Microsoft-Entwickler Ray Ozzie träumt von der Post-PC-Ära Options
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irisg vom
26.10.2022 - 86 Hits -

Die zukünftige Welt beschreibt der scheidende Microsoft-Chef-Entwickler Ray Ozzie als eine Post-PC-Ära, weil die Konzentration auf den Rechner mit Programmen, Dateien und Desktop überholt sein wird. Diese Gedanken teilt Ray Ozzie unter dem Titel „Dämmerung eines neuen Tages“ („
Dawn of a new Day“) in seinem Blog mit. Zuvor geht es um Microsoft und deren Konkurrenten. Nach der Erwähnung der neuesten Entwicklungen seiner Firma, bezeichnet Ozzie auch die Konkurrenten in mancherlei Hinsicht erwähnenswert. In Sachen Moblie, Vernetzung von Hardware und Software oder beim Thema Social Networking seien andere durchaus besser gewesen als Microsoft.
Durch die Verlagerung zu Apps und Infrastruktur sieht Ray Ozzie auch in den kommenden Jahren wieder einen Wendepunkt auf die Welt zukommen, bei dem es gilt mitzuhalten und mitzugestalten. Die Komplexität des PC würde ihn letztlich zerstören, „Complexity kills.“, meint Ozzie. Irgendwann könne der beste Architekt nicht mehr auf zu komplexem Grund bauen. Jedoch wendet er diese Vision der Zerstörung zur Zukunftsträumerei.
Die Zukunft, der neue Tag ist die Post-PC-Welt, in der Nutzer mit applianceartigen vernetzten Endgeräten auf Cloud-Dienste (Continuous Services), die immer aktualisiert werden zugreifen. Diese Geräte werden einfach und extra für die Apps konzipiert sein, aber dennoch über die Clouds Speichermöglichkeiten haben.
Es werden auch Embedded-Geräte eine immer größere Rolle spielen, die zur Fernwartung von Aufzügen etc. genutzt werden, Steuerelemente und Sensoren enthalten, aber einfach zu konfigurieren und zu ersetzen sind. Ozzie spricht davon, dass sogenannte Killer-Apps, Dienste- und –Geräte erfunden werden müssen, die transmedial und geräteübergreifend viel mehr leisten als die heute erfolgreichsten Apps. Der Weg in diese Zukunft sei zwar noch weit, aber Ozzie ist sich sicher, dass die Zukunft weit über Bildschirm, Tastatur und Maus hinausgehen – also die Post-PC –Ära beginnen wird.
Die neuen Geräte werden fast ein menschliches Bewusstsein haben, denn sie können hören, Berührung und Bewegung, Nähe und Entfernung zu Personen wahrnehmen, den Standort von Menschen erkennen, seine Bewegungsrichtung, Höhe, Temperatur, seinen Herzschlag und seine Gesundheit. So in einem Atemzug genannt klingt das alles nach einem sehr futuristischen Roboter, den man sich sowohl niedlich als auch beängstigend vorstellen kann. Aber möglicherweise steht dieses Etwas wirklich in ein paar Jahren vor uns, nur wird es wahrscheinloch weder wie Wall-E noch wie eine intelligente Kampfdrohne aussehen, sondern eher wie ein winziges Taschengerät, Kleidungsstück, eine Wand oder ein Möbelstück. Aber all dies kommuniziert mit uns, nimmt uns wahr und vermittelt zwischen uns und der Welt. So ungefähr sieht Ray Ozzies Post-PC-Ära aus.