden vor allem Software-Entwickler, IT-Projektmanager und IT-Berater. Auf dem Arbeitsmarkt sind IT-Spezialisten aber nur noch schwer zu bekommen. Die Zahl der arbeitslosen Datenverarbeitungsfachleute hat sich seit Anfang 2005 auf aktuell rund 30.000 halbiert. Scheer: „Das entspricht in diesem Berufsfeld Vollbeschäftigung.“ Im Boomjahr 2000 lag die Zahl der arbeitslosen IT-Spezialisten auf dem gleichen, niedrigen Niveau.

In den kommenden Jahren wird sich der Fachkräftemangel aus Sicht des BITKOM bei stabiler Konjunktur verschärfen. Die Studienanfängerzahlen im Fach Informatik sind seit dem Jahr 2000 um ein Viertel auf rund 28.000 im Jahr 2006 eingebrochen. Nach der aktuellen Abbrecherquote erreicht davon nur etwa die Hälfte einen Abschluss. „Reformen im Bildungssystem sind daher die zweite große Herausforderung zur Bekämpfung des Fachkräftemangels“, sagt Scheer. Auch die Unternehmen müssten ihre Investitionen in der Aus- und Weiterbildung erhöhen.
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