Online-Gaming: Ideeller Wert von Avataren bringt auf dem Schwarzmarkt bares Geld Options
von
tonja vom
26.09.2020 - 280 Hits -

Online-Gaming wird immer beliebter. Insbesondere "Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPGs)" wie World of Warcraft mit seinen 10 Millionen registrierten Spielern weltweit sind populär. Damit rücken die Online-Gamer in das Visier von Cyberkriminellen, denn der rein ideelle Wert von Avataren lässt sich auf dem Schwarzmarkt in bares Geld umtauschen. Symantec Virenexperten beobachten, dass ein Online-Gaming Account höher gehandelt wird als Kreditkartendaten. Online-Gamer sind sich dieser Gefahren mittlerweile durchaus bewusst, wie eine Umfrage von
Symantec zeigt. 16 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ihr Account schon einmal geklaut wurde, während 69 Prozent Sicherheitssoftware für sehr wichtig halten und auch ihre Firewall während des Spielens nicht ausschalten.
Fakten aus dem Symantec Internetsicherheitsbericht, April 2008- Im zweiten Halbjahr 2007 zielten bereits acht Prozent der Top 50 Schadcodes auf Online Games.
- Täglich gibt es 10.000 infizierte Webseiten, davon sind jeden Tag bis zu 1.500 neu infiziert.
- 70 Prozent der Top 50 Malware lesen Daten aus.
Die Angriffsmethoden- Denial of Service-Attacken und Phishing werden am häufigsten benutzt.
- Gezieltes Phishing - Hacker interessieren sich zunehmend auch für Social Networking Seiten, denn hier können sie gezielt nach bestimmten Zielgruppen suchen. Die meisten Nutzer von Social Networking Seiten sind Mitglieder in Gruppen, beispielsweise Gaming-Gruppen. Hier können sich Gleichgesinnte austauschen. Wer sein Profil mit all seinen Kontaktdaten öffentlich zugänglich macht, gefährdet auch die eigenen Freunde - welche dann schnell die nächsten Opfer von Cyberkriminellen sein können.
- Drive-by Downloads - Das sind Angriffe auf Webseiten, die mit Schadcode infiziert werden. Sie laufen für den Nutzer komplett unsichtbar ab. Steuert der User eine infizierte Seite an, installiert sich Schadcode heimlich über eine Sicherheitslücke im Browser auf dem Computer - quasi im Vorbeisurfen. Der auf diese Weise eingeschleuste Schadcode liest dann Daten aus, zum Beispiel Passwörter von Gaming-Accounts.
Der Symantec Sicherheitsexperte Candid Wüest gibt folgende Tipps rund um das Thema Online-Gaming und Sicherheit- Geht sorgsam und vorsichtig mit euren persönlichen Daten um - ein gesundes Misstrauen ist immer hilfreich.
- Achtung bei Phishing-Mails! Bei E-Mails, die mit speziellen Angeboten zu einem Game locken, lieber 2 Mal hinschauen: Echte Anbieter personalisieren ihre E-Mail inzwischen weitgehend mit voller Anrede - also Vor- und Nachname. Passwörter werden nicht abgefragt und den Link in der E-Mail sollte man besser nicht ansteuern. Schaut lieber auf der Originalseite des Herstellers und auch in den einschlägigen Foren nach, ob es dort Informationen zu dem Angebot gibt.
- Das A und O ist eine umfassende Sicherheitssoftware - Antivirenschutz allein reicht leider nicht aus. Besser ist eine integrierte Lösung wie zum Beispiel Norton Internet Security 2009 mit Firewall, proaktivem Phishingschutz (warnt vor gefälschten Seiten) und vor allem Browserschutz - der hilft gegen webbasierte Angriffe wie Drive-by Downloads.
- Die Sicherheitssoftware beim Spielen auf jeden Fall eingeschaltet lassen! Sicherheit schließt eine gute Performance nicht aus: Lösungen wie die neue Norton Internet Security 2009 haben keinen spürbaren Einfluss mehr auf die Performance.