Wikileaks: Gefährliche Abschaffung der Geheimnisse Options
von
tonja vom
06.01.2019 - 327 Hits - 2 Antworten
Wikipedia hat sich als Online-Lexikon etabliert, von manchen wegen gelegentlich fehlerhafter Inhalte kritisiert, jedoch von den meisten Internet-Nutzern als Informationsquelle geschätzt. Jetzt kommt eine gefährliche Variante von Wikipedia auf den Markt: Wikileaks. Der Düsseldorf-Blog –
www.duesseldorf-blog.de - warnt jetzt in einem Beitrag vor der Einführung einer solchen Informationsquelle.
Leaks bedeutet so viel wie Leck oder undichte Stelle - und darum geht’s. Wikileaks tritt an mit der Maßgabe, Geheimnisse öffentlich zu machen. Wikileaks will nach eigenen Angaben eine “unzensierbare Version von Wikipedia für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende (untraceable) Veröffentlichung von geheimen Informationen (”Leakings”) und Analysen” schaffen. Primäre Ziele dabei seien durch Unterdrückung geprägte Regime wie China, Russland, das zentrale Eurasien, der Nahe Osten und das Afrika südlich der Sahara. Wikileaks will jedoch auch all denen zur Seite stehen, “die unethisches Benehmen in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen”.
Der Düsseldorf-Blog: „Was sich anhört, wie eine weltweite Vollversammlung demokratischer Robin Hoods des Cyberspace ist in Wahrheit eine brandgefährliche Angelegenheit, da durch fehlende Einordnung und Bewertung von Sachverhalten, nicht nur der Denunziation Tür und Tor geöffnet und Mißtrauen gesät wird, auch besteht die Gefahr, dass Fakten, die für die Sicherheit von Unternehmen und Nationen hoch relevant sind, der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Die “Federation of American Scientists” (Vereinigung der amerikanischen Wissenschaftler) wurde nach eigenen Angaben gebeten, Wikileaks zu beraten und hat abgelehnt. Steven Aftergood, der für die Vereinigung den Newsletter “Secrecy News” herausgibt, begründet das: “Durch das Fehlen verantwortlicher redaktioneller Kontrolle, können Publikationen sehr einfach zu einem Akt der Aggression oder eine Aufwiegelung zur Gewalt darstellen, nicht zu erwähnen die Invasion des Privaten oder der Angriff auf den guten Geschmack.”
Während der Start von Wikileaks vorbereitet wird, laufen parallel in den USA Bestrebungen, bereits veröffentlichte Informationen mit angenommener nachhaltiger Gefährlichkeit wieder unter Kontrolle zu bringen, z.B. durch Löschung der links im Internet.
Quelle: Düsseldorf-Blog