Online-Ranking: Das deutsche Internet ist amerikanisch Options
von
tonja vom
01.10.2020 - 365 Hits -

Die drei US-Giganten Google, Microsoft und eBay beherrschen das Web in Deutschlands Privathaushalten. Sie belegen im Online-Ranking im August unangefochten die ersten drei Plätze. Dies ergab die Untersuchung der "TOP 20 Parents" mit denen der internationale Medien- und Marktforscher Nielsen Online darstellt, welche Konzerne mit Ihren Webangeboten die meisten Nutzer ansprechen.
Google ist von 80 Prozent der Surfer zuhause angeklickt worden. Zu dem Konzern gehören allerdings nicht nur die Suchmaschinen-Seiten, sondern auch zahlreiche weitere Unternehmen, unter anderem das Videoportal YouTube und die Blogging-Website Blogger. Websites des Zweitplatzierten Microsoft besuchten sechs von zehn Internet-Nutzern. Hierzu gehören sowohl die Microsoft-Websites selbst, als auch MSN, Windows Live Messenger und der Windows Media Player. Rund 55 Prozent waren bei den Websites des Dritten Unternehmens im Ranking, eBay, auf der Suche nach Schnäppchen, boten Dinge zum Verkauf oder nutzten Dienste wie PayPal oder Skype. Erst auf Platz vier findet sich mit der Deutschen Telekom ein heimisches Unternehmen. Der Bonner Konzern verzeichnete mit seinen verschiedenen Angeboten knapp 17 Millionen Besucher. Besonders beliebt waren die Inhalte von T-Online und die Scout24-Angebote.
Insgesamt waren im August rund 36 Millionen Bundesbürger zuhause online, rund 750.000 mehr als noch im Mai. Auch die Nutzungsdauer ist weiter gestiegen - um zwanzig Minuten auf durchschnittliche 15,5 Stunden pro Nutzer. Mit etwa 33 Sitzungen pro Person wurde damit durchschnittlich mehr als einmal pro Tag der Computer zum Surfen hochgefahren. Die Freizeit wird also auch im Hochsommer zum Surfen genutzt.
Dabei werden besonders häufig die Seiten von großen, weltweit tätigen Medienunternehmen und Handelskonzernen angeklickt. Sie dominieren im TOP 20-Ranking. Dass das Internet aber nicht nur zur Unterhaltung und zum Einkauf genutzt wird, zeigt das gute Abschneiden der Wikimedia Foundation, die sich der Förderung des freien Wissens verschrieben hat. Mit ihren Wikipedias landete sie auf Platz sieben und wurde von knapp 13 Millionen Besuchern angeklickt. Durchschnittlich 13 Minuten verbrachten die Bundesbürger auf den Seiten der Non-Profit-Organisation.
Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck kann vor allem mit ihren Communities Schüler VZ und Studi VZ punkten und landete auf dem 11. Platz. Dabei rangierte StudiVZ (ca. 3,7 Millionen Besucher) knapp vor SchülerVZ (unter 3,1 Millionen). Seit Januar 2007 gehören die beiden erfolgreichen Communities zur Holtzbrinck-Gruppe.
Quelle: Nielsen Online, NetView, home only, August 2008