Augen auf beim Weihnachtseinkauf: Anzeichen für unsichere Onlinshopping Options
von
tonja vom
03.11.2020 - 241 Hits -

Nasskaltes Wetter, überfüllte Geschäfte und lange Schlangen an den Kassen: Der weihnachtliche Geschenkeinkauf ist oft alles andere als ein Vergnügen. Das Internet bietet vielen eine bequeme Alternative für die Besorgungen zum Fest. Doch hier heißt es: "Augen auf!" Denn nur wer Vorsicht walten lässt, wird keinen Reinfall erleben...
Trusted Shops sagt, auf welche Warnsignale und Risiken Verbraucher achten sollten, um sich vor Schaden zu schützen:
1. Nebulöse AnbieterkennzeichnungSind Angaben zum Verkäufer nur schwer oder gar nicht auffindbar oder enthalten diese unklare Bezeichnungen, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Ebenfalls ist Skepsis angebracht, wenn nur eine Firma, aber kein Name, oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.
2. Unzulänglicher DatenschutzWenn Aussagen zum Datenschutz lückenhaft sind oder fehlen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Website-Betreiber Kundendaten weiterverkaufen oder an zweifelhafte Auskunftssysteme übermitteln möchte.
3. Ungenaue PreisangabeSämtliche Preise sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer enthalten ist und welche Versandkosten genau entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen möglich.
4. Offengehaltene LieferfristWird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage im Kleingedruckten relativiert ("Lieferfristen sind unverbindlich"), sollte man misstrauisch sein. Schließlich soll ein Geschenk nicht erst nach Weihnachten ankommen. Auch widerspricht dies der Vorgabe der Rechtsprechung, wonach längere Lieferzeiten direkt beim Produkt genannt werden müssen.
5. Unabgesicherte Vorkasse-ZahlungEine Zahlung per Vorkasse sollte durch eine Geld-zurück-Garantie von Trusted Shops abgesichert sein. Nur so lässt sich vermeiden, dass man sein Geld verliert, falls der Händler trotz Zahlung nicht liefert - Überweisungen lassen sich nämlich nicht rückgängig machen.
6. Unverschlüsselte DatenübertragungZahlungsdaten unverschlüsselt zu übertragen, ist riskant, weil diese abgefangen und missbraucht werden können. Obendrein verstoßen Kunden damit häufig gegen die Bedingungen ihrer Bank. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist.
7. Unzulässige WiderrufsbeschränkungBis auf wenige Ausnahmen besteht das Recht, eine Ware innerhalb von zwei Wochen zurückzugeben. Vorsicht ist geboten, wenn ein Händler versucht, dieses Recht einzuschränken, indem er z.B. nur originalverpackte Ware zurücknimmt oder Angebotswaren von der Rückgabe ausschließt.
8. Benachteiligung im KleingedrucktenKundenunfreundlich und gesetzlich verboten ist der Versuch mancher Händler, Kunden durch Klauseln in ihren Geschäftsbedingungen unangemessen zu benachteiligen. Unzulässig und unwirksam sind z.B. Aussagen wie "Versand auf Gefahr des Käufers" oder "Transportschäden müssen sofort gemeldet werden".
9. Schlechte ErreichbarkeitEine Produktanfrage im Vorfeld per E-Mail oder Telefonanruf zeigt, wie es um den Kundenservice bestellt ist. Erfolgt keine zügige Antwort bzw. ist nur ein Anrufbeantworter erreichbar, sollte man auch kein vorbildliches Entgegenkommen bei Umtausch- oder Rückgabewünschen erwarten.
10. Negative BewertungBei Händlern, die einem nicht bekannt sind, kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Veilleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen.