T-City verbessert GPS-Hilferuf Options
von
tonja vom
31.01.2021 - 168 Hits -

Der GPS-Hilferuf, der seit August 2008 von 40 Wasser- und anderen Outdoorsportlern in Friedrichshafen getestet wird, ist noch effektiver: Die Rettungsleitstelle, die zur Zeit noch von einem Call-Center simuliert wird, kann den eingehenden Hilferuf mit den Positionsdaten des Verunglückten seit Anfang des Jahres auch direkt an das Boot der Wasserschutzpolizei übermitteln. Ferdinand Tempel, Leiter der T-City Repräsentanz, überreichte dem Leiter der Wasserschutzpolizei, Heinz Unglert, dazu ein eigens für diesen Zweck entwickeltes Handy mit einer Navigationssoftware.
Die Anwendung des Hilferufs ist einfach: Mit seinem GPS-Handy, das über eine spezielle Software verfügt, kann ein in Not geratener Sportler seinen exakten Standort per Knopfdruck an eine Rettungsleitstelle übermitteln. Zusätzlich lassen sich weitere Daten, wie Name, persönliche medizinische Informationen oder Angaben zum Sportgerät oder Bootstyp hinterlegen. "Mit der direkten Weiterleitung der Daten an unser Polizeiboot können wir jetzt noch schneller reagieren als bisher", sagt Heinz Unglert. "Dank der Navigationssoftware auf dem Handy haben wir außerdem die Chance, den Verunglückten noch schneller aufzufinden." Damit die Rettungskräfte in Not geratene Sportler nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land erreichen, lässt sich das System auch auf Rettungsfahrzeuge übertragen.
Ursprünglich hatte T-City den GPS-Hilferuf nur für die Segler des Bodensees konzipiert. "Als wir das System der Öffentlichkeit präsentierten, kamen jedoch Vertreter vieler anderer Outdoor-Sportarten auf uns zu und meldeten ebenfalls Interesse an der Lösung an", erklärt Kurt Bächle, Leiter des T-City-Projektes GPS-Hilferuf. Neben dem Projektpartner Württembergischer Yachtclub mit seinen Seglern testen daher inzwischen auch Mountainbiker, Schneetouren-Führer und Fluglehrer den GPS-Hilferuf.