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Azubis in Deutschland brauchen Computer-Nachhilfe Options

von tonja vom 12.08.2019 - 176 Hits -

Fast jeder zweite Lehrling in Deutschland (46 Prozent) hat keine ausreichenden Kenntnisse im Umgang mit Computer und Internet. Für zwei Drittel der befragten Personalentscheider aus Handwerk und Industrie ist IT-Kompetenz jedoch ausgesprochen wichtig. Das ergab eine aktuelle Umfrage von TNS-Infratest unter rund 200 Personalverantwortlichen. Die Umfrage wurde im Auftrag der Initiative IT-Fitness, in der sich Microsoft und Partner aus Wirtschaft und öffentlichem Sektor zusammengeschlossen haben, durchgeführt. Sie beleuchtet die IT-Qualifikationen der Auszubildenden mit Haupt- und Realschulabschluss in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen: Die Anforderungen an den Nachwuchs in Handwerk und Industrie steigen. Auch in traditionellen Handwerksberufen gehört der selbstverständliche Umgang mit Computer und Internet zum Rüstzeug. Doch viele Lehrlinge haben noch Nachholbedarf in Sachen IT-Kompetenz. Um diesem Mangel zu begegnen, setzt die Initiative IT Fitness bereits in der Schule an und startet im September das Projekt "fIT-Box" an vierzig Berliner Pilotschulen. Eine didaktisch aufbereitete Unterrichtstunde soll den zukünftigen Lehrlingen die Bedeutung von Computer und Internet in der heutigen Berufswelt näher bringen und sie dazu motivieren, sich für den Beruf IT-fit zu machen. Partner des Projekts ist die Deutsche Bahn AG, die sich seit März 2007 in der Initiative IT-Fitness engagiert.

Den hohen Stellenwert von IT-Kenntnissen bestätigen auch Personalentscheider in deutschen Unternehmen, die im Rahmen der TNS-Infratest-Umfrage befragt wurden: Zwei Drittel von ihnen (66 Prozent) halten IT-Kompetenz für ausgesprochen bedeutsam. Die große Mehrheit von ihnen (über achtzig Prozent) ist der Meinung, dass diese Kenntnisse die Chancen in Ausbildung und Beruf deutlich verbessern. Gefragt nach den wichtigsten IT-Fertigkeiten, gaben die Personalentscheider Textverarbeitung (63 Prozent), Tabellenkalkulation (47 Prozent) und den Umgang mit dem Internet (45 Prozent) an. Ihrer Meinung nach zeigen die Auszubildenden aber gerade in diesen Bereichen erhebliche Defizite: Etwa zwei Drittel (sechzig Prozent) von ihnen haben, so die Befragten, kein ausreichendes Wissen im Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen. Nur jeder vierte Lehrling hat gute bis sehr gute Kenntnisse im Umgang mit Tabellenkalkulationen. Vierzig Prozent der jungen Berufseinsteiger sind nach Meinung der Personaler noch unsicher im Internet.

Mehr Eigeninitiative gefordert

Die Hälfte aller Auszubildenden zeigt nach Einschätzung der Befragten keine Motivation, diese Defizite im Bereich IT durch Eigeninitiative abzubauen. Allerdings mangelt es auch noch an Weiterbildungsmöglichkeiten in den Unternehmen selbst: 26 Prozent der Personalverantwortlichen bieten den eigenen Azubis keine IT-Schulungen an. Auch die Qualität der Weiterbildungen ist nach Meinung der Befragten stark verbesserungswürdig: Über die Hälfte bewertet sie als nicht gut.

In Industrieunternehmen arbeiten die Lehrlinge besonders häufig in der Verwaltung mit PC und Internet (77 Prozent). In Handwerksunternehmen werden IT-Kenntnisse vor allem in der Logistik und im Transport-Bereich (51 Prozent) sowie in der Verwaltung (46 Prozent) und der Produktion (43 Prozent) gefordert.

IT-Kompetenz fördern

Die Hauptschulen schneiden bei den befragten Personalverantwortlichen besonders schlecht ab: Ihrer Meinung nach vermittelt diese Schulform am wenigsten IT Kompetenz. Aus diesem Grund haben Microsoft und Partner im Rahmen der Initiative IT-Fitness die "fIT-Box" entwickelt. "fIT-Box" ist ein Angebot für Haupt- und Realschulen und alle Schülerinnen und Schüler in der Berufsvorbereitung. In einem kleinen Info-Koffer erhalten Lehrer und Schüler didaktisch aufbereitetes Lernmaterial für eine komplette Unterrichtsstunde. Neben den Lehrern können auch Tutoren und Paten aus Wirtschaft, Verbänden und Politik diese IT Unterrichtsstunde abhalten und die Bedeutung von IT im Arbeitsalltag darstellen. Kreativ und spielerisch werden die Schüler mit einem Quiz und Fragestellungen wie "Wie viel IT steckt in einem Brötchen?" oder "Wie viel IT ist im eigenen Klassenraum?" an das Thema herangeführt.

Das Programm startet im September 2007 mit einem Pilotprojekt des Kooperationspartners Deutsche Bahn AG in Berlin. Die Bahn initiiert gegenwärtig Schulkooperationen mit 40 Berliner Schulen. Dort wird die fIT-Box bereits im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres 2007/2008 zum Einsatz kommen. Im Laufe des Schuljahres wird das IT-Trainingsangebot "fIT-Box" dann bundesweit weiteren Schulen zur Verfügung gestellt.
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