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WikiLeaks: Assange bricht unsachliches Interview ab Options

von irisg vom 25.10.2022 - 618 Hits -

00 News WikiLeaks Screenshot LogoWikiLeaks Gründer Julian Assange brach ein Interview mit dem US-Fernsehsender CNN ab, weil die Journalistin statt politscher Fragen lieber sein Privatleben diskutieren wollte.

Die Plattform WikiLeaks verursachte dieses Jahr viele Schlagzeilen: Im April war es die Veröffentlichung eines Videos, das von einem amerikanischen Kampfhubschrauber im Irak aufgenommen wurde und die Brutalität des Krieges zeigte.

Die nächsten schockierenden Berichte behandelten die Entdeckung und Verurteilung des amerikanischen Soldaten Bradley Manning, der dieses Dokument anonym eingestellt hatte (er wurde entlarvt, weil er in einem privaten Chat mit einem Freund schrieb, dass er das Video auf Wikileaks hochgeladen hatte).

Ende Juli veröffentlichte WikiLeaks dann 92.000 Dokumente mit Berichten von Soldaten aus Afghanistan. Aus den Berichten sind keine Gewaltexzesse gegen Zivilisten oder ähnliches zu entnehmen, sondern wie der WikiLeaks-Gründer Assange sagte, „das gewöhnliche Elend des Krieges“. Dennoch waren die Dokumente vom amerikanischen Militär als geheim eingestuft worden und entsprechend verurteilte die US-Regierung die Veröffentlichung.

Ende August hielt sich der WikiLeaks-Gründer Julian Assange in Schweden auf und dort wurde er der  Vergewaltigung und sexuellen Belästigung verdächtigt. Der Haftbefehl und Verdacht wegen Vergewaltigung wurden gleich darauf zurückgezogen, da es keinerlei Anhaltspunkte gab. Es wurde jedoch weiterhin der Verdacht untersucht, ob ihm sexuelle Nötigung in zwei Fällen vorzuwerfen sei. Der Gründer der umstrittenen Plattform dementierte auch diese Vorwürfe.

Er meinte, es müsse sich hierbei um eine Verleumdungskampagne handeln, hinter der die amerikanische Regierung oder der australische Geheimdienst stecken könnten. Diese wollten ihn und damit die Plattform WikiLeaks, die politisches Unrecht und Kriegsverbrechen öffentlich macht, vor der Öffentlichkeit diskreditieren. Selbst wenn sich solche Verdächtigungen als unwahr herausstellen, vergessen die Medien nicht, sie immer wieder zu erwähnen.

In der Nacht zu Samstag, den 22.10.2010 hat WikiLeaks 391.832 neue Dokumte zum Krieg im Irak veröffentlicht. Das ist die größte Sammlung von Militärdokumenten, die bisher je veröffentlicht wurde. Die Dokumente zeigen, dass die Mehrheit der Toten, über die amerikansche Soldaten berichten, Zivilisten waren. Und zwar 31 Zivilisten pro Tag sechs Jahre lang. Um WikiLeaks zuvorzukommen hatte die amerikanische Regierung Anfang letzter Woche selbst Dokumente über den Irak-Krieg veröffentlicht.

Nun wollte die CNN-Journalistin Atika Shubert im Interview mit Julian Assange über die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung diskutieren, anstatt den Fokus auf die politische Bedeutung der Plattform zu legen. Dieses Vorgehen verbat sich der WikiLeaks-Gründer in dem Interview mehrfach. Er wollte nicht, dass ein so ernstes Gespräch mit Fragen über sein Privatleben verdorben werde und würde gehen, wenn Sie nicht auf ein anderes Thema käme, meinte er. Da die Journalistin jedoch das Thema nicht änderte, ging er.
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