Pflicht zum Zahlungssystem? Ebay verschreckt User Options
von
tonja vom
05.08.2020 - 725 Hits -

Ab sofort müssen Verkäufer auf der Auktionsplattform Ebay den Bezahlservice Paypal anbieten und damit nutzen. Berechtigt tut sich hier die Frage auf, was mit den privaten Gelegenheitsverkäufern, die höchstens eine Überweisung in Anspruch nehmen möchten, in Zukunft passieren wird. "Der Online-Auktionator macht sich schön und bequem - vor allem für Händler", stellt Patrick Günter, Geschäftsführer von Quoka, fest. Tatsächlich ist der zu Beginn des Portals durchaus vorhandene Charme eines interaktiven Flohmarkts mittlerweile verschwunden. Anonymität zählt nun, wo früher noch persönlicher Kontakt in der Community groß geschrieben wurde.
"Die Zwangsnutzung der Ebay-Tochter Paypal ist hier nur ein weiterer Schritt dahin, dass private Verkäufer weiter schwinden", stellt Patrick Günter fest. Die Auswirkungen spürt er hautnah. So konnte das Portal für Online-Kleinanzeigen laut Nielsen Netratings unter
http://www.quoka.de alleine im Juni 2008 Zuwächse bis zu 34 Prozent in der Unique Audience verzeichnen. "Wie schon in den vergangenen Monaten sind dabei einige Ex-Nutzer des Auktionsportals", zieht Günter Rückschlüsse auf andere Änderungen, die für Verstimmung sorgten. Dazu zählt auch das novellierte Bewertungssystem, bei dem Verkäufer keine Möglichkeit mehr haben, Käufer ehrlich negativ zu bewerten. "Eine solch eingeschränkte Form lässt nur noch wenig Raum für realistische Bewertungen zu. Verkäufer können Käufer nur positiv oder gar nicht bewerten, hier stimmen die Verhältnismäßigkeiten nicht mehr", so der Quoka-Chef.
Mit einer Online-Kleinanzeige kann auf solche Merkmale verzichtet werden. Hier ersetzt wieder der persönliche Kontakt die anonymen Bewertungssysteme. Die Anzeige dient der Kontaktaufnahme, alles Weitere geht auf persönlicher Ebene vonstatten. Bezahlsysteme sind dabei überflüssig, denn meist werden solche Geschäfte bar abgewickelt. Provisionen oder Einstellgebühren werden auch keine verlangt, Quoka.de ist kostenlos. Hinter dem Portal liegt die lange Erfahrung von bekannten Kleinanzeigen-Zeitschriften wie z. B. "SperrMüll" oder "Kurz & Fündig".