Domainhandel floriert - Handelsvolumen steigt auf über 53 Mio. Euro Options
von
tonja vom
03.02.2021 - 352 Hits -

Das Jahr 2008 war für den Domainmarkt wieder ein Jahr mit beachtlichen Zuwachsraten. Dies geht aus der alljährlichen Studie von Sedo, der weltgrößten Domainhandelsbörse, hervor. So stieg die Anzahl der Domainverkäufe um 35 Prozent und das Handelsvolumen trotz der gesamtwirtschaftlichen Schwäche des vierten Quartals um 8 Prozent auf 53.135.710 Euro (Vorjahreswert: 49.136.552 Euro).
Grundlage dieser Studie sind die Verkaufszahlen von Sedo. Detaillierte Statistiken und Grafiken sind elektronisch abrufbar unter:
http://www.sedo.de/presse/Domain-Marktstudie2008.pdfHighlights der Marktstudie 2008 - Parallel zum Handelsvolumen ist auch die Anzahl der Domainverkäufe gestiegen: Während im Jahr 2007 noch 27.270 Domains verkauft wurden, waren es 2008 mit 36.884 verkauften Domains bereits 35 Prozent mehr.
- Der durchschnittlich erzielte Preis für eine Domain lag bei 1.440 Euro und ist damit um 21 Prozent gesunken, während im Vorjahr noch eine Preissteigerung von 5 Prozent verzeichnet werden konnte.
- Entgegen dieser Entwicklung erfuhren die Länderdomains mit den Endungen .de, .at und .fr teils erhebliche Steigerungen ihrer Durchschnittspreise. So stiegen die Durchschnittspreise für
.de-Domains auf 1.170 Euro (Vorjahr: 1.017 Euro), für
.at-Domains auf 1.082 Euro (Vorjahr: 776 Euro) und für
.fr-Domains von 1.735 auf 2.846 Euro (Steigerung: 64 Prozent).
- Bei den generischen Top Level Domains (.com, .net, .org, .biz und .info) hingegen hat eine Konsolidierung eingesetzt: Die Durchschnittspreise sind durchgängig gefallen - selbst die "Königsdomain" .com hat ihren Vorjahreszuwachs nahezu wieder eingebüßt (Durchschnittspreis: 1.700 Euro).
- Der höchste Kaufpreis einer Domain bei Sedo lag 2008 bei 1,17 Millionen US-Dollar - er wurde erstmals für eine Domain mit Landeskürzel erzielt (kredit.de).
Vertrauen in Domains mit Landeskürzel wächst
"Der Domainmarkt hat sich im vergangenen Jahr sehr gut behauptetet", freut sich Tim Schumacher, Geschäftsführer der Sedo GmbH. Wenn es in einigen Bereichen rückläufige Entwicklungen der Durchschnittspreise gegeben habe, so seien diese meist auf starke Handelsaktivitäten im unteren Preissegment zurückzuführen. "Anders ausgedrückt: Auch weniger attraktive Domains verkaufen sich inzwischen gut, wenn auch zu Lasten des Durchschnittspreises." Bemerkenswert sei die Entwicklung bei den Domains mit Landeskürzel, ergänzt Schumacher: "Hier erwarten wir auch für die Zukunft beachtliche Steigerungsraten - denn die Anerkennung und das Vertrauen bei den Investoren wachsen spürbar."