"Serious" und "Edutainment Games" erobern den Markt der Computerspiele Options
von
tonja vom
18.12.2020 - 284 Hits -

Im Schatten von "World of WarCraft" und "Grand Theft Auto" ist eine besondere Gattung von Computerspielen wieder auferstanden: Serious Games. So werden Computerspiele genannt, die lehrreich sind, ohne zu langweilen. "Mittlerweile gibt es so viele und so professionelle Lernspiele auf dem Markt, dass sie für Weihnachten zu einer echten Alternative geworden sind", so die Gamedesign-Expertin Prof. Dr. Linda Breitlauch von der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf.
Ihren Erfolg haben die so genannten Serious Games, "die ernsten Spiele", nicht zuletzt den herkömmlichen Computerspielen zu verdanken. "Wenn heute zwei von drei jungen Menschen am Computer spielen, ist es nur selbstverständlich, dass Computerspiele auch zu einem Teil der Lernkultur werden", so Prof. Breitlauch. Lernen am Computer bietet große Vorteile: Zur privaten und entspannten Atmosphäre kommt die Möglichkeit, Gesetzmäßigkeiten der realen Welt zu erproben - ohne dass es gleich Konsequenzen im wirklichen Leben wie schlechte Noten hat. Gute Lernspiele bieten außerdem die Möglichkeit, den Lern-Rhythmus selbst vorzugeben.
All diese Vorteile bieten Serious Games - und das nicht nur zu Weihnachten. So können Schüler in dem vielfach ausgezeichneten Spiel "Genuis - Im Zentrum der Macht" das politische System in Deutschland kennen lernen: vom ersten Level als Bürgermeister in einer bayerischen Kleinstadt bis hin zur Leitung des Bundeskanzleramtes in Berlin. "Das Spiel beweist, dass die Lerninhalte so gut in das Spiel integriert sind, dass Spieler gar nicht merken, dass sie lernen", so Prof. Linda Breitlauch. Das gelte selbst für Serious Games zu naturwissenschaftlichen Themen wie "Crazy Machines" und "World of GOO".