Hundefreunde werden Opfer von Internet-Betrug Options
von
tonja vom
21.10.2020 - 299 Hits -

Obwohl das Problem schon seit einigen Jahren besteht, kommt es in letzter Zeit wieder verstärkt zu E-Mails und Foren-Postings im Internet, bei denen Hunde von Züchtern aus afrikanischen Staaten, vor allem Kamerun, angeboten werden. Rassehunde werden für einen Bruchteil des Marktwertes angeboten, teilweise sollen die Tierfreunde sogar nur die Reisekosten übernehmen.
Allerdings bleibt es nicht bei den Reisekosten. Nach und nach werden andere Kosten eingefordert, wie z.B. Tierarztbesuche, Versicherungen oder Medikamente. Die Kosten steigern sich oft auf mehrere tausend Euro, ohne dass die neuen Besitzer mehr als ein Foto des Hundes gesehen haben. Häufig handelt es sich bei den Fotos um Bilder aus dem Internet.
Mehr als Internet-Foto gibt es nichtBei dem Foto eines Hundes bleibt es dann auch. Die Tierfreunde erhalten den Hund nie, trotz der hohen Ausgaben. Oft probieren die Betrüger noch einmal an Geld zu kommen, mit der Behauptung, dass der Hund beim Transport am Zoll aufgehalten wurde. Spätestens jetzt wird den meisten Leuten klar, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen sind. Allerdings ist das Geld dann weg und die Betrüger unauffindbar.
"Auch in Deutschland werden Menschen in letzter Zeit vermehrt Opfer dieser gewissenlosen Betrüger," so Martina Schnell, Heimtier-Referentin von VIER PFOTEN. "Die internationale Kriminalität nutzt Menschen, die ein Herz für Tiere haben, skrupellos aus".
Augen auf beim HundekaufWer ein Herz für Tiere hat und auf der sicheren Seite sein will, besorgt sich ein Tier aus dem Tierheim, so Martina Schnell weiter. Hier findet man auch Rassehunde, die sehnlichst auf neue Halter warten. Zudem kann man die Tiere kennen lernen bevor man die Verantwortung für ein Hundeleben übernimmt.