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Tracking-Angebote – zwischen Schutz und Überwachung Options

von tonja vom 28.08.2021 - 134 Hits -

spion XS 200Viele Eltern kennen die Sorge: das Kind ist zur verabredeten Zeit nicht zu Hause oder verspätet sich auf dem Heimweg von der Schule. Handy-Ortungsdienste wie „Google Latitude“, „uLocate“ oder „Digital Angel“ wollen hier Abhilfe schaffen und lokalisieren innerhalb von Sekunden das gesuchte Mobiltelefon. Auch der Handyanbieter „Mia Vojo“ will jetzt mit einem neuen Tracking-Handy Eltern, Senioren und Outdoor-Fans für sich gewinnen. Über den integrierten GPS-Empfänger kann der Bestimmungsort des Handys von Dritten über die Internetseite des Anbieters bestimmt und auf einer Karte angezeigt werden. Zudem können Fortbewegungsgeschwindigkeit des Handybesitzers und Route aufgezeichnet werden. Beim Abweichen von gewohnten Routen oder beim Betreten bestimmter Gegenden kann sogar ein Alarm ausgelöst werden.

Tracking-Angebote dieser Art liegen im Trend. Sie richten sich vor allem an besorgte Eltern oder hilfsbedürftige Senioren und sollen in erster Linie der Sicherheit der Nutzer dienen. Weitere Zielgruppen dieser Ortungsdienste sind Sportler, die damit Trainingserfolge aufzeichnen können oder aktive junge Menschen, die wissen möchten, was in ihrer Umgebung gerade passiert.
„Jedes Handy kann über Tracking-Programme lokalisiert und damit der Aufenthaltsort des Benutzers bestimmt werden“, so Thorsten Piontek, Geschäftsführer von http://www.24mobile.de. „Zwar können die Nutzer selbst bestimmen, ob sie ihren eigenen Standort für andere sichtbar machen, trotzdem besteht die Gefahr eines unbedachten Umgangs mit diesen Diensten“. Bei allem Nutzen, den es verspricht, verführt das Handy-Tracking auch zur ungewollten Überwachung.

Thorsten Piontek fügt hinzu: „Um die Nutzer von einer Lokalisierung ihres Handys zu überzeugen, werben viele Dienste mit attraktiven Leistungen: Freunde in der Nähe werden angezeigt, so dass man sich nicht mehr verpassen kann; Bars, Restaurants und Geschäfte in der Umgebung können gezielt gesucht werden und ein Stadtplan mit dem eigenen Standort macht Schluss mit der Orientierungslosigkeit in fremden Städten. Trotzdem gilt es, ein gesundes Misstrauen gegenüber diesen Diensten zu bewahren und sich zu fragen: Will ich tatsächlich zu jedem Zeitpunkt offenlegen, wo ich mich befinde, welche Wege ich gehe und wer in meiner Nähe ist?“

Wer sein Mobiltelefon für die diversen Tracking-Module freischaltet, sollte sich deshalb bewusst machen, damit einen Teil seiner Privatsphäre abzugeben und die Überwachung durch andere zu ermöglichen.
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