Google Maps Strassenansichten verletzen Privatsphäre Options
von
norma1 vom
19.12.2020 - 1463 Hits -
Anwälte in Japan haben einem Bericht von Reuters zufolge Google dazu aufgefordert, auf detaillierte Strassenansichten japanischer Städte zu verzichten, da sie die menschliche Privatsphäre verletze.
Google‘s Strassenansichten zeigen von 12 japanischen Städten, ca. 50 Städten in den USA sowie von ausgewählten Gegenden in Europa 360°-Ansichten auf Strassenlevel.
Internetnutzer können demnach virtuell eine Strasse entlangfahren und sich per Mausklick zudem die Szenerie am Strassenrand anschauen.
Das allerdings sei eine Verletzung der Privatsphäre, so Yasuhiko Tajima, Vorsitzender der japanischen Kampagne gegen eine überwachte Gesellschaft, die darauf aufmerksam machen möchte, dass es einem Giganten der IT-Branche ohne weiteres möglich ist, die Privatsphäre von Menschen zu verletzen. Die Kampagne fordert von Google, die Möglichkeit, Strassenansichten aufzurufen zu stoppen sowie alle bisher für den Service gespeicherten Bilder zu löschen.
Die japanische Presse ist auf den Google-Service aufmerksam geworden, nachdem sich einzelne Personen auf den Strassenansichten wiedererkannt haben.
Nicht nur in Japan, auch in anderen Teilen der Welt, darunter in Europa oder den USA, gibt es Bedenken. Eine Strassenansicht von San Fransisco zeigte z.B. einen Mann, der gerade einen Stripclub verlässt, eine andere Darstellung eine Frau beim Sonnenbad.
Bereits im März hat Google einer Anfrage des Pentagon nachgegeben, bestimmte Strassenansichten zu entfernen, sofern sie ein Sicherheitsrisiko für US-Militärgebiete darstellen. Auch aus anderen Ländern gibt es Kritik, dass mithilfe von Google Maps und Google Earth möglich ist, Bilder von militärischen oder für mögliche Terroranschläge interessante Objekten aufzurufen.