Die besten Digitalradios des Jahres 2006 Options
von
tonja vom
06.02.2019 - 524 Hits -
Wie schon im Vorjahr, kürt die Zeitschrift reinHÖREN auch für das Modelljahr 2006 die besten DAB-Radios. Getestet wurden daneben neuartige WLAN-Webradios und fanden einen würdigen Sieger.
Die Testberichte der Zeitschrift reinHÖREN legen besonderes Augenmerk auf die Empfangsgüte, hier vor allen Dingen auf die DAB-Empfangsempfindlichkeit, der in Deutschland durch stellenweise schwache DAB-Signalversorgung besondere Bedeutung zukommt. Ein weiteres wichtiges Wertungskapitel ist der Klang im gattungstypischen Gebrauch. So entscheidet bei einem Kofferradio der Klang im Betrieb mit den eingebauten Lautsprechern, bei DAB-Tunern finden die Tests an der immer gleichen Musteranlage statt und Kompaktanlagen werden mit den gelieferten Lautsprechern bewertet. Weitere Wertungskriterien sind die Ausstattung, die Bedienung inklusive der hinterlegten Softwarequalität sowie der Verarbeitungseindruck.
Durchsetzen konnten sich 2006 der DAB HiFi-Tuner ST-7001DAB von Marantz und das richtungsweisende Kofferradio Pure Evoke 3.
Der Marantz-Tuner ST-7001 überzeugte mit kompletter Ausstattung, guter DAB-Empfangsleistung und sehr guten DAB-Klangeigenschaften sowie ordentlicher Verarbeitungsqualität zu einem Verkaufspreis von moderaten 400 Euro. Damit ist das DAB-Debüt von Marantz ein voller Erfolg. Weitere DAB-Modelle von Marantz folgten, so der kompakte CD-DAB-Receiver CR-601, der sich klanglich gut in Szene setzte, und der von reinHÖREN noch nicht untersuchte Edeltuner Marantz ST15S1.
Das britischen Kofferradio Pure Evoke-3 sah beim Klang mit den eingebauten Lautsprechern nicht wie ein Siegertyp aus. Seine Stärken liegen hingegen in den herausragenden funktionalen Fähigkeiten, die in dieser Kombination schlicht einmalig sind. Das DAB-Radioprogramm lässt sich unterbrechen - zum Beispiel um einen Anruf entgegen zu nehmen - und danach zeitversetzt weiterhören. Das DAB-Radio zeichnet digitale Radiosendungen auf SD-Karte auf, liest aber ebenso gerne auf diesem Wege die MP3-Sammlung ein. Ein Line-in lässt das Radio für andere Audioquellen als Wiedergabegerät herhalten, analoge und digital-optische Signalausgänge eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. 20 programmierbare Timer können mit der Aufnahmefunktion kombiniert werden. Der Clou: Auf dem großen Display lassen sich sechs Textzeilen darstellen. Um das auszunutzen, ist eine EPG-Software an Bord. EPG steht für “Electronic Programm Guide”. Gemeint ist eine elektronische Radioprogrammzeitschrift, die auf jedem DAB-Programmpaket mit ausgesendet werden kann. Findet man eine interessante Sendung, lassen sich die Sendedaten auf Knopfdruck in einen Aufnahmespeicher übernehmen. In Zukunft hört man seine Radioprogramme wann immer man Zeit und Lust dazu hat.
Dass es den Ingenieuren von Pure Digital gelang, all diese Funktionen annähernd narrensicher in eine klares Bedienschema zu gießen, brachte alleine 95 % der Maximalpunktzahl im Wertungskapitel Bedienung.
Eine Erwähnung verdient auch das WLAN-gestützte Webradio “Terratec Noxon 2”. Es empfängt Internetradios ohne PC, einfach via WLAN-Acesspoint und DSL-Anschluss. Das Gerät von Terratec setzte sich in einem Vergleichstest unangefochten an die Spitze der neuartigen Produktgattung. Problemlose Einrichtung und gute Funktion laden dazu ein, die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten zu erkunden. Unter anderem wird eine Musikserver-Software mitgeliefert, die es erlaubt, von einem PC via WLAN die MP3/WMA-Sammlung auf das WLAN-Radio Noxon 2 zu übertragen.
Info zu EPG-Ausstrahlungen:
Erst seit Ende 2006 sind in Deutschland erste EPG-Angebote verfügbar: voll kompatibel bereits in Bayern, seit Februar dieses Jahres auch in Hessen; in vielen weiteren Bundesländern ist die EPG-Ausstrahlung geplant.