Angriff aus dem Internet Options
von
norma1 vom
16.07.2020 - 275 Hits -
Ein Drittel aller Kinder, die im Internet surfen, sind laut einer kürzlich durchgeführten Studie bereits Angriffsziel von sogenannten Cyberbullies geworden, zumeist andere jugendliche Internetnutzer, die die relative Anonymität des Internets dazu benutzen, andere zu beleidigen, zu verunglimpfen oder gar zu bedrohen.
Viele Fälle gelangen gar nicht erst in die Öffentlichkeit, weil die meisten Teenager derartige Angriffe glücklicherweise nicht allzu ernst nehmen. Leider gibt es aber auch andere Beispiele wie z.B. das der damals 13-jährigen Megan Meier, die sich das Leben nahm, nachdem sich ihr vermeintlicher Freund, den sie über die MySpace-Webeite kennengelernt hatte, als eine Ex-Freundin entpuppte, die sich an ihr rächen wollte.
Die Spielarten des Cyberbullying sind vielfältig: sie reichen von Beschimpfungen, die über Instant Messenger oder über soziale Netzwerkseiten verbreitet werden bis hin zu Todesdrohungen. Es gibt auch Fälle, in denen sich Opfer unvorteilhaft auf Webseiten dargestellt wiederfanden, die unter ihrem Namen ins Netz gestellt wurden. Vielen Kindern und Jugendlichen, die es als Spaß ansehen, andere übers Internet zu beleidigen, ist nicht bewusst, welchen Schaden sie damit nicht nur ihren Opfern und deren Familien, sondern auch sich selber zufügen. Was einmal im Internet auftaucht, kursiert dort für immer, was negative Auswirkungen z.B. für den späteren Einstieg in die Arbeitswelt haben kann, wenn es sich dabei um Dinge handelt, die bestimmte Personen ins schlechte Licht rücken.
Eltern spielen bei der Erziehung eine Schlüsselrolle und sollten sich deshalb für die Internetaktivitäten ihrer Kinder genauer interessieren und gegebenenfalls einschreiten, wenn sie bemerken, dass ihre Kinder entweder Beleidigungen übers Internet verbreiten oder zur Zielscheibe von Angriffen werden. Allerdings ist es Tatsache, dass sich Kinder und Jugendliche meist besser mit den neuen Medien auskennen als ihre Eltern, und man von denen auch nicht verlangen kann, ihren Kindern permanent über die Schulter zu schauen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, für den mag eine entsprechende Sicherheitssoftware wie PC Pandora, die die Internetaktivitäten registriert und nachvollziehen lässt, die Lösung sein- allerdings keine, die 100% Sicherheit bietet, da der Sprössling seine Aktivitäten auch von anderen Computern aus starten kann. Eine bessere Lösung ist allerdings immer noch, immer wieder das Gespräch mit seinen Kindern zu suchen und aufrecht zu erhalten.