DVB-H-Positionierungstest erfolgreich verlaufen Options
von
tonja vom
26.06.2020 - 108 Hits -
Die Rosum Corporation hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen gemeinsam mit National Grid Wireless, dem führendem Anbieter grosstechnischer Übertragungsinfrastrukturen im Vereinigten Königreich, erfolgreich einen DVB-H-Positionierungstest durchgeführt habe. Die Unternehmen führten den Test im DVB-H-Testnetzwerk von National Grid Wireless in Warwick (Vereinigtes Königreich) durch, wobei mobile DVB-H-Fernsehsignale zum Einsatz kamen, um Empfängerprototypen in einer Vielzahl von Umgebungen, u.a. in mehrstöckigen Parkhäusern, in denen GPS-basierte Lösungen nicht zur Verfügung stehen, präzise zu orten. Die Unternehmen konnten erfolgreich nachweisen, dass dieselben Signale, die zur Übertragung mobiler Fernsehinhalte eingesetzt werden, darüber hinaus auch für positionsbasierte Dienste genutzt werden können.
Rosum hat Lösungen zur Orts- und Zeitbestimmung entwickelt, patentiert und installiert. Dabei nutzte das Unternehmen die Infrastruktur für Fernsehübertragungen, die auch dort funktioniert, wo der Einsatz von GPS höchst problematisch ist, z.B. im Inneren von Gebäuden und in städtischen Häuserschluchten. Die Fernsehinfrastruktur dagegen ist robust, weit verbreitet und geht in hohem Masse mit Bevölkerungszentren, Mobilfunkdiensten und Breitbanddurchdringung einher. Analysten gehen davon aus, dass bis zum Jahre 2011 bereits 446 Millionen Mobilfernsehgeräte verkauft sein werden (1). Mit ihrer dichten Topologie sind gerade DVB-H-Netzwerke bestens geeignet, um Mobilgeräten positionsbasierte Dienste zu senden.
Im März 2008 verabschiedete die europäische Kommission die Übertragungsform DVB-H (Digital Video Broadcasting for Handhelds) als Norm für die digitale Signalübertragung für mobile Empfangsgeräte, z.B. für Mobiltelefone. Die DVB-H-Norm wird von Mobilgeräteherstellern wie Nokia, Samsung, LG, Sony Ericsson und Sagem unterstützt.