Interesse für *Z*vergrößerungen sorgt für anhaltende Flut von Spammails Options
von
norma1 vom
11.11.2020 - 302 Hits - 1 Antwort
Forscher der Universitäten von Berkeley und San Diego haben einen Bericht veröffentlicht, in dem sie darüber Auskunft geben, wie sie erfolgreich einen Hackerangriff auf ein Spamnetzwerk unternommen haben, um damit Daten zur Wirtschaftlichkeit von Spammails zu sammeln.
So ist es dem Team gelungen, ins Storm Botnet, ein Computernetzwerk, dessen Computer über einen Trojaner miteinander verknüpft sind, welcher sich über Spam verbreitet, einzudringen und so zu manipulieren, dass die Ergebnisse zwecks Analyse an das Forschungsteam zurückgesendet wurden. Dabei haben sie drei Spamkampagnen verfolgt und ihre Ergebnisse veröffentlicht.
Jeder kennt die Spammails, die Männern *Z*vergrößerungen ans Herz legt, kaum einer aber kennt tatsächlich jemanden, der zugibt, dem Angebot der Werbemails tatsächlich gefolgt zu sein.
Trotz verbesserter Anti-Spam-Technologien tauchen diese Spammails schon seit Jahren immer wieder in Postfächern auf und beweisen damit, dass diese Art der Werbekampagnen offensichtlich Kunden findet und damit erfolgreich Profit abwirft. Die Frage war bisher allerdings, wie viele Käufer sich wie oft finden und wieviel sich damit verdienen läßt.
Das Forscherteam fand nach einer Kampagne für Pharmazeutika heraus, dass die Konvertierungsrate, welche angibt, wie viele Kaufinteressenten tatsächlich zu Käufern werden, 0,00001 Prozent betrug und dass es sich bei allen Verkäufen außer einem um Produkte zur *Z*vergrößerung handelte.
Rechnet man die geringen Kosten für das Versenden der Spammails, können dabei geschätzte Einkünfte von ca. 1,75 Millionen Britischen Pfund pro Jahr zusammenkommen, wobei allerdings nicht bekannt ist, wieviel davon an Profit übrig bleibt.
Auch die Effektivität von Anti-Spam-Filtern wurde bei der Untersuchung getestet. So wurde lediglich etwa ein Viertel aller Spammails herausgefiltert. Obwohl das für die Versender der Spammails doch gewisse Einbußen bedeutet, sind Anti-Spam-Filter nicht weit genug entwickelt, um Spammails wirksam genug zu unterbinden.
Auch Schwarze Listen, die bestimmte Absender von Spammails auf den Index setzt, zeigten kaum Wirkung, da diese Listen für eine gewisse Wirksamkeit etwa aller halben Stunden aktualisiert werden müssten.