Digitales Gedächtnis in Produkten hilft beim Einkauf Options
von
tonja vom
18.02.2021 - 1138 Hits -

Die intelligente Champagnerflasche weiß selbst, bei welcher Temperatur der Schampus am besten schmeckt. Der intelligente Medikamentenschrank teilt seinem Nutzer mit, wann zuletzt eine Medizin eingenommen wurde und wann die nächste Tablette ansteht. Mit diesen digitalen Produktgedächtnissen beschäftigt sich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das auf der CeBIT 2009 erste Forschungsergebnisse aus dem Projekt 'Sem Pro M - Semantic Product Memory' präsentiert.
Die technische Grundlage für digitale Produktgedächtnisse bilden Elemente, die stark miniaturisiert in beliebige Alltagsgegenstände von außen unsichtbar integriert werden. Dem CeBIT-Besucher bietet sich durch direkte Interaktion mit dem digitalen Produktgedächtnis eines individuell konfigurierten Beispielprodukts die Möglichkeit, dessen Lebenszyklus nachzuvollziehen - beginnend bei der Produktion über verschiedene logistische Stationen bis hin zur Verwendung beim Endverbraucher. Ein anderes Anwendungsbeispiel zeigt, wie sich ein Kunde über die Inhaltsstoffe eines Produkts informieren und sie bewerten kann. Legt er das Produkt auf das Lesegerät des Gedächtnisbrowsers, wird zunächst das Objekt identifiziert. Dann macht sich das System die semantische Repräsentation von Gedächtnisinhalten zu Nutze, um Inhalte mit einer 'semantischen Produktlupe' für den Benutzer verständlich zu formulieren. Der Verbraucher kann den Weg der Produktion, die Inhaltsstoffe, aber auch die Lagerung beispielsweise eines Nahrungsmittels über diese Informationen nachvollziehen. So erscheint für Deklarationen wie der E-Nummer E306 die Erklärung 'Vitamin E' und zugleich die Angabe, ob der Stoff als potentielles Allergen einzuordnen ist.
Homepage:
http://www.dfki.de/web