Rückblick auf 10 Jahre Supercomputing - seit "Deep Blue" Options
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tonja vom
11.05.2019 - 222 Hits -
Vor zehn Jahren gelang es "Deep Blue" als erstem Computer weltweit, ein Schachturnier gegen einen amtierenden Weltmeister zu gewinnen. Deep Blue besass 32 Prozessoren und konnte 200 Millionen Schachzüge pro Sekunde im historischen 6-Spiele-Match gegen Garry Kasparov gewinnen. Heute, zehn Jahre später, kann "Blue Gene", der derzeit schnellste Supercomputer in der Welt als Nachfolger von Deep Blue mit 131.000 Prozessoren bis zu 280 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde abarbeiten. Ein Wissenschaftler mit einem Taschenrechner müsste 177.000 Jahre ohne Unterbrechung arbeiten, um die Berechnungen zu leisten, die Blue Gene in einer Sekunde vollziehen kann.
Die Computer-Science-Theorien, die bei Deep Blue untersucht wurden (parallele Berechnungen in millionenfacher Menge) waren die Grundlage für Blue Gene und haben die heutigen Multicore-Chip-Designs eingeleitet. Blue Gene findet seinen Einsatz in Wissenschaft und Forschung für neue Ergebnisse in den Bereichen Life Sciences (Proteinfaltung, genetische Forschung, Gehirnforschung), Hydrodynamik, Quantenchemie, Astronomie, Materialforschung und Klimamodellierung.
Derzeit befinden sich Blue Gene-Systeme an Platz 1 und 3 der Top500-Supercomputer-Liste. Unter den Top 150-Systemen befinden sich insgesamt 28 Blue Gene-Systeme, unter anderem der weltweit schnellste Supercomputerim US Department of Energy/Lawrence Livermore National Laboratory. Derzeit gibt es 15 Blue Gene-Installationen in den USA, und weitere in der Schweiz, in Japan, Deutschland, in den Niederlanden, in Frankreich und in Großbritannien.