Tag der Umwelt: Mit Handyrecycling die Natur schützen Options
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tonja vom
04.06.2020 - 115 Hits -
Gebrauchte Mobiltelefone sind Sondermüll, der die Umwelt belastet. Daher sind seit Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgesetzes (ElektroG) im März 2006 Verbraucher verpflichtet, alte Elektrogeräte an zentralen Sammelstellen abzugeben. Von dort gehen die Geräte an die Hersteller zurück, die den Elektroschrott kostenlos und umweltgerecht entsorgen sowie teilweise wiederverwerten. Die Wiederverwertung verhindert, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen und so zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt werden.
Selbst defekte Mobiltelefone bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Ungefähr 80 Prozent der verwendeten Materialien im Handy können wieder aufbereitet werden. So werden Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe aus den Geräteelementen zurückgewonnen. Bei einem Drittel der Mobilfunktelefone funktionieren sogar noch die Chipteile. "Umweltschutz ist ein Gebot unserer Zeit. Deshalb ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung eins unserer Ziele", betont Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF. "Die Mobilfunknetzbetreiber sind schon lange wichtige Akteure der Nachhaltigkeit und Partner eines Dialogs mit der Politik."
Unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben nehmen die deutschen Mobilfunknetzbetreiber schon seit 2002 Handys und Zubehör zurück. Zur Rückgabe von Altgeräten können Verbraucher Versandumschläge bei den Netzbetreibern anfordern, mit denen sie das Mobiltelefon portofrei einsenden können. Wer sein Gerät in den Filialen abgibt oder per Post an den Mobilfunkanbieter schickt, setzt sich gleichzeitig für einen guten Zweck ein. Denn die Netzbetreiber unterstützen in verschiedenen Projekten Umweltorganisationen, Kinderhilfsprojekte und andere soziale Einrichtungen mit einer Spende für jedes abgegebene Handy.